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Freitag, 21. Juni 2013

DAX, MDAX, SMI, Devisen- und Rentenmarkt vom 20.06.13

Am Donnerstag, dem 20.06.13, fielen die Aktienkurse an den Börsen. Es handelte sich um den Bernanke Blues. Nach ihrer Sitzung vom 19.06.13 äußerte sich der Chef der amerikanischen Notenbank Fed Bernanke zu dem Ergebnis der Sitzung so, dass die Fed noch an der Nullzinspolitik und dem 85 Milliarden schweren Anleihenkaufprogramm festhalten wird. Er machte allerdings deutlicher als im Mai 2013 klar, dass die Notenbank auch eine zeitweilige Ausweitung der Anleihenkäufe beschließen könne, falls das notwendig sein sollte. Er verdeutlichte aber auch, dass bei einer Fortsetzung der Konjunkturentwicklung eine Drosselung der Käufe von Anleihen im Verlauf dieses Jahres begonnen werden könnte. Ein Ende der Anleihenkäufe und Hypothekenpapiere sei dann Mitte 2014 vorstellbar, da die Fed vor allem eine deutliche Verbesserung der Arbeitslosenquote erwarte. Ende 2014 könnte der Zielwert von 6, 5 % erreicht sein, ab dem eine Erhöhung der Zinssätze zu erwägen sei. Es sei allerdings nicht mit einer automatischen Erhöhung der Zinsen zu erreichen. Für den Markt war trotz der ausgewogenen Stellungnahme ausschlaggebend, dass noch 2013 mit einer Drosselung der Käufe von Anleihen gerechnet werden könne. Die Aktienmärkte gingen in die Knie. Es handelt sich um eine übertriebene Reaktion, weil sich die Fed flexible situationsangemessene Reaktionen vorbehalten hat. Neben den Ausführungen des Chefs der Fed belasteten die Märkte schwache Konjunkturdaten aus China. Der HSBC - Einkaufsmanagerindex für den Industriesektor fiel von 49, 32 Punkten  im Mai auf 48, 3 Punkte im Juni. Die damit angezeigte Nachfrageschwäche betrifft die Rohstoffpreise. Unbeachtet blieb, dass sich die Stimmung in Europa aufhellt. Der europäische Einkaufsmanager - Index erreichte den höchsten Stand seit 15 Monaten. Das Geschäftsklima in der Region Philadelphia hellte sich im Juni überraschend auf.
Der DAX in Frankfurt verminderte sich 3, 3 % auf 7928 Punkte und erreichte den tiefsten Stand seit Anfang Mai. FMC verteuerte sich. BMW, Daimler und Volkswagen verbilligten sich. Henkel gab deutlich nach. Gewinnmitnahmen drückten Infineon nach unten. Siemens und ThyssenKrupp gaben ebenfalls nach.
Der MDAX sank 2, 4 % auf 13776 Punkte. GSW Immobilien und Rational verteuerten sich. Bilfinger, Celesio, Dürr, Hochtief und LEONI NA verbilligten sich.
Die übrigen europäischen Börsen gaben nach:
  1. SMI in Zürich - 2, 63 % auf 7528 Punkte
  2. ATX in Wien - 2, 6 % auf 2320 Punkte
  3. CAC 40 in Paris - 3, 14 % auf 3719 Punkte
  4. FTSE 100 in London - 2, 72 % auf 6176 Punkte.
Die Börsen in den Vereinigten Staaten und Asien fielen:
  1. Dow Jones in New York - 1, 29 % auf 14918 Punkte
  2. S & P 500 in New York - 1, 37 % auf 1606 Punkte
  3. Nasdaq Composite - 1, 2 % auf 3402 Punkte
  4. Nikkei 225 in Tokio - 1, 74 % auf 13015 Punkte
  5. Hang Seng in Hongkong - 2, 88 % auf 20383 Punkte.
Am Donnerstag kostete ein Euro:
  1. 1 Euro = 1, 3194 Dollar
  2. Referenzkurs der EZB: 1 Euro = 1, 3200 Dollar
  3. 1 Euro = 129, 260 jap. Yen
  4. 1 Euro = 1, 2319 Franken.
Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen betrugen:
  1. Deutschland 1, 66 %
  2. Frankreich 2, 2 %
  3. Großbritannien 2, 29 %
  4. Japan 0, 84 %
  5. Schweiz 0, 83 %
  6. USA 2, 39 %
Der Bund Future stand bei 142, 10 Prozent.

Gewinner / Verlierer

  1. FMC + 0, 6 %
  2. Nestlé - 1, 36 %
  3. Commerzbank - 1, 6 %
  4. SAP - 1, 6 %
  5. ThyssenKrupp - 2, 5 %
  6. Roche GS - 2, 78 %
  7. Deutsche Bank - 3, 7 %
  8. Adidas - 4, 2 %
  9. LEONI NA - 4, 6 %
  10. Allianz SE - 4, 8 %
  11. Swatch - 5, 33 %

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