Die neue Handelswoche begann an den europäischen Aktienmärkten am Montag, den 06.06.11, mit Kursverlusten. Banken und Versorger gerieten unter Abgabedruck. Bei den Bankaktien wirkte sich die Grioechenlandkrise aus, weil die Banken als Gläubiger an der Rettung beteiligt werden sollen.
Der DAX in Frankfurt sackte um 0, 4 Prozent auf 7079 Punkte.
Der SMI in Zürich verlor 0, 6 Prozent und stand bei 6372 Punkten.
Am Dienstag, den 07.06.11, stiegen die Aktienkurse an den europäischen Aktienmärkten. Industriewerte und Versorger gewannen im Handelsverlauf dazu. Der Präsident der Europäischen Zentralbank deutete an, eine Ablösung griechischer Anleihen durch neue Anleihen zu akzeptieren. Die neuesten Zahlen über die Auftragseingänge der deutschen Industrie stützten den Kursaufschwung. Trotz der Krisen in Europa und Japan nahm der Auftragseingang kräftig zu. Nach den Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums vom Dienstag nahmen die Aufträge im April 2011 um 2, 8 Prozent überraschend deutlich zu.
Der DAX in Frankfurt stieg um 0, 4 Prozent auf 7110 Punkte.
Entgegen dem Trend verlor der SMI in Zürich 0, 5 Prozent und endete bei 6340 Punkten.
Am Mittwoch, den 08.06.11, gaben die Aktienkurse an den europäischen Börsen nach. Neue Unsicherheit am Markt rief die Rede des amerikanischen Notenbankpräsidenten Ben Bernanke am Vorabend hervor. Er bescheinigte der amerikanischen Wirtschaft eine neue Schwächsphase und deutete die Bereitschaft der Notenbank zur Stützung der Konjunktur an. Wegen der anhaltenden Diskussion um die Schuldenkrise Griechenlands verloren europäische Bankaktien zwischen 1, 7 und 2 Prozent.
Der DAX in Frankfurt gab bis kurz vor Handelsschluss 0, 6 Prozent auf 7058 Punkte nach. Die Aktie der Deutschen Bank büßte 1, 7 Prozent, als mehr als der Index, ein.
Der SMI in Zürich schloß 1, 1 Prozent niedriger als am Vortag bei 6264 Punkten.
Am Donnerstag, den 09.06.11, stiegen die Kurse an den europäischen Aktienmärkten teilweise kräftig. Nach volatilem Handelsverlauf drehten die schwachen Finanzwerte am Nachmittag nach der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) klar ins Plus. EZB - Präsident Trichet deutete eine Zinserhöhung für den Juli 2011 an. Auf einer Pressekonferenz machte er deutlich, die Preisentwicklung erfordere hohe Wachsamkeit. Die Märkte verstehen diese Formulierung so, dass die EZB im Juli zum zweiten Mal 2011 den Zins erhöhen will. Auch der überraschend starke Rückgang des amerikanischen Handelsbilanzdefizits im April 2011 wirkte sich unterstützend aus. Nach Ansicht der Postbank handelt es sich um eine wichtige Unterstützung für das zweite Quartal 2011.
Der DAX in Frankfurt gewann 1, 4 Prozent auf 7159 Punkte. Nach Ansicht von Händlern hatte der plötzliche Anstieg des DAX seine Ursache darin, Dass Anleger auf fallende Kurse gesetzte Positionen auflösen und auf den fahrenden Zug aufspringen mussten. Am stärksten verlor die Aktie der Commerzbank mit 2, 6 Prozent, während die Aktie der Deutschen Bank nur 0, 1 Prozent nachgab.
Der SMI in Zürich stieg um 0, 5 Prozent auf 6290 Punkte.
Am Freitag, den 10.06.11, tendierten die europäischen Aktienmärkte überwiegend schwächer. Nach Ansicht von Wertpapieranalysten gäbe es am Aktienmarkt keine richtungsweisenden Nachrichten. Die trüben Aussichten bezüglich Griechenlands und der amerikanischen Wirtschaft seien am Markt schon ausreichend eingepreist. Die Anleger würden die Risiken überschätzen und seien entsprechend vorsichtig. Bei weiterhin guten Gewinnaussichten für die deutschen Unternehmen sei der DAX auf absehbare Zeit positiv zu sehen. Die Indizes belaste, dass einige Anleger sich vor dem Wochenende vom Markt verabschiedet hätten.
Der DAX in Frankfurt verlor im Handelsverlauf 0, 8 Prozent auf 7100 Punkte.
Der SMI in Zürich ging um 0, 6 Prozent auf 6232 Punkte zurück.