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Sonntag, 13. November 2011

Tagebuch vom 13.11.11

Samstag oder Sonntag bin ich als Kind oder Heranwachsender regelmäßig mit meinen Eltern zur Messe gegangen. Schon während meiner Studentenzeit habe ich damit aufgehört. Zunächst war es deswegen, weil meine Generation zur Kirche ein kritisches Verhältnis hatte, aber im Laufe der Jahre habe ich mich zunehmend gefragt, warum ich nicht mehr die Kirche aufsuche. Im Gegensatz zu Frankreich ist das Deutschland kein überwiegend katholisches Land. In Deutschland hat die Reformation begonnen. Die Reformation hat das Land gespalten. Luther war nicht nur eine religiöse, sondern auch eine wichtige politische Persönlichkeit. Egal, ob es sich um die katholische oder um die evangelische Kirche gehandelt hat, die Kirchen waren ein politischer Faktor. Das ist auch heute noch so. Die Politik spielt in den Kirchen eine zu große Rolle. Sie haben ihren seelsorgerischen Auftrag vernachlässigt. Es reicht nicht, allein die Messe zu lesen, sondern Kirchen sollen Menschen trösten und ihnen helfen. Der Pastor oder der Pfarrer sind nicht mehr die Autoritätspersonen, weil die Menschen heute überwiegend gut informiert sind. So ist es bei mir. Deshalb habe ich mein eigenes Verständnis von Religion. Es orientiert sich an meinem Gewissen und nicht an der offiziellen Kirchendoktrin.

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