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Samstag, 12. Januar 2013

DAX, MDAX, SMI, Devisen- und Rentenmarkt vom 11.01.13

Am Freitag, dem 11.01.13, tendierten die Aktienkurse weltweit uneinheitlich. Am Donnerstag, dem 10.01.13, hatte EZB - Präsident Fraghi erklärt, die EZB erwarte eine Belebung der europäischen Wirtschaft im Jahresverlauf. Diese Äußerung liess am Freitag den Wechselkurs des Euro steigen. Der Anstieg der Nachfrage nach europäischen Konsumgütern liess das Handelsdefizit der Vereinigten Staaten auf einen Stand wie zuletzt im April 2012 steigen. Die spanische Industrieproduktion brach im November 2012 ein.
Der DAX in Frankfurt erhöhte sich geringfügig 0, 1 Prozent auf 7716 Punkte. Daimler, SAP und Volkswagen legten zu. Commerzbank, Eon, RWE und ThyssenKrupp gaben nach.
Der MDAX sank leicht 0, 1 Prozent auf 12335 Punkte. Dürr und Hugo Boss gehörten zu den tagesgewinnern. Gagfah, Salzgitter und Wacker Chemie verloren.
Die übrigen europäischen Börsen hatten keine klare Tendenz:
  1. Der SMI in Zürich erhöhte sich 0, 43 Prozent auf 7175 Punkte, den höchsten Stand seit der Jahresmitte 2009. Nestlé, UBS, Roche und Novartis trugen den Markt. Julius Bär und Givaudan gehörten auch zu den Tagesgewinnern. Swatch, Holcim, Credit Suisse, Zurich und Swisscom gingen zurück.
  2. ATX in Wien - 0, 4 % auf 2468 Punkte
  3. CAC 40 in Paris - 0, 26 % auf 3694 Punkte
  4. FTSE 100 in London + 0, 18 % auf 6113 Punkte.
Die Börsen in den Vereinigten Staaten verbuchten Verluste:
  1. Dow Jones in New York - 0, 04 % auf 13465 Punkte
  2. S & P 500 in New York - 0, 17 % auf 1470 Punkte
  3. Nasdaq Composite - 0, 11 % auf 3118 Punkte.
Die Börsen in Asien verliefen uneinheitlich:
  1. Nikkei 225 in Tokio + 1, 4 % auf 10802 Punkte
  2. Hang Seng in Hongkong - 0, 39 % auf 23264 Punkte.
Gewinner / Verlierer
  1. LEONI NA + 1, 4 %
  2. SAP + 1, 2 %
  3. Roche GS + 1, 04 %
  4. Allianz SE + 0, 7 %
  5. Nestlé + 0, 66 %
  6. Deutsche Bank + 0, 3 %
  7. Adidas - 0, 2 %
  8. ThyssenKrupp - 1, 9 %
  9. Commerzbank - 3, 5 %.
Am Freitag kostete ein Euro:
  1. 1 Euro = 1, 3253 Dollar
  2. Referenzkurs der EZB: 1 Euro = 1, 3274 Dollar
  3. 1 Euro = 118, 180 jap. Yen
  4. 1 Euro = 1, 2157 Franken.
Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen betrugen:
  1. Deutschland 1, 61 %
  2. Frankreich 2, 18 %
  3. Grossbritannien 2, 11 %
  4. Japan 0, 81 %
  5. Schweiz 0, 61 %
  6. USA 1, 91 %.

