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Dienstag, 14. Juni 2011

Starker Schweizer Franken: Wirtschaftsprognose

Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse geht weiter trotz des starken Schweizer Franken von einer guten Konjunkturprognose aus. Nach der Verbandsschätzung von 2, 0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Dezember 2010 rechnet der Verband jetzt nach seiner aktuellen Konjunkturprognose 2011 mit einem Bruttoinlandsprodukt von 2, 1 Prozent. Bei der Vorstellung der Konjunkturprognose wies der Chefökonom von Economiesuisse sarauf hin, dass der starke Schweizer Frankenfür die Exportindustrie wegen Margenkürzungen, Kostensenkungen durch Rationalisierungen und Inanspruchnahme von Vorleistungen aus dem Ausland zunehmend belaste.
Diese Belastungen wirken sich bei den Zulieferbetrieben aus, weil sie die Löhne nur mäßig erhöhen können, um ihre Marktanteile halten zu können. Die geringen Lohnsteigerungen hemmen die Binnenkonjunktur.
Andererseits führt der starke Franken zu einem positiven gesamtwirtschaftlichen Effekt, weil die Schweizer Wirtschaft nicht überhitzt. Nach Simulationsberechnungen mit einem 10 Prozent schwächeren Franken (handelsgewichteter Außenwert) würde das Bruttoinlandsprodukt 2011 um 4 Prozent wachsen.
Ökonomen gehen nicht davon aus, dass die Schweizerische Nationalbank am Donnerstag, den 16.06.11, den Leitzins nicht erhöht, sondern erst im September 2011. Nur im äußersten Notfall kommt eine frühere Intervention der Nationalbank in Betracht.

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