Heute legte das Schiff im Hafen von Penang / Malaysia an. Im Hafeninfo heisst es:
Auf den ersten Blick
Penang - das ist eine Stadt (offiziell Georgetown), eine Insel und ein Staat. Penang City wird auch die "Perle des Orients" genannt, sie gilt als eine der interessantesten und abwechslungsreichsten Städte des Ostens. Die Stadt erhielt von den Briten den Namen Georgetown, die Einheimischen nennen sie aber weiterhin "Penang City". Als 1786 der erste britische Handelsposten im fernen Osten errichtet wird, schaut Penang heute auf eine reiche Geschichte zurück und hat sich zu einer quirligen, aktiven Stadt entwickelt. Hier verschmelzen Historie, Moderne und Asien mit dem Westen. Die Insel Penang liegt vor der Nordwestküste der malaysischen Halbinsel. Ihren Namen verdankt sie dem Betelnussbaum, der in Malaysia "Pining" heisst und früher besonders üppig auf dieser Insel wuchs. Der Staat Penang besteht aus der Insel Penang und einem Streifen Festland, der als "Province Wellesley" oder "Seberang Prai" bekannt ist. Insgesamt leben hier knapp 1, 5 Millionen Menschen. Die Staatsfläche von Penang beträgt 1.050 Quadratkilometer. Die 13, 5 Kilometer lange Schrägseilbrücke zum Festland wurde 1985 eröffnet und ist die längste Brücke Südostasiens. Aufgrund des ständig wachsenden Autoverkehrs wird die alte Fährverbindung parallel weiterbetrieben. Mit dem Bau einer zweiten, 24 Kilometer langen Brücke wurde im Jahr 2006 begonnen.
Sehenswürdigkeiten
Fort Cornwallis
Das von den Briten in der Zeit nach der Landung von Captain Francis Light und der Inbesitznahme Penangs 1786 gebaute Fort bestand ursprünglich nur aus Palisaden. Im Jahre 1804 wurde es dann mit massiven Steinmauern versehen, die noch erhalten sind.Heute dient das Fort als Freilichtmuseum sowie als Open - Air - Theater. Besucher können in den ehemaligen KasemattenSouvenirs und auch Kunstgewerbe erstehen. Ausserdem sind hier auch alte holländische Kanonen mit einer besonderen "Lebensgeschichte" ausgestellt. Sie waren einst an den Sultan von Johor geliefert, später von den Portugiesen benutzt und wieder aufgegeben worden. Dann waren sie in Java aufgetaucht und schliesslich von Piraten ins Meer geworfen worden, bevor sie ihren Weg ins Fort fanden.
Penang Vogelpark
Im Vogelpark von Seberang Jaya leben etwa 400 Arten exotischer Vögel in einem andertahlb Hektar grossen Park. Vogelfreunde finden hier nicht nur alle Arten aus Malaysia, sondern auch aus der gesamten tropischen Welt. Der Vogelpark wurde artgerecht angelegt und die Volieren gewährleisten einen annähernd natürlichen Lebensraum inmitten tropischer Pflanzen. Faszinierende Orchideen und duftender Hibiskus geben dem Park seine besondere Note.
Penang Hill
Wegen des atemberaubenden Blicks über die ganze Insel und bis hin zum Festland ist ein Ausflug zum Penang Hill schon eine Pflichtübung für jeden Besucher. Der Gipfel des 821 Meter hohen Hausbergs von Penang erreichen auch Wandermuffel ganz bequem per Bergbahn. Die Bodenstation befindet sich in Air Hitam, einem Vorort von Georgetown.
Schlangentempel
Wer schon beim Anblick von Schlangen eine Gänsehaut bekommt, sollte diese Sehenswürdigkeit in der südlichen Vorstadt von Georgetown auslassen. Denn hier ringeln sich Schlangen gemächlich um die Leuchter und Vasen auf den Altären. Sie sind realtiv harmlos, da sie immer gut gefüttert werden und von dem betäubenden Duft der Räucherstäbchen ausgesprochen müde sind. Auch sind es lange nicht mehr so viele wie früher. Inzwischen bieten Schlangenhändler ihre Dienste an: Wer möchte sich mit einer Schlange in der Hand fotografieren lassen?
Botanischer Garten
Blumen- und Pflanzenfreunde aufgepasst: Im Botannischen Garten kann man blühende Bäume, hohe Bambushaine und dicke Hecken bewundern. Auf dem 30 Hektar grossen Gelände befindet sich auch ein schöner Wasserfall, der geschickt in die Planung einbezogen wurde, als der Brite Charles Curtis 1884 hier den ältesten Botanischen Garten Malaysias anlegte. Er pflanzte einheimische und aus Londons Gärten eingeführte Bäume und Sträucher. Hier leben auch ziemlich dicke und besonders freche Rhesusäffchen, die vor allem die Herzen der Kinder erfreuen.
Khoo - Kongsi - Haus
Als die Vorväter der chinesischen Familie Khoo aus China nach Penang auswanderten, bauten sie dieses Klanhaus für ihre Familie. Das erste brannte im Jahre 1884 ab, es wurde damals geunkt, dass sei die Strafe für die täuschende Ähnlichkeit des Hauses mit dem Kaiserpalast in Peking. Der 1902 eingeweihte Neubau fiel bescheidener aus, ist aber immer noch sehr beeindruckend. Besonders beachtenswert ist die imposante Halle, die von den eigens zum Bau aus China angereisten Handwerksmeistern nicht nur mit feinsten Ornamenten und Schnitzereien verziert, sondern auch mit den Initialen der Arbeiter versehen wurde.
Sri Mariamman - Tempel
Dieser 1833 erbaute Hindu - Tempel beeindruckt den Betrachter besonders mit seinen zahllosen Götterfiguren über dem Haupteingang und an der Fassade. Innen kann die Statue des Gottes Subramaniam besichtigt werden, die reichlich mit Gold, Silber, Diamanten und Smaragden geschmückt ist. Die Statue wird jedes Jahr beim Umzug anlässlich des hohen Hindufestes Thaipusam durch die ganze Stadt getragen. Zum Betreten sollte man die Tempeldiener höflich um Erlaubnis fragen, die Schuhe und Kopfbedeckungen entfernen und dezent gekleidet sein. Eine kleine Spende wird als nette Geste gern akzeptiert.
Eastern & Oriental Hotel
Die ganze Altstadt bietet sowohl sehenswerte historische Gebäude wie auch gut erhaltene Gesamtensembles. Neben den britisch - kolonialen Verwaltungsgebäuden und dem sehenswerten protestantischen Friedhof ist auch das E & O (Eastern & Oriental Hotel) einen Besuch wert. Das Hotel galt dereinst als "bestes Haus östlich des Suez" und wurde unter anderem von Schriftstellern wie Hermann Hesse, Rudyard Kipling und William Somerset Maugham gerne besucht.
Sehenswürdigkeiten in der Umgebung
Kek Lok Si Tempel
Dieser buddhistische Tempel bei Air Hitam, einem südlichen Vorort von Georgetown, ist eine faszinierende Mischung thailändischer und burmesischer Baustile. Der gesamte Tempelbezirk gehört zu den grössten und schönsten in ganz Südostasien und zu den bedeutendsten buddhistischen Anlagen in Malaysia überhaupt.
Obst, Schmetterlinge und Schlangen
Östlich von Penang City gedeihen in der Tropical Fruit Farm über 200 tropische Früchte aus aller Welt. Wer sich einen Überblick über diese köstliche Vielfalt verschaffen möchte, ist in den Gärten der Anlage genau richtig und kann sie im dazugehörigen Laden auch kosten und kaufen. In der Nähe befindet sich auch die Butterfly Farm, ein grosszügiges Freigehege. Hier flattern begeisterten Fotografen über 120 verschiedene Schmetterlingsarten vor die Linse. Auch Spinnen, Skorpione und Eidechsen gibt es hier zu entdecken. Wer sich nicht vor Schlangen fürchtet, kann das 150 Jahre alte Heiligtum des Schlangentempels entdecken. Im Süden der Insel gelegen und dem Schutzgott Chor Soo Kong gewidmet, beherbergt er giftige, grüngelb gemusterte Vipern, die vom steten Weihrauch- und Räucherstäbchenduft benebelt, die meiste Zeit vor sich hindösen. Einigen Exemplaren wurden die Giftzähne aber gezogen: sicher ist sicher.
Historischer Rückblick
Penang wurde 1786 von Captain Francis Light als britischer Vorposten der Ostindischen Kompanie gegründet. Light hatte dem Sultan von Kedah die Insel gegen eine eher vage Zusage der Unterstützung im Kampf gegen die Siamesen abgehandelt. Als Light eintraf, war die Insel relativ dünn besiedelt. Es wird heute noch eine Geschichte erzählt, wonach Francis Light Goldstücke mit einer Kanone auf die Insel schiessen liess, um die Menschen dazu zu bringen, den dichten Dschungel zu roden und das Land zu erschliessen. Er taufte die letztlich von Goldmünzen und Dschungel befreite Insel "Prince of Wales Island", dar er sie am Geburtstag des Prinzen übernommen hatte.
Bald wurde die Stadt Georgetown gegründet und später gab der Sultan noch ein Stück Festland hinzu, welches von Light nach dem indischen Gouverneur "Province Wellesley" benannt wurde. Er bot den Siedlern auf der Insel selber an, so viel Land für sich in Besitz zu nehmen, wie sie roden und bearbeiten konnten. Die Werbung wirkte: Die damals fast unbewohnte Insel hatte um die Jahrhundertwende bereits 10.000 Einwohner.
Im Jahre 1805 geriet Penang unter die Herrschaft von Bengalen, 1826 bildete Penang zusammen mit Melaka und Singapur die "Straits Settlements". Der recht einträgliche Handel mit Tee, Gewürzen und Stoffen blühte und Penang wuchs zu einem der wichtigsten Handelshäfen in der Region. Im Jahre 1816 wurde hier die erste englische Schule in Südostasien eröffnet. Für die nächsten gut 100 Jahre blieb Penang unter britischer Kolonialherrschaft, bis die Insel im Jahre 1957 als unabhängig erklärt und zunächst ein Staat der Vereinigten Staaten von Malaysia wurde. Seit 1963 ist Penang Teil der Föderation Malaysia.
Bald wurde die Stadt Georgetown gegründet und später gab der Sultan noch ein Stück Festland hinzu, welches von Light nach dem indischen Gouverneur "Province Wellesley" benannt wurde. Er bot den Siedlern auf der Insel selber an, so viel Land für sich in Besitz zu nehmen, wie sie roden und bearbeiten konnten. Die Werbung wirkte: Die damals fast unbewohnte Insel hatte um die Jahrhundertwende bereits 10.000 Einwohner.
Im Jahre 1805 geriet Penang unter die Herrschaft von Bengalen, 1826 bildete Penang zusammen mit Melaka und Singapur die "Straits Settlements". Der recht einträgliche Handel mit Tee, Gewürzen und Stoffen blühte und Penang wuchs zu einem der wichtigsten Handelshäfen in der Region. Im Jahre 1816 wurde hier die erste englische Schule in Südostasien eröffnet. Für die nächsten gut 100 Jahre blieb Penang unter britischer Kolonialherrschaft, bis die Insel im Jahre 1957 als unabhängig erklärt und zunächst ein Staat der Vereinigten Staaten von Malaysia wurde. Seit 1963 ist Penang Teil der Föderation Malaysia.
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