Freitag, 11. Januar 2013

DAX, MDAX, SMI, Devisen- und Rentenmarkt vom 10.01.13

Am Donnerstag, dem 10.01.13, stiegen überwiegend die Aktienkurse. Die Aussage des EZB - Präsidenten Draghi, vorerst an der expansiven Geldpolitik festzuhalten, kam gut an. Italienische und spanische Staatsanleihen liessen sich gut versteigern. Konjunkturdaten aus China fielen überraschend gut aus. Die EZB  senkte die Zinsen nicht weiter und sieht ausserdem weiterhin grosse Gefahren durch die Schuldenkrise. Die Bank of England lässt wie die EZB die Zinsen unverändert. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den Vereinigten Staaten wirkten sich auf das Kursgeschehen nicht aus.
Nach einem vorübergehenden Anstieg sank der DAX in Frankfurt 0, 2 Prozent auf 7708 Punkte. BMW, Commerzbank, Deutsche Bank, ThyssenKrupp und Volkswagen konnten zulegen. Deutsche Börse, Fresenius Medical Care und RWE gaben nach.
Der MDAX fiel 0, 1 Prozent auf 12348 Punkte. MAN und Wacker Chemie verteuerten sich. Fuchs Petrolub, Salzgitter und Südzucker verloren an Wert.
Die übrigen europäischen Börsen tendierten uneinheitlich:
  1. Der SMI in Zürich legte 0, 12 Prozent auf 7160 Punkte zu. Swatch und Richemont standen im Mittelpunkt. Bei ihen erfolgten Gewinnmitnahmen, so dass sie zu den Tagesverlierern gehörten. Auch bei Holcim kam es zu Gewinnmitnahmen. Credit Suisse und Swiss Re legten zu.
  2. ATX in Wien - 0, 67 % auf 2478 Punkte
  3. CAC 40 in Paris - 0, 44 % auf 3701 Punkte
  4. FTSE 100 in London + 0, 08 % auf 6103 Punkte.
Die Börsen in den Vereinigten Staaten und Asien stiegen:
  1. Dow Jones in New York + 0, 08 % auf 13401 Punkte
  2. S & P 500 in New York +0, 2 % auf 1464 Punkte
  3. Nasdaq Composite + 0, 04 % auf 3107 Punkte
  4. Nikkei 225 in Tokio + 0, 7 % auf 10653 Punkte
  5. Hang Seng in Hongkong + 0, 59 % auf 23354 Punkte.
Gewinner / Verlierer
  1. Commerzbank + 3, 2 %
  2. Thyssen Krupp + 3, 0 %
  3. LEONI NA + 2, 4 %
  4. Deutsche Bank + 1, 2 %
  5. Nestlé + 0, 25 %
  6. Adidas + - 0 %
  7. Allianz SE - 0, 2 %
  8. Roche GS - 0, 25 %
  9. SAP - 0, 7 %
Am Donnerstag kostete ein Euro:
  1. 1 Euro = 1, 3103 Dollar
  2. Referenzkurs der EZB: 1 Euro = 1, 3113 Dollar
  3. 1 Euro = 115, 760 jap. Yen
  4. 1 Euro = 1, 2104 Franken.
Die Renditen zehnjährifer Staatsanleihen betrugen:
  1. Deutschland 1, 54 %
  2. Frankreich 2, 13 %
  3. Grossbritannien 2, 08 %
  4. Japan 0, 82 %
  5. Schweiz 0, 57 %
  6. USA 1, 9 %.
Der Bund Future stand bei 142, 71 Prozent.

Donnerstag, 10. Januar 2013

DAX, MDAX, SMI, Devisen- und Rentenmarkt vom 09.01.13

Am Mittwoch, dem 09.01.13, stiegen die Aktienkurse weltweit. Überraschend gute Geschäftsergebnisse des grössten US - Alumiumkonzerns Alcoa sorgten für eine gute Stimmung an der Börse. France Télécom und Telefonica gehörten zu den Gewinnern wie Unicredit. Nach Angaben des DIW hellen sich die Perspektiven für die deutsche Konjunktur auf, weil 2014 ein Wachstum von mehr als zwei Prozent  möglich sei im Gegensatz zu 0, 9 Prozent für 2013. Irland konnte Anleihen im Volumen von 2, 5 Mrd. Euro platzieren.
Der DAX in Frankfurt erhöhte sich 0, 3 Prozent auf 7720 Punkte. Commerzbank und Deutsche Bank stiegen weiter. Wegen eines Berichts über Pläne zum Aufbau einer europäischen Infrastruktur gemeinsam mit den Konkurrenten erhöhte sich der Kurs von Deutsche Telekom. Da die deutsche Baubranche 2013 mit einem robusten Geschäft rechnet, verteuerte sich HeidelbergCement. Die erfreulichen Zahlen von Alcoa sorgten für einen Kursanstieg von ThyssenKrupp. Nach einer Herabstufung durch Credit Suisse ging der Kurs von Allianz zurück.  Der Kurs von Fresenius Medical Care gab nach. Nach einem kritischen Kommentar von Citibank fiel der Kurs von Lanxess weiter.
Der MDAX stieg 1, 4 Prozent auf 12364 Punkte, nachdem er zwischenzeitlich ein Jahrehoch von 12371 Punkten erreicht hatte. Ein positiver Kommentar bewirkte einen Kursanstieg von ProSiebenSat1. Charttechnische Kaufsignale liessen den Kurs von Rheinmetall ansteigen. Auch wacker Chemie legte zu. Eine Herabstufung von Berenberg führte zu einem Kursrückgang bei Kuka.
Die übrigen europäischen Börsen erhöhten sich:
  1. SMI in Zürich + 0, 96 % auf 7142, der höchste Stand seit mehreren Jahren
  2. ATX in Wien + 0, 55 % auf 2485 Punkte
  3. CAC 40 in Paris + 0, 3 % auf 3717 Punkte
  4. FTSE 100 in London + 0, 77 % auf 6100 Punkte, der höchste Stand seit mehreren Jahren.
Die Börsen in den Vereinigten Staaten und Asien legten zu:
  1. Dow Jones in New York + 0, 51 % auf 13397 Punkte
  2. S & P 500 in New York + 0, 34 % auf 1462 Punkte
  3. Nasdaq Composite + 0, 44 % auf 3106 Punkte
  4. Nikkei 225 in Tokio + 0, 67 % auf 10579 Punkte
  5. Hang Seng in Hongkong + 0, 46 % auf 23218 Punkte.
Gewinner / Verlierer
  1. Commerzbank + 3, 1 %
  2. ThyssenKrupp + 2, 9 %
  3. Adidas + 1, 3 %
  4. Deutsche Bank + 1, 3 %
  5. SAP + 0, 6 %
  6. LEONI NA - 1, 2 %
  7. Allianz SE - 1, 8 %.
Am Mittwoch kostete ein Euro:
  1. 1 Euro = 1, 3048 Dollar
  2. Referenzkurs der EZB: 1 Euro = 1, 3056 Dollar
  3. 1 Euro = 114, 340 jap. Yen
  4. 1 Euro = 1, 2089 Franken.
Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen betrugen:
  1. Deutschland 1, 47 %
  2. Frankreich 2, 1 %
  3. Grossbritannien 2, 02 %
  4. Japan 0, 84 %
  5. Schweiz 0, 57 %
  6. USA 1, 88 %.
Der Bund Future stand bei 143, 62 Prozent.

Mittwoch, 9. Januar 2013

DAX, MDAX, SMI, Devisen- und Rentenmarkt vom 08.01.13

Am Montag, dem 08.01.13, gaben die Aktienkurse weltweit bis auf wenige Ausnahmen nach. Der Start der amerikanischen Bilanzsaison wirft seine Schatten voraus. Die Anleger verhalten sich vorsichtig. Südeuropäische Banken wie Societé Générale, Unicredit uns Banco Bilbao zogen weiter Nutzen aus den am Wochenende beschlossenen Erleichterungen in den neuen Liquiditätsregeln Basel III. Die vagen Gerüchte über eine Information der französischen Regierung über eine mögliche Abstufung der Kreditwürdigkeit französischer Staatsanleihen verursachte einige Verunsicherung. Griechenland konnte sich zum ersten Mal 2013 frisches Kapital besorgen, indem die Regierung Geldmarktpapiere mit Laufzeiten von vier Wochen und sechs Monaten im Volumen von insgesamt 2, 6 Mrd. Euro verkaufen.
Nach dem wechselnden Verlauf verminderte sich der DAX in Frankfurt 0, 4 Prozent auf 7699 Punkte. Die Anhebung des Kurszieles durch einige Analysten sorgte für einen Kursanstieg von Beiersdorf. Die Einräumung für Kreditinstitute weltweit für vier Jahre, ihre Liquoditätsreserven für eine Wappnung gegen eine neue Finanzkrise zu erhöhen, liess die Kurse von Commerzbank und Deutsche Bank steigen. Nachdem T - Systems einen Gossauftrag von EADS requiriert hat, erhöhte sich der Kurs von Deutsche Telekom. Merck konnte ebnfalls zulegen. Das angebliche Drängen der französischen Regierung, Peugeot - Citroen sole Opel übernehmen, um eine Allianz zu schmieden, liess die Kurse von BMW und Volkswagen sinken. Lanxess gab nach kritischen Analystenkommentaren nach. Verhaltene Aussichten für den Rückversicherer mit einer damit verbundenen Herunterstufung durch Merrill Lynch sorgte für einen Kursrückgang bei Münchener Rück. Wegen einer schwächelnden Nachfrage in der Auto- und Reifenindustrie gab der Kurs von Lanxess nach.
Der MDAX verringerte sich 0, 1 Prozent auf 12196 Punkte. Aareal Bank und Metro stiegen. ElringKlinger und Tui gaben nach.
Die übrigen europäischen Börsen gaben überwiegend nach:
  1. SMI in Zürich + 0, 37 % auf 7075 Punkte
  2. ATX in Wien - 0, 14 % auf 2481 Punkte
  3. CAC 40 in Paris + 0, 1 % auf 3708 Punkte
  4. FTSE 100 in London - 0, 07 % auf 6060 Punkte.
Die Börsen in den Vereinigten Staaten und Asien fielen:
  1. Dow Jones in New York - 0, 48 % auf 13320 Punkte
  2. S & P 500 in New York - 0, 61 % auf 1453 Pumkte
  3. Nasdaq Composite - 0, 56 % auf 3081 Punkte
  4. Nikkei 225 in Tokio - 0, 86 % auf 10508 Punkte
  5. Hang Seng in Hongkong - 0, 94 % auf 23111 Punkte.
Gewinner / Verlierer
  1. Commerzbank + 2, 3 %
  2. Deutsche Bank + 1, 1 %
  3. Adidas + 0, 1 %
  4. SAP - 0, 3 %
  5. LEONI NA - 0, 6 %
  6. Allianz SE - 0, 7 %
  7. ThyssenKrupp - 0, 7 %.
Am Dienstag kostete ein Euro:
  1. 1 Euro = 1, 3123 Dollar
  2. Referenzkurs der EZB: 1 Euro = 1, 3086 Dollar
  3. 1 Euro = 114, 560 jap. Yen
  4. 1 Euro = 1, 2092 Franken.
Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen betrugen:
  1. Deutschland 1, 51 %
  2. Frankreich 1, 98 %
  3. Grossbritannien 2, 08 %
  4. Japan 0, 84 %
  5. Schweiz 0, 56 %
  6. USA 1, 87 %.

Dienstag, 8. Januar 2013

Wieder zu Hause

Nach einer langen und anstrengenden Rückreise aus Bangkok bin ich wieder zu Hause angekommen. Ab morgen erfolgt wieder wie gewohnt meine börsentägliche Berichterstattung.
Trotz einer guten Vorbereitung musste ich feststellen, dass es in Thailand, Singapur, Malaysia, Brunei und Vietnam so viel zu sehen gibt, dass ich in absehbarer Zeit noch einmal eine Schiffsreise durch Südostasien unternehmen werde. Kultur und Kulinarisches vermischen sich auf eindrucksvolle Weise.

Freitag, 4. Januar 2013

Ho Chi Minh Stadt / Phu My, Vietnam

Auf der vorletzten Station liegt das Schiff im Mekong bei Ho Chi Minh Stadt. Im Hafeninfo heisst es:
Auf den ersten Blick
Vietnam befindet sich im Zentrum Südostasiens. Es liegt im östlichen Teil der indochinesischen Halbinsel und grenzt im Norden an China, im Westen an Laos und Kambodscha und im Süden und Osten an den Golf von Thailand und das Ostmeer (ein Teil des Südchinesischen Meeres). Von den Tausenden von Inseln im Ostmeer sind die Inselgruppen Hoang Sa und Truong Sa am grössten. Vietnam hat eine Fläche von 330.991 Quadratkilometern, die Landesgrenze beträgt 3.730 Kilometer. Vietnams Küste ist 3.260 Kilometer lang. Die Gesamtausdehnung von Nord nach Süd (Luftlinie) beträgt 1.650 Kilometer. Das Land ist am beitesten im Norden mit 600 Kilometern und am schmalsten in der Provinz Quang Binh an der Zentralküste mit 50 Kilometern. Ho Chi Minh Stadt ist bei weitem die grösste Stadt Vietnams. Offiziell hat sie derzeit 6, 8 Millionen Einwohner. 
Woher kommt der Name Ho Chi Minh Stadt?
Der Namensgeber der Stadt, Ho Chi Minh, wird heute noch achtungsvoll und vertraut zugleich Bac Ho (Onkel Ho) genannt. Geboren wurde er im Jahre 1890 als Nguyen Tat Thanh. Sein Leben widmete er dem Unabhängigkeitskampf Indochinas. 1945 wurde er der Präsident der Demokratischen Republik Vietnam. In den 60er Jahre war er die Symbolfigur des vietnamsesischen Kampfes gegen die militärische Intervention der USA. Der vietnamesische Volksheld starb am 02.09.1969. Vorher war die Stadt als Saigon bekannt. 
Sehenwürdihgekiten
Die einstige Hauptstadt Südvietnams wurde nach dem Vietnamkrieg 1975 neu geordnet und in 12 Stadtbezirke und 6 Landbezirke unterteilt. Als grösste Stadt des wiedervereinigten Vietnams hatte man sie zu Ehren des grossen Führers umbenannt. Stadtbezirk Nr. 1 ist und bleibt Saigon. Der vom Saigon - Fluss bis Cholon von breiten Alleen durchzogene Stadtteil zeigt bis heute deutliche Spuren der einstigen Kolonialherren aus Frankreich. In seinem Herzen erheben sich die Kathedrale, das Rathaus und das Stadttheater, am Rande liegen grosse Parkanlagen und Gewässer. Alle im folgenden erwähnten Sehenswürdigkeiten befinden sich in Bezirk 1. Das berühmte Hotel "Rex" ist hervorragend gelegen und bietet von seiner Dachterrasse einen herrlichen Blick auf das Treiben in den Strassen. 
Wiedervereinigungshalle / Palast der Einheit
Westlich der Kathedrale führen alle Strassen zur Wiedervereinigungshalle. Im Gegensatz zu den herrlichen Kolonialbauten galt der bis 1975 als Präsidentenwohnsitz dienende viertsöckige Palast der Einheit als Zeugnis der modernen europäischen Architektur Saigons. Das Gebäude war 1966 nach dem Entwurf des vietnamesischen Architekten Ngo Viet Thu gebaut worden. Es wurde damals von der Presse als das "Weisse Haus von Südvietnam" bezeichnet. Im Keller liegen unterirdische Fluchttunnel und eine Kommandozentrale. Am Morgen des 30.04.1975 war hier ein nordvietnamesischer Panzer direkt durchs geschlossene Tor gefahren, gefolgt von weiteren Panzern russischer Bauart. Um 11. 30 Uhr wurde dann die Flagge der Sozialistischen Republik von Vietnam auf dem Dach gehisst - der Krieg war beendet. Neben seiner Funktion als Museum dient das Gebäude heute noch internationalen Kongressen und Empfängen und ist auch für Touristen geöffnet. Vieles in dem zur Wiedervereinigungshalle umgetauften Bauwerk befindet sich seit 1975 in unveränderten Zustand. Neben den unterirdischen Bunkern können auch der Konferenzraum und die privaten Gemächer des ehemaligen Präsidenten Nguyen Van Thieu besichtigt werden. 
Museum der Kriegsverbrechen
Vormals Museum der Amerikanischen Kriegsverbrechen genannt (umbenannt, um die zahlreichen US - Veteranen unter den Besuchern nicht zu verprellen), wartet diese Ausstellung mit Zahlen, Fakten, Dokumenten und Fotografien aus dem Vietnamkrieg auf. Trotzdem wird hier nach wie vor an die Grausamkeit des Krieges erinnert, besonders wenn man die Dokumente liest und nicht nur die Fotos betrachtet. 
Xa Loi - Pagode
Die im Jahre 1965 gebaute Xa Loi - Pagode  an der Ba Hguyen Than Quan Strasse ist ein moderner, buddhistischer Bau. Ein Besuch lohnt allemal, das Gebäude ist nur wenige Schritte vom Kriegsreste - Museum zu finden. Im Hauptraum befinden sich eine riesige Buddhafigur und ein Schrein, der an Thich Quang Duc und andere Mönche erinnert, die sich 1959 aus Protest gegen die Politik des damaligen Präsidenten Ngo Dinh Diem öffentlich verbrannt hatten. Die Pagode ist heute auch ein Mahmal an die Zeit, als der Glaube nicht die Freiheiten genoss, die er heute im vornehmlich buddhistischen Vietnam hat. 
Ben - Thanh - Markt
Der Zentralmarkt und die umliegenden Strassen gehören zu den lebendigsten Gegenden der Stadt. Alles , was der Durchschnittsbewohner essen, anziehen oder sonst irgendwie gebrauchen kann, wird hier angeboten. Das bunte Leben und Handeln an den Ständen bietet gute Fotomotive. Wie überall auf der Welt nutzen Taschendiebe jedoch gerne die Ablenkung für ihr Geschäft. Vorsicht ist deshalb angeraten. 
Kathedrale Notre Dame
Die zwischen 1877 und 1880 aus roten Backsteinen und Granit gebaute Kirche befindet sich am Platz Cong Xa Paris im Zentrum des Regierungsviertels. Der interessanteste christliche Sakralbau der Stadt ist neoromanischen Stils und hat zwei knapp 57 Meter hohe quadratische Türme mit eisernen Spitzen. Leider sind im Zweiten Weltkrieg die bunt bemalten Glasfenster zerstört worden. Vor der Kathedrale steht eine Statue der Jungfrau Maria. Ein weiteres architektonisches Meisterwerk ist das monumentale Hauptpostamt, das gleich gegenüber steht. Ganz in der Nähe befindet sich auch das Rathaus der Stadt, zwischen 1901 und 1908 erbaut. Es wird noch oft auf französisch "Hotel de Ville" genannt. Heute tagt darin das Volkskomitee der Stadt, deshalb kann man sich dieses beeindruckende Gebäude nur von aussen anschauen.
Historisches Museum und Botanischer Garten
Das zwischen 1927 und 1929 an der Nguyen Binh Khiem Strasse gebaute Gebäude wurde bis 1956 als Musée Blanchard de la Brosse bezeichnet. Im Jahre 1975 schliesslich wurde es zum Historischen Museum von Ho Chi Minh Stadt umfunktioniert. Die Exponate datieren von der Frühzeit  bis etwa zu den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Ausführliche Informationen zu Südvietnam und dem Mekongdelta dienen dem Besucher zu einem besseren Verständnis der frühen Geschichte dieses interessanten Landes. Der angrenzende Botanische Garten bietet angenehme Entspannung vom Treiben in der Millionenmetropole.  

Mittwoch, 2. Januar 2013

Muara / Brunei

Heute liegt das Schiff im Hafen von Muara / Brunei. Im Hafeninfo heisst es:
Auf den ersten Blick
Das Sultanat Brunei ist einer von drei Staaten, die sich die legendäre Insel Borneo im südchinesischen Meer teilen. Während zwei Drittel der mit einer Fläche von 752.000 Quadratkilometer drittgrössten Insel der Welt zu Indonesien gehören, entfällt fast der gesamte Rest auf Malaysisch - Borneo. Das kleine Brunei im Norden besteht lediglich aus zwei schmalen landstreifen von gerade einmal 5.770 Quadratkilometern, die umschlossen und zudem geteilt sind von der malaysischen Provinz Sarawak. In Muara leben rund 12.000 Menschen. Die Stadt besitzt den einzigen Tiefseehafen des Landes und ist somit Bruneis Tor zur Welt. Gleichzeitig aber ist sie wegen der Nähe zur 58.000 Einwohner zählenden Hauptstadt Bandar Segi Begawan auch die Pforte zum Miniaturparadies Brunei, einem der kleinsten, aber wegen seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen auch reichsten Länder der Erde. 
 Sehenswürdigkeiten in Bandar Seri Begawan
Goldene Kuppeln und Fassaden aus Marmor
Obwohl Brunei - Darussalam, wie es offiziell heisst, das asiatische Land ist, in dem der Islam am strengsten ausgelegt wird, machen Land und Leute einen offenen und freundlichen Eindruck. Für Fundamentalisten ist in dem wohlhabenden Sultanat kein Platz. Statt dessen werden der Komfort und die Annehmlichkeiten der Moderne durchaus geschätzt. Die Hauptstadt Bandar Seri Begawan ist allerdings keine protzige Weltmetropole, sondern eine behutsam bebaute Stadt, in der die mit sehr viel Gold geschmückten Moscheen mit ihren schlanken Minaretten die Blicke auf sich ziehen. Das gilt insbesondere für die strahlend goldene Kuppel der Omar - Ali - Saiffudin - Moschee, die den Namen des 28. Sultans von Brunei trägt. Das Gebäude aus weissem Marmor wurde 1958 für fünf Millionen US - Dollar gebaut und steht nahe des Sengai Brunei, einem von zwei Flüssen, die in der Landeshauptstadt zusammenfliessen. Das höchste Gebäude der Stadt (das Minarett liegt auf 54 Metern Höhe) ist wunderschön in eine künstliche Lagune gebaut, aauf der eine Nachbildung der königlichen Barke zu sehen ist. 
Der grösste Palast der Welt
Weil die oben genannte Prachtmoschee aber von seinem Vater gebaut worden ist, hat der jetzige Herrscher Hassan al - Bolkiah nordwestlich des Stadtzentrums mit der Jame' Asr - Hassan - al - Bolkiah - Moschee ein nicht minder beeindruckendes Gotteshaus errichten lassen, das natürlich noch reichhaltiger verziert ist als das des Herrn Papa. Nur der Sultan darf hier eine Rolltreppe benutzen, um in den grossen Gebetsraum zu gelangen. Seine Untertanen müssen exakt 29 Stufen hinaufsteigen, schliesslich ist der Herrscher der 29. Regent seiner seit vielen Jahrhunderten regierenden Familie. Das häusliche Anwesen des Sultans, Istana Nurul Iman, steht etwas oberhalb der Stadt auf einer kleinen Anhöhe. Angeblich ist es der grösste Palast der Welt. Das betont man jedenfalls in Brunei immer wieder gern. Insgesamt soll der Herrscher in 1.788 Räumen residieren. Und vielleicht sind es ja deshalb so viele, weil das gewaltige Eigenheim gleichzeitig als Regierungssitz dient. Das allerdings ist in dieser absoluten moslemischen Monarchie wenig überraschend, denn der Sultan ist nicht nur geistliches Oberhaupt, sondern zugleich auch Premier-, Verteidigungs- und Finanzminister seines Landes. 
Interessante Museen und Dörfer im Wasser
Die Insignien der Macht sind im Royal Regalia Museum zu sehen. Wie in allen anderen Museen der Stadt ist der Zutritt frei. Nachgestellt ist hier die Parade des Krönungstages am 01.08.1968 mitsamt des goldenen Wagens, mit dem der Sultan durch die Stadt gefahren wurde - eine Art "Sultanomobil" also. Und wer schon immer mal wissen wollte, was Seiner Hoheit  zu solch einem besonderen Anlass alles überreicht wird, ist hier richtig: Denn die Präsente, die der Sultan zu seiner Inthronisierung erhalten hat, werden in diesem Museum nicht ohne Stolz präsentiert. Im wunderschönen Lapau werden sämtliche königlichen Zeremonien abgehalten. Auch der jetzige Sultan erhielt an diesem Ort seine Krone. 
Zu den herausragenden Museen zählt das Brunei - Museum, das allerdings sechs Kilometer ausserhalb der Hauptstadt liegt. Neben einigen wunderschön verzierten Koran - Kopien und einer Keramiksammlung aus chinesischer Zeit gibt es eine interessante Dauerausstellung zur Erdöl- und Erdgasförderung. Das Malaysische Technologie - Museum ist eher kulturgeschichtlich orientiert. Sehenswert sind vor allem die in Originalgrösse nachgebauten Pfahlbauten, die in Kampong Ayer allerdings im Original noch viel erstaunlicher wirken. Etwa 32.000 Menschen leben in rund 30 Wasserdörfern, in denen es eng und hektisch, aber auch weiterhin ganz traditionell zugeht. Um Kampong Ayer zu erkundigen, ist eine Fahrt mit den flotten Wassertaxis die beste Alternative. 
Ein Relikt aus der Zeit, als die Briten noch in Brunei regierten, ist das Haus der Zwölf Dichter. Es ist ein überzeugendes Beispiel für die hohe Zeit der britischen Architektur in Asien. Einst Wohnsitz eines wohlhabenden Engländers, dient es heute gleichermassen als Museum und Versammlungsstätte. Das Grabmal des 5. Sultans Bolkiah ist eine nationale Gedenkstätte und erinnert an das vielfältige kulturelle Erbe, das dieser hochgeschätzte Herrscher hinterlassen hat. Seine Regentschaft von 1485 bis 1524 gilt als erste goldene Epoche in der Geschichte des Landes. Ein turbulentes und buntes Vergnügen ist ein Besuch auf dem Tamu - Markt am Ufer des Klanggeh - Flusses.