Heute Abend habe ich Hörbücher gehört. Es handelte sich zunächst um Golo Mann "Deutsche Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert". Dieses Buch habe ich schon als Schüler kurz vor meinem Abitur gelese. Ein Klassenkamerad hatte es mir empfohlen. Auf meinen Wunsch hin hatten es mir meine Eltern zu Weihnachten geschenkt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich in erster Linie mit Alter Geschichte, also Ägypten, dem antiken Griechenland und Rom, beschäftigt. Nun stand im Geschichtsunterricht das 19. und 20. Jahrhundert als Thema an. Ich war deshalb froh ein Buch zu diesem Thema lesen zu können. Golo Mann, ein Sohn von Thomas Mann, war ein faszinierender Erzähler. Er verstand es, die Grundtatsachen Deutscher Geschichte überzeugend zu formulieren. Da die Lektüre schon lange vorbei ist, habe ich mich gefreut, ein Hörbuch zu finden. Wenn man älter wird, lassen die Augen langsam nach, während ein Rezitator bei einem Hörbuch einen bleibenden Eindruck hinterläßt. Das trifft auch bei dem Hörbuch von Golo Mann zu, wo unterschiedliche Sprecher zu den einzelnen Epochen eindrucksvoll lesen. Heute Abend war besonders interessant, wie die Nachfolger Bismarcks, der Beginn der Weimarer Republik und die Niederschlagung des Röhm Putsches geschildert wurden.
Reizvoll war dann, den "Zauberberg" von Thomas Mann, dem Vater von Golo Mann, zu hören. Vorher hatte ich bereits die Buddenbrocks genossen. Golo wie Thomas Mann sind exzellente Stilisten der deutschen Sprache.
Es folgte "Hiob" von Joseph Roth, eine Empfehlung der ZEIT Literatur Redaktion. In diesem Buch schildert der Verfasser die Besonderheiten der jüdischen Kultur im zaristischen Russland. In einer rabbinischen Familie desertiert ein Sohn in die Vereinigten Staaten und lässt seinen Eltern eine Nachricht zukommen.
Als letztes kam Raymond Chandler "Der lange Abschied". Diese Buch habe ich mir während eines Sommerurlaubs in Kärnten 2009 aus Interesse gekauft. Die Stimmung in den Vereinigten Staaten vor oder während der Depression schildert Chandler eindrucksvoll.
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