In der vorbezeichneten Börsenwoche erhöhte sich der DAX 3, 5 Prozent. Die europäische Schuldenkrise ist noch nicht beendet, aber die Marktteilnehmer hoffen, dass ein Auseinanderbrechen des Euroraums - vor allem ein Ausscheiden Italiens und Spaniens - verhindert werden kann, nachdem die EZB am Donnerstag, dem 06.09.12, entschieden hat, zwar den Leitzins unverändert zu lassen, aber unbegrenmze Staatsanleihen von Krisenländer anzukaufen. Voraussetzung ist die Beantragung von Hilfe bei einem Rettungsfonds und die Umsetzung von geforderten Reformmaßnahmen. Die Folge war ein neues Jahreshoch des DAX. Auch in Italien und Spanien stiegen die Aktienkurse um 4 und 5 Prozent. In den Vereinigten Staaten erreichte der S&P 500 das höchste Niveau seit vier Jahren und der Nasdaq - Composite den höchsten Stand seit 2000. Hingegen ist die wirtschaftliche Lage nicht so rosig. Im ersten Halbjahr 2012 war die deutsche Wirtschaft krisenresistent, aber die Unternehmen wirken verunsichert, während der private Konsum noch robust erscheint. Die Investitionstätigkeit und die Kapazitätsauslastung gehen zurück. Das schwächere Wachstum der Weltwirtschaft wird den deutschen Export schwächen. Die amerikanische Wirtschaft wächst noch moderat, während die chinesische und die japanische Wirtschaft zu schwächeln beginnen. Viele europäische Länder befinden sich in einer Rezession und können keine deutschen Waren einführen. Die Konjunktur wirkt widersprüchlich und wird stark von politischen und geldpolitischen Einflüssen bestimmt. Der oben genannte Beschluss der EZB kann das Risiko einer Inflation erhöhen. Da der DAX ein neues Jahreshoch erreicht hat, ist ein Anstieg bis 7300 bis 7400 Punkte möglich.
In der oben genannten Börsenwoche stieg der MDAX 1, 46 Prozent. Bei 10900 Punkten verläuft eine Unterstützung.
Auch der SMI gewann in der vorgenannten Börsenwoche 2, 25 Prozent. Die Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten für August 2012 dämpften die Euphorie an den Börsen ein wenig. Positiv zu werten war der Rückgang der Arbeitslosenquote auf 8, 1 Prozent; außerhalb des Agrarsektors wurden aber nur 96.000 Stellen neu geschaffen - eine Enttäuschung. Von der Entscheidung der EZB profitierten die Banken am meisten.
In der Börsenwoche vom 03. - 07.09.12 stieg der Wechselkurs des Euro im Verhältnis zum Dollar 0, 0095 Prozent. Bei 1, 2710 Dollar verläuft ein bedeutender Widerstand, darüber ein weiterer bei 1, 2830 / 1, 2850 Dollar.
In der vorbezeichneten Börsenwoche legten die Renditen zehnjähriger Bundes- und US amrikanischer Staatsanleihen 0, 13 und 0, 12 Prozent zu.
In der oben genannten Börsenwoche fiel der Bund Future 1, 05 Prozent.
Gewinner / Verlierer
- Deutsche Bank + 11, 57 %
- Commerzbank + 10, 48 %
- Allianz SE + 5, 75 %
- ThyssenKrupp + 5, 0 %
- LEONI NA + 3, 40 %
- Adidas + 3, 38 %
- SAP + 2, 94 %
- Roche GS + 2, 07 %
- Nestlé - 0, 34 %.
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