Heute liegt mein Schiff auf der Reede von Koh Samui / Thailand. Im Hafeninfo heisst es:
Auf den ersten Blick
Die kleine "Kokosinsel" Koh Samui befindet sich im Süden Thailands etwa 650 Kilometer von Bangkok und knapp 35 Kilometer von Thailands Ostküste entfernt. Koh Samui ist die drittgrösste Insel Thailands und gehört zur Provinz Surat Thani.Bis in die 1980er Jahre war Samui eine kleine Fischerinsel mit gelegentlich vorbeischauenden Rucksacktouristen. Heute verzaubern den Besucher endlose Palmenhaine, bizarre Felsformationen mit Wasserfällen, herrliche weisse Sandstrände, paradiesische Buchten und nicht zuletzt geheimnisvolle Tempelanlagen. Koh Samui ist nur eine von insgesamt 40 zum Ang Thong - Archipel gehörenden Inseln. Alle grösseren Touristengebiete liegen auf der östlichen Seite, der Hafen in der Inselhauptstadt Nothon. Die Insel ist mit 247 Quadratkilometern nicht sonderlich gross. Eine 50 Kilometer lange Panoramastrasse führt an verschiedenen Sehenswürdigkeiten entlang und bietet atemberaubende Aussichten auf die nördliche, östliche und westliche Küste. Sie verläuft ausserdem durch verschlafene Fischerbehörden und weite Kokospalmen - Haine, vorbei an Samuis spektakulärstem Wasserfall, und kreuzt dabei zahlreiche Seitenstrassen, die zu einem Abstecher ins Hochland der Insel einladen.
Sehenswürdigkeiten
Nathon
Die einzige offizielle Stadt auf der kleinen Insel Koh Samui ist Nathon.Das friedliche kleine Provinzstädtchen ist für die Inselbevölkerung besonders wichtig, weil hier die Fähren vom Festland anlegen und sich im Ort ausserdem die Behörden Koh Samuis befinden. Der Markt von Nathon liegt an der Einmündung der Einkaufsstrasse Taweeraj Pakdee Road - ein typisch südostasiatischer Fischmarkt, wo leckere Früchte, Fisch und Meeresfrüchte, sowie eine grosse Auswahlan an Gewürzen und anderen Kochzutaten feilgeboten werden. Kunsthandwerkliche Produkte gibt es in der Anthong Road, einem kleinen Seitensträsschen, das parallel zum Meer zwischen Taweeraj Pakdee Road und der Hafenstrasse verläuft. Ausser den kleinen Andenkenläden befinden sich hier auch eine Reihe einfacher kleiner Restaurants. Die Fischerboote im Hafen bieten einen idyllischen Anblick.
Wat Phra Yai - Tempel
Es gibt auf Koh Samui einen Tempel, den fast alle Besucher mindestens einmal aufsuchen, den Tempel des Grossen Buddha oder Wat Phra Yai, wie er offiziell heisst. Der Wat befindet sich an der nordöstlichen Spitze Koh Samuis. Der Tempel ist vor allem wegen seiner riesigen, 12 Meter hohen goldenen Buddhastatue bekannt, die auf einer winzigen, der Küste vorgelagerten Insel majestätisch thront. Das Gesicht des Buddhas zeigt ein sehr gütiges und freundliches Lächeln. Es lohnt sich, auf der von Nagas (mythischen Schlangen) gesäumten Treppe zur Plattform hochzusteigen; der Ausblick auf Koh Samui ist atemberaubend. Ausser der grossen Statue gibt es noch einen Schrein mit einem dickleibigen Buddha namens Matreya (Buddha der Zukunft), der ebenfalls sehr glücklich und zufrieden dreinblickt.
"Kokos - Affen" & Schmetterlingsarten
Da ein Grossteil der Fläche Koh Samuis mit Kokospalmem bewachsen ist, hat man hier Makaken - Äffchen auf das Pflücken der Früchte trainiert. Das Ganze ist natürlich nicht nur "Affentheater", denn Kokosnüsse gehören nach wie vor zum wichtigsten Exportgut Koh Samuis. Die Tiere verstehen es geschickt, die besten Nüsse auszuwählen, zu pflücken und dann einfach zur nächsten Palme hinüber zu springen. Im Süden der Insel befinden sich mehrere Plantagen, auf denen man Affen bei der Arbeit beobachten kann (gegen Eintritt). Im Süden der Insel bei Laem Natien befindet sich auch der Schmetterlingsgarten von Koh Samui. Ein Besuch dieser Attraktion ist ein ganz besonderes Erlebnis. Hier gibt es Hunderte von Schmetterlingen aller Arten zu bewundern. Auch ein Insekten - Museum mit Käfern und Insekten aus der ganzen Welt ist hier zu finden. Im Bienenhaus kann man zudem einen Bienenstamm beobachten.
Hin Lat - Wasserfall
Der Weg zu diesem landschaftlich sehr schön gelegenen Wasserfall führt über die Hauptstrasse an der Inselhauptstadt Nathon vorbei. Die Strasse verläuft parallel zum Meer und bietet schöne Ausblicke auf den tiefblauen Ozean und KOh Phangan. An der ersten grösseren Kreuzung nach Nathon muss man die Hauptstrasse verlassenund nach links abbiegen. Die letzten ca. 1, 5 Stunden zum Wasserfall muss man zu Fuss zurück legen. Der Weg führt steil bergauf am Fluss entlang und dabei auch mal über Stock und Stein. Man sollte sich daher ausreichend mit Trinkwasser versorgen und festes Schuhwerk tragen.
Wat Khunaram
In der kleinen Tempelanlage Wat Khunaram ist die Mumie des bekannten Mönchs Loung Pordaeng in einem speziellen Glasschrein aufbewahrt. Er muss seinen Tod vorausgeahnt haben, als er vor über 30 Jahren starb. Er befindet sich noch immer in Meditationsstellung und sein Körper zeigt nur wenige Anzeichen des Verfalls. Den Tempel findet man zwischen den Na Muang - Wasserfällen und Hua Thanon.
Lamai
Wer auf der Küstenstrasse am Kap Laem Nan vorbei nach Lamai fährt, trifft auf einen der hübschesten Strände der Insel, wie man unschwer an der Zahl der Hotels, Restaurants und Gästehäuser erkennen kann. Das Dörfchen Lamai verfügt über ein kleines Museum, die "Lamai Cultural Hall". Hier werden Werkzeuge, Musikinstrumente, Keramiken und anderes gezeigt. Die bekannten "Grossmutter- und Grossvaterfelsen" (Hin Ta & Hin Yai) befinden sich am Ende des Lamai Beach. In der Nähe der Felsen bilden rund geschliffene Granitbrocken einen flachen kleinen Felsenpool.
Kloster Wat Sumret
Weiter Richtung Süden gelangt man zum Dorf Ban Hua Thanon, von dem aus eine Strasse zum Kloster Wat Sumret führt. Hier lebt nur noch eine Hand voll älterer Mönche, die sich mehr recht als schlecht um die Erhaltung der Gebäude kümmern können. Der kleine Tempelkomplex mit seinen zahllosen Bäumen und den mit Schnitzereien verzierten Holzgebäuden erscheint dem westlichen Besucher wie ein verwunschener Ort. Auf dem Gelände befindet sich die Ruine eines alten Chedis (spitz auslaufende Tempeltürme), vermutlich aus dem siebzehnten Jahrhundert. In einem der Gebäude steht auf dem Altar eine wertvolle Statue aus weisser burmesischer Jade.
Na Muang - Wasserfall 1 und 2
Auf Koh Samui gibt es zahlreiche Wasserfälle. Die beliebtesten sind die beiden Na Muang - Wassrfälle. Der obere Wasserfall kann nur zu Fuss oderauf einem Elefanten erreicht werden. Der untere Na Muang - Wasserfall ist etwa 30 Meter hoch, 18 Meter breit und fällt in ein grosses Felsbecken. Die Na Muang - Wasserfälle befinden sich zwischen Nathon und dem Dorf Hua Thanon.
Na Muang - Safaripark
Im Safaripark leben etliche Arbeitselefanten. Alle Elefanten sind darauf dressiert, die Besucher auf dem Elefantenpfad zum Na Muang - Wasserfall zu transportieren. Aufregender als der Wasserfall ist jedoch der Elefantenritt selber. Es ist erstaunlich, wie gutmütig und liebevoll die Elefanten mit uns Zweibeinern umgehen, wenn man bedenkt, dass die ausgewachsenen Tiere bis zu 5.000 Kilo schwer sind. In der Elefanten - Show beweisen die Dickhäuter, dass sie nicht so schwerfällig sind wie sie aussehen.
Historischer Rückblick
Der Ursprung des heutigen Namens Samui konnte noch nich endgültig geklärt . Möglicherweise leitet er sich vom Namen eines einheimischen Baumes, der Mui, her. Eine andere Erklärung ist die Ableitung vom chinesischen Wort Saboey, das "sicherer Hafen" bedeutet. Samui ist, glaubt man den Legenden, die darüber erzählt werden, schon sei 1.500 bis 2.000 Jahren zumindest teilweise besiedelt gewesen. Damals sollen chinesische Seefahrer auf der Insel gelandet sein, um frisches Trinkwasser aufzunehmen und ihre Schiffe zu reparieren. In alten Karten aus der Zeit der Ming - Dynastie im Kaiserreich China wurde die Insel unter dem Namen Pulo Cornam erstmals 1687 eingezeichnet. Schiffswracks, die vor der Küste Samuis entdeckt wurden, enthielten chinesische Keramiken aus dem 17. Jahrhundert. Samui war auch Fischern aus dem südlich gelegenen Malaysia schon lange bekannt. Im 18. Jahrhundert liessen sich von der chinesischen Insel Hainan kommende Siedler dauerhaft nieder, zu denen bald auch Thais vom Festland stiessen. Es kam sehr schnell zu einer Vermischung mit den Einheimischen. In diese Zeit fällt wohl auch die künstliche Anlage des nahezu geschlossenen Kokospalmengürtels entlang der Strände. Anfang des 20. Jahrhunderts siedelten sich schliesslich noch muslimische Fischer aus den südlichen Provinzen Thailands an. Diese Mischung verschiedener Ethnien und Religionen und ein weitgehend autarkes Dasein liess die Inselbewohner ein spezielles Selbstbewusstsein entwickeln. So sehen sie sich selbst nicht nur als Thai, sondern vor allem auch als Chao Samui, das "Volk von Samui".
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