Am Montag, dem 24.06.13, gaben die Aktienkurse an den Börsen nach. Nach einer Erklärung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich sei der Höhepunkt der Finanz- und Schuldenkrise überwunden. Doch nun rücken Probleme im Finanzsektor Chinas in den Blickpunkte. Sie sorgten für einen erneuten Einbruch der Börsen, besonders in Japan und China. Anleger sollen Geld aus China abziehen, nachdem der Notenbankpräsident der Vereinigten Staaten Bernanke in einer Konfusion stiftenden Erklärung am Mittwochabend, dem 22.06.13, das bevorstehende Ende der expansiven Geldpolitik angedeutet hatte. Bei einem Abzug drohen chinesischen Banken hohe Verluste. Die Börsen in Tokio und insbesondere in Shanghai fielen. Allein die Börse in Shanghai erlitt einen Tagesverlust von 5, 3 Prozent, den höchsten Verlust seit Jahren. Die chinesischen Geldmarktzinsen stiegen. Die chinesische Zentralbank forderte am Monat die Kreditinstitute auf, die Steuerung der Liquidität zu verbessern. Der vom Ifo - Institut veröffentlichte deutsche Geschäftsklima - Index erreichte 105, 9 Punkte. Diese positive Nachricht beeindruckte die Anleger nicht.
Der DAX in Frankfurt verminderte sich 1, 2 % auf 7692 Punkte. Allianz verteuerte sich. Eine mögliche Herabsetzung des Garantiezinses für Lebensversicherungen würde die Versicherungen entlasten. Dieser Aspekt kam Allianz zu gute. Daimer stieg ebenfalls. Der Konzern will in den Sommermonaten auf Werksferien verzichten, ein Signal für eine entsprechend positive Auftragslage. Die meisten Werte gingen zurück.
Der MDAX verlor 2, 3 % aud 13263 Punkte. Nach einem erhöhten Übernahmeangebot von Vodafone verteuerte sich Kabel Deutschland. Auch SGL Carbon legte zu. LEG Immobilien, neu an Stelle von HHLA in den MDAX aufgenommen, verbilligte sich. Dürr, in China stark engagiert, ging wegen der Turbulenzen im chinesischen Finanzsektor zurück.
Die übrigen europäischen Börsen gingen zurück:
- SMI in Zürich - 1, 73 % auf 7293 Punkte
- ATX in Wien - 4, 7 % auf 2176 Punkte
- CAC 40 in Paris - 1, 24 % auf 3613 Punkte
- FTSE 100 in London - 1, 22 % auf 6041 Punkte
- Dow Jones in New York - 1, 23 % auf 14618 Punkte
- S & P 500 in New York - 1, 41 % auf 1570 Punkte
- Nasdaq Composite - 1, 29 % auf 3314 Punkte
- Nikkei 225 in Tokio - 1, 26 % auf 13063 Punkte
- Hang Seng in Hongkong - 1, 91 % auf 19814 Punkte
- 1 Euro = 1, 3106 Dollar
- Referenzkurs der EZB: 1 Euro = 1, 3086 Dollar
- 1 Euro = 128, 540 jap. Yen
- 1 Euro = 1, 2241 Franken
- Deutschland 1, 83 %
- Frankreich 2, 45 %
- Großbritannien 2, 56 %
- Japan 0, 88 %
- Schweiz 0, 96 %
- USA 2, 61 %
Gewinner / Verlierer
- Allianz SE + 1, 1%
- Swatch - 0, 77 %
- FMC - 1, 1 %
- SAP - 1, 2 %
- Nestlé - 1, 24 %
- ThyssenKrupp - 1, 8 %
- Roche GS - 1, 82 %
- Commerzbank - 1, 9 %
- Adidas - 2, 0 %
- Deutsche Bank - 2, 1 %
- LEONI NA - 3, 0 %
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen