Das Schiff lieght bei wenig freundlichem Wetter in Izmir.
Im Hafeninfo heißt es:
"Smirne (Izmir auf Türkisch), Hauptstadt der Provinz mit fast drei Millionen Einwohnern, ist nach Istanbul die zweite Stadt der Türkei dank des Hafenverkehrs und der intensiven Betriebe der Industrie, die sich von den traditionell gebundenen landwirtschaftlichen Sektoren bis zur Schiffsbauindustrie, Mechanik, Chemieanlagen und Raffination des Erdöles erweitert haben. Die Stadt ist umgeben von einer schönen Bucht mit Hügeln und hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer modernen Metropole mit einer regelmäßigen Stadtplanung mit neuen Wohnvierteln entwickelt. Die archäologischen Ausgrabungen haben bewiesen, dass die erste Ansiedlung der Stadt Smirne mit Wahrscheinlichkeit auf das 3. Jahrtausend vor Chr. zurückgeht. Im 10. Jahrhundert v. Chr. siedelten sich Kolonien der Insel Lesbos an. Am Ende des 9. Jahrhunderts, begann eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit bis zur Eroberung durch Alexander den Großen (334 v. Chr.). Mit der römischen Besetzung (27 v. Chr.), fing für die Stadt eine neue Blütezeit an; es entstanden prächtige Denkmäler, von denen nur wenige Reste übriggeblieben sind. Nachdem sie 178 von einem gewaltigen Erdbeben zerstört wurde, wurde sie auf Anordnung von Mark Aurel rekonstruiert. Sie wurde zur Zeit Konstantins ein wichtiger Bischofssitz, erlitt aber einen langsamen Verfall durch die Eroberung der Araber. Im Jahre 1076 belagerten die Tprken der Stadt; sie war ein geeigneter Stützpunkt für die Streifzüge in der Ägäis. Später war sie Lehnsgut der Ritter von Rhodos, gehörte dann endgültig zum ottomanischen Reich von Mohammed, trotz der Bemühungen der venezanischen Flotte, sie wieder zu besetzen. Dank ihres Hafenverkehrs, welcher in jeder Epoche eine obligatorische Etappe zwischen Osten und Westen darstellte, konnte Smirne seinen Wohlstand behaalten. Auf dem grossen Platz herrscht der, von dem deutschen Kaiser Wilhelm II. gespendete Uhrzeigerturm im maurischen Stil, das Rathaus und eine von emaillierten Kacheln bestückte kleine Moschee, die Konak Camli, die von einem weiten Garten umrahmt ist. Im Zentrum der Stadt, westlich vom Bahnhof (Basmane Gari) erstreckt sich auf einer weiten grünen Fläche der "Kultur Park" mit einem Vergnügungspark, einem Zoo, ein kleiner See mit einem Pavillon, in welchem jedes Jahr Mitte August bis September die Internationale Messe von Izmir stattfindet und ist vielleicht die wichtigste Handelsmesse im Mittelmeerraum. Es lohnt sich das, im Jahre 1983, eingeweihte Archäologische Museum zu besichtigen, welches Funde aus Efesus, Belevi, Myrina und Eritre beherbergt. Das dem Archäologischen Museum gegenüberliegende alte Gebäude beherbergt das Museum für Völkerkunde, mit einer interessanten Kunsthandwerklichen Sammlung wie Keramik, Gegenstände aus Kupfer, Stickarbeiten, traditionelle Kostüme, dekorierte Stoffe, Teppiche, Waffen und Rüstungen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen