Tagebch, Reisen und mehr

Sonntag, 12. August 2012

DAX, MDAX, SMI, Devisen- und Rentenmarkt - Wochenbericht (06. - 10.08.12) Schlussbetrachtung

In der vorbezeichneten Börsenwoche stieg der DAX 1, 15 Prozent. Alles verlief ganz Normal. Die Marktteilnehmer reagierten auf  die schwächeren Auftragseingänge der deutschen Industrie besonnen. Genauso verhielten sie sich bei der gesunkenen Industrieproduktion in Deutschland. Es gab im deutschen Aktienhandel keine größeren Verwerfungen.
Die Aktienbörsen hängen an der EZB und ihren Programmen zum Zusammenhalt der Währungsunion. Ob und wie die EZB auf den Finanzmärkten in Erscheinung tritt, entscheidet über steigende oder fallende Aktienkurse.
Nach der Vorstellung seines Plans zur Stützung des Euro und der Anleihenmärkte durch EZB - Präsident Mario Draghi vor gut zwei Wochen atmeten die Marktteilnehmer auf. Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen aus Italien fielen etwas mehr als 5, 8 Prozent und die aus Spanien auf etwa 6, 8 Prozent. Sie haben sich von den vergangenen Höchstständen spürbar entfernt. Auch die Aktienkurse stiegen etwa zwei Wochen lang, so dass man den Kursrückgang von Freitag, dem 10.08.12, in normalen Zeiten als Gewinnmitnahme ansehen könnte.
Diese Bewertung trifft nicht ganz zu, weil der Präsident der französischen Notenbank Christian Noyer und der ehemalige Chefvolkswirt der EZB Ottmar Issing die EZB davor warnten, in großem Stil Staatsanleihen zu kaufen, so dass als Folge in Europa und an der Wall Street die Aktienkurse nachgaben.
Der deutsche Aktienmarkt ging leicht gestärkt aus der Börsenwoche, auch wenn der DAX die Marke von 7000 Punkten nicht überwinden konnte. Dazu hat der Kursrückgang von 6 Prozent der Commerzbank Aktie maßgeblich beigetragen. Den Anlegern fehlt eine Perspektive für ein neues profitables Geschäft, nachdem sich die Bank plötzlich aus dem früheren Kerngeschäft der Schiffsfinanzierung verabschiedet hatte. Im Gegensatz zur Commerzbank hat sich der Aktienkurs von ThyssenKrupp am Freitag nach Vorlage der jüngsten Geschäftszahlen positiv entwickelt, weil der Konzern in den ersten neuen Monaten des laufenden Gescchäftsjahres geringere Verlust als erwartet erlitten hat.
Der DAX kann den Bereich von 7400 bis 7600 Punkten erreichen.
In der oben genannten Börsenwoche gewann der MDAX 0, 58 Prozent. Der Index kann die Höchstmarke von Juli 2007 bei 11493 Punkten anpeilen.
In der vorgenannten Börsenwoche legte der SMI 0, 24 Prozent zu. An der Züricher Börse herrschte weitgehend Ruhe. Der Rückgang der deutschen Industrieproduktion wird sich wegen der Verzahnung mit der Eidgenossenschaft zukündtig auswirken. Die Daten zum Industriesektor für Frankreich, Großbritannien und Italien waren nicht erbaulich. Die Welt befindet sich in einer globalen Rezession. Nestlé legte starke Halbjahreszahlen vor.
In der Börsenwoche vom 06. - 10.08.12 verlor der Wechselkurs des Euro im Verhältnis zum Dollar 0, 4 Prozent. Der Wechselkurs hat den dreimonatigen Abwärtstrend überwunden. Bei 1, 2410 Dollar verläuft ein wichtiger Widerstand. Kann der Euro diesen Widerstand überwinden, ist ein Anstieg bis 1, 28 Dollar möglich.
In der vorgenannten Börsenwoche stiegen die Renditen zehnjähriger Bundes- und US amerikanischer Staatsanleihen 0, 21 und 0, 24 Prozent.
Der Bund Future schwankte in oben bezeichneten Börsenwoche zwischen 142, 5 und 145, 2 Prozent.

Gewinner / Verlierer

  1. ThyssenKrupp + 9, 68 %
  2. Allianz SE + 4, 41 %
  3. Deutsche Bank + 0, 65 %
  4. LEONI NA + 0, 56 %
  5. Adidas + 0, 30 %
  6. Roche GS + 0, 06 %
  7. Nestlé - 0, 58 %
  8. SAP - 1, 27 %
  9. Commerzbank - 6, 36 %.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen