In der vorbezeichneten Börsenwoche legte der DAX 0, 9 Prozent zu. Die europäische Schuldenkrise ist wieder in den Mittelpunkt des Anlegerinteresses zurückgekehrt. Die Renditen spanischer Staatsanleihen erreichen erneut die kritische Marke von 6 Prozent. Spanien benötigte in der oben genannten Börsenwoche frisches Kapital. Das Land konnte 2, 5 Mrd. Euro aufnehmen - allerdings mit einer Rendite von 5, 7 Prozent. Gleichwohl bleibt das hohe Staatsdefizit, die Arbeitslosigkeit und die erheblichen Probleme der Banken. Neben der Lage in Spanien spielt auch der Ausblick auf die deutsche und europäische Konjunktur eine Rolle. Das ZEW - Konjunkurbarometer für Deutschland und Europa stieg im April 2012 das fünfte Mal in Folge. Auch die Ifo - Daten fielen besser als erwartet aus. Die Aktienanleger nahmen diese erfreulichen Zahlen gern zur Kenntnis. Seit Anfang 2012 läuft der Aktienmarkt nicht schlecht, wenn er auch in den letzten Tagen geschwankt hat. Die beginnende Bilanzsaison in Deutschland kann den Aktienmarkt positiv beeinflussen. Fällt der DAX allerdings unter 6600 oder 6650 Punkte, ist ein Rückgang bis auf 6200 oder 6470 Punkte möglich. Steigt der Index über 6820 oder 6840 Punkte, ist ein weiterer Anstieg bis auf 7194 Punkte, den bisherigen Höchststand, möglich.
Der MDAX gewann in der oben genannten Börsenwoche 2,1 Prozent. Sollte der MDAX 10324 Punkte unterschreiten, ist ein Rückgang bis 9962 Punkte möglich. Kann der MDAX indessen 10640 oder 10700 Punke überschreiten, ist ein Anstieg bis 10818 oder 10852 Punkte erreichbar.
In der vorbezeichneten Börsenwoche stieg der SMI 2, 64 Prozent und profitierte von seiner defensiven Ausrichtung. Es war sein erster Wochengewinn seit Mitte März 2012. Der Genussschein von Roche legte stark zu, nachdem das Unternehmen seine am 20.04.12 auslaufende Übernahmeofferte für Illumina nicht verlängert hat. Hingegen gab der Kurs von Nestlè am Freitag, dem 20.04.12, nach; Grund für den Kursrückgang waren die Umsatzzahlen für das erste Quartal 2012.
Der Wechselkurs des Euro im Verhältnis zum Dollar sank in der vorgenannten Börsenwoche 0, 3 Prozent. Obwohl der Wechselkurs 1, 30 Dollar unterschritt, blieb er über 1, 296 / 1, 297 Dollar. Fällt der Wechselkurs weiter, ist ein Rückgang bis 1, 26 Dollar möglich. Bei 1, 32 Dollar befindet sich ein starker Widerstand.
Die Renditen zehnjähriger deutscher und US - amerikanischer Staatsanleihen fielen in der oben genannten Börsenwoche 0, 05 und 0, 04 Prozent.
Der Bund Future steht in der vorbezeichneten Börsenwoche über der psychologisch wichtigen Marke von 140 Prozent. Übertrifft er 140, 55 Prozent, kann er 141, 30 Prozent erreichen. Bei 139, 38, 139, 45 und 138, 20 Prozent verlaufen Unterstützungslinien.
Gewinner / Verlierer
- Roche GS + 7, 13 %
- ThyssenKrupp + 4, 21 %
- Allianz SE + 3, 22 %
- Nestlè + 2, 61 %
- Adidas + 1, 82 %
- Deutsche Bank + 0, 82 %
- Commerzbank - 0, 67 %
- LEONI AG - 0, 76 %
- SAP - 1, 08 %
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