In der vorbezeichneten Börsenwoche verlor der DAX 2, 6 Prozent. Nach einer gelassenen Reaktion auf die Wahl des sozialistischen Kandