Tagebch, Reisen und mehr

Freitag, 2. September 2011

Deutsche Bank: Erwerb von Sal. Oppenheim

Am 18.10.09 erwirbt die Deutsche Bank für 1, 3 Mrd. Euro die 1789 gegründete Privatbak Sal. Oppenheim. Riskante Derivategschäfte und Kredite an den maroden Kaufhauskonzern Arcandor beenden das Geschäöft des traditionsreichen Bankhauses. Die Deutsche Bank will das Vermögensverwaltungsgeschäft von Sal. Oppenheim mit rund 4500 vermögenden Privatkunden und 70 Mrd. Euro deponioerten Geldern übernehmen. 2009 weist Sal. Oppenheim einen Rekordverlust von 1, 2 Mrd. Euro aus mit der Folge der Aufzehrung des Eigenkapitals, so dass die Deutsche Bank mehr als 3 Mrd. Euro in die Privatbank stecken muss.
Neben der Vermögensverwaltung besteht Sal. Oppenheim aus einer Kapitalmarktsparte, dem Zertifikatehandel, der Firmenfinanzierung und vor allem der 2005 übernommenen BHF Bank mit allein 45 Mrd. Euro verwalteten Gelder, inklusive Fondsgeschäft, Vermögensverwaltung, Wertpapierverwaltung und Firmenkundengeschäft.
Um wie geplant die Vermögensverwaltung zu integrieren, ist es notwenig, Sal. Oppenheim zu zerschlagen. Die Deutsche Bank verkauft für 253 Mio. Euro das Wertpapierverwahrgeschäft an BNY Mellon. Das Kapitalmarktgeschäft erwirbt die australische Bank Macquarie für einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. Die Sparte Firmenfinanzierung stellt die Deutsche Bank ganz ein.
Das Entflechten von Sal. Oppenheim führt zu hohen Kosten und zu einer Ergebnisbelastung der Deutschen Bank. Ein Verkauf der BHF Bank an die LGT Bank aus Liechtenstein scheitert. Die Deutsche Bank verhandelt mit dem Finanzinvestor RHJ.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen