Seit 2002 führt Josef Ackermann die Deutsche Bank. Mit dem Ausscheiden als Vorstandsvorsitzender und dem Verzicht auf seine Kandidatur als Aufsichtsratsvorsitzender endet seine Tätigkeit bei der Deutschen Bank. Es ist deshalb angebracht, eine vorläufige Bilanz seiner Tätigkeit zu ziehen.
Das Ergebnis ist ernüchternd. Josef Ackermann ist ein sehr umstrittener Bankmanager. Beispiele sind sein Vicrory Zeichen im Mannesmann Prozess, der Abbau von Arbeitsplätzen trotz eines hohen Gewinns, der Vorwurf eines Prozessbetruges und einer uneidlichen Falschaussage im Kirch Prozess sowie die vielen Rechtsstreitigkeiten. Ackermanns Tätigkeit war für die Aktionäre kein Gewinn, weil der Börsenwert im Mai 2002 bei Beginn seiner Tätigkeit als Vorstansvorsitzender 50 Mrd. Euro betrug. Jetzt ist die Bank trotz einer Kapitalerhöhung von 10 Mrd. Euro im Herbst 2010 nur noch gut die Hälfte wert. Trotz gegenteiliger Beteuerung hat Ackermann in den Vereinigten Staaten Staatshilfe in Anspruch genommen. Mit Bundeskanzlerin Merkel hat er sich zum Schluss nicht mehr gut verstanden. Wegen seiner umstrittenen Position ist es kein Wunder, dass sein Verzicht auf die Kandidatur als Aufsichtsratsvorsitzender begrüßt wird, seine Tätigkeit nicht gelobt wird.
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