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Sonntag, 1. Juli 2012

DAX, MDAX, SMI, Devisen- und Rentenmarkt - Wochenbericht (25. - 29.06.12) Schlussbetrachtung

In der vorbezeichneten Börsenwoche stieg der DAX 0, 5 Prozent. Grund für das Wochenplus war die Erleicherungsrallye am Freitag, dem 29.06.12, nach den substantiellen Zugeständnissen auf dem EU Gipfeltreffen für die Schuldnerländer, insbesondere Spanien. Von einem wirklichen Aufatmen der Märkte kann nicht gesprochen werden, weil die Kursgewinne zu gering sind. Die Kurserholung kann anfällig bleiben, weil einige der Gipfelbeschlüsse mit einem Fragezeichen zu versehen sind. Die direkte Bankenkapitalisierung  erfordert eine gemeinsame Bankenaufsicht unter Führung der Europäischen Zentralbank. Diese Bankenaufsicht ist in 2012 nicht zu verwirklichen, weil die rechtlichen Voraussetzungen wie ein europaweit angeglichenes Insolvenz- und Verwaltungsrecht fehlen. Wegen der zu geringen Fondsmittel kann der Vollzug von Staatsanleihekäufen auf Kosten des ESM schwierig sein. Diese Unwägbarkeiten werden in den nächsten wieder in den Vordergrund rücken, weil die Furcht vor einem ungeordneten Auseinanderbrechen der Währungsunion noch nicht endgültig verflogen ist. Die Wirtschaft im Euroraum wird 2012 noch einmal schrumpfen. Der DAX konnte den Widerstandsbereich bei 6400 / 6450 Punkten nicht überwinden, sodass ein Rückgang bis auf 5700 / 5640 Punkte möglich ist. Sollte diese Marke ebenfalls nicht halten, ist ein Absturz auf 4965 bis 5150 Punkte nicht ausgeschlossen. Kann der DAX allerdings 6450 und sogar 6520 / 6590 Punkte überwinden, ist ein weiterer Anstieg auf 6850 Punkte nicht unwahrscheinlich.
In der vorgenannten Börsenwoche verlor der MDAX 4, 2 Prozent. Der Index schwankt zwischen 9850 und 10300 Punkten. Bei 9630 Punkten verläuft eine Stabilisierungszone.
Ähnlich wie beim DAX beeinflussten die Beschlüsse des EU - Gipfels das Kursgeschehen an der Züricher Börse. Der SMI stieg um 1, 24 Prozent.
In der Börsenwoche vom 25. - 29.06.12 verlor der Euro gegenüber dem Dollar 2, 0 Prozent. Bei 1, 2460 Dollar liegt eine Unterstützungslinie. Hält diese Linien nicht, kann der Wechselkurs auf 1, 22 / 1, 23 Dollar fallen.
Die Renditen zehnjähriger Bundes- und US amerikanischer Staatsanleihen gaben 0, 02 und 0, 01 Prozent nach.
Der Bund Future konnte bei 140 Prozent nach oben drehen.

Gewinner / Verlierer
  1. Allianz SE + 4, 37 %
  2. Nestlè + 1, 71 %
  3. SAP + 1, 39 %
  4. Roche GS + 1, 24 %
  5. Deutsche Bank - 0, 35 %
  6. ThyssenKrupp - 0, 55 %
  7. Adidas - 0, 64 %
  8. LEONI AG - 2, 34 %
  9. Commerzbank - 5, 19 %.

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