Am Donnerstag, dem 13.12.12., gaben die Aktienkurse überwiegend nach. Mangelnde Fortschritte bei den Haushaltsverhandlungen in den Vereinigten Staaten drückten die Stimmung am Markt. Nach Andeutungen von Teilnehmern an den Verhandlungen können sich die Gespräche bis nach den feiertagen hinziehen. Dagegen trat die am Vortag bekannt gegebene Fed - Geldspritze zur Ankurbelung der Konjunktur in den Hintergrund, weil die Anleger die Ankündigung weiterer Anleihekäufe erwartet hatten. Das Ifo - Institut senkte die Wachstumsprognose für 2013 von 1, 3 auf 0, 7 Prozent. Die Euro - Krise bremst die deutsche Wirtschaft. Nach einer Delle in den Wintermonaten soll es im weiteren Verlauf zu einer Erholung kommen. Diese Prognose löste Gewinnmitnahmen nach den vorangegangenen Kurssteigerungen aus. In den Vereinigten Staaten verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Vergangenen Woche deutlich. Die Auktion italienischer und spanischer Staatsanleihen verlief erfreulich. Spanien konnte sogar Anleihen mit 30 jähriger Laufzeit platzieren. Diese beiden Nachrichten verhinderten einen starken Kursrückgang.
Der DAX in Frankfurt fiel 0, 4 Prozent auf 7582 Punkte. Nach einer Prognose des Luftfahrtverbandes Iata erhöhen sich die Gewinne der Branche 2012 und 2013 mehr als erwartet. Das liess den Kurs von Lufthansa steigen. Die Aussagen der Deutschen Bank zum vierten Quartal 2012 enttäuschten die Anleger. Der Umbau des Konzerns drücke durch zahlreiche Sonderposten den Gewinn. Infolgedessen sank der Kurs. Credit Suisse, Morgan Stanley und Nomura stuften wegen sinkender Strompreise die Aktien von Versorgern herunter. Eon und RWE gingen zurück. Moody's kündigte an, die Verbindlichkeiten von ThyssenKrupp auf eine Herabstufung zu prüfen. Als Folge fiel die Aktie des Konzerns.
Der MDAX sank 0, 2 Prozent auf 11924 Punkte. Hochtief, Rational, Rhön Klinikum und Sky Deutschland verteuerten sich. Dagegen verbilligte sich ProSiebenSat 1 nach einer Herabstufung durch die Commerzbank.
Die übrigen europäischen Börsen fielen überwiegend:
- SMI in Zürich - 0, 58 % auf 6919 Punkte
- ATX in Wien + 0, 02 % auf 2358 Punkte
- CAC 40 in Paris - 0, 08 % auf 3644 Punkte
- FTSE 100 in London - 0, 23 % auf 5932 Punkte.
Die Börsen in den Vereinigten Staaten gingen überwiegend zurück:
- Dow Jones in New York - 0, 09 % auf 13233 Punkte
- S & P 500 in New York - 0, 06 % auf 1428 Punkte
- Nasdaq Composite + 0, 12 % auf 3018 Punkte.
Die Börsen in Asien entwickelten sich unterschiedlich:
- Nikkei 225 in Tokio + 1, 68 % auf 9743 Punkte
- Hang Seng in Hongkong - 0, 26 % auf 22446 Punkte.
Gewinner / Verlierer
- Allianz SE + 0, 1 %
- Commerzbank - 0, 2 %
- Nestlé - 0, 33 %
- Roche GS - 0, 69 %
- LEONI NA - 0, 8 %
- ThyssenKrupp - 1, 1 %
- SAP - 1, 3 %
- Adidas - 2, 1 %
- Deutsche Bank - 2, 7 %
Am Donnerstag kostete ein Euro:
- 1 Euro = 1, 3061 Dollar
- Referenzkurs der EZB: 1 Euro = 1, 3077 Dollar
- 1 Euro = 109, 180 jap. Yen
- 1 Euro = 1, 2090 Franken.
Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen betrugen:
- Deutschland 1, 35 %
- Frankreich 1, 85 %
- Grossbritannien 1, 85 %
- Italien 4, 59 %
- Japan 0, 73 %
- Österreich 1, 73 %
- Schweiz 0, 47 %
- USA 1, 72 %.
Der Bund Future stand bei 145, 15 Prozent.
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