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Montag, 11. April 2011

Allianz SE Allianz Global Investors: Kapitalerhöhung der Commerzbank

Um ihre geplante Kapitalerhöhung durchführen zu können, muss die Commerzbank neue Aktien ausgeben. Soll man sich an der Kapitalerhöhung beteiligen und ist die Bank ein gutes Investment ?
Kapitalerhöhungen, bei denen das frische Kapital zur Tilgung von Schulden genutzt wird, sind unbeliebt, weil es nicht für neue Geschäfte gebraucht wird. Außerdem verwässern Kapitalerhöhungen den Kurs.
Das Geschäftsmodell der Commerzbank sieht vor, eine Mittelstandsbank zu sein und sich um Privatkunden zu kümmern. Als Mittelstandsbank ist die Commerzbank erfolgreich. Im Privatkundengeschäft ist die Deutsche Bank besser, obwohl die Commerzbank nach Übernahme der Dresdner Bank das dichtere Filialnetz hat. Ihre Mitarbeiter im Privatkundengeschäft waren verunsichert und demotiviert.
In der ersten Runde der Kapitalerhöhung will die Bank 8 Milliarden Euro aufnehmen. Bei einem Kurs von 5 Euro müsste die Bank 1, 6 Milliarden Aktien ausgeben. Vor dieser Ausgabe gibt es insgesamt 1, 34 Milliarden Aktien. Mit der Kapitalerhöhung sind es insgesamt 2, 94 Milliarden Aktien.
Die Kapitalerhöhung wirkt sich auf den Kurs aus, weil sie den Gewinn je Aktie verwässert. Analysten schätzen den Gewinn für 2011 auf 647 Millionen Euro. Vor der Kapitalerhöhung beträgt der Gewinn je Aktie 48 Cent. Nach der Kapitalerhöhung beträgt er 22 Cent. Da die Bank das neue Kapital zur Reduzierung der stillen Beteiligung nutzt und damit Zinsen spart, errechnet sich eine Ersparnis von 300 Millionen Euro. Diese wirkt sich positiv auf den Gewinn je Aktie aus. Der Gewinn je Aktie beträgt nach der Kapitalerhöhung und der Ersparnis von 300 Millionen Euro dann 32 Cent.
Wegen der hohen Verwässerung ist der Erwerb der neuen Aktien nicht empfehlenswert.

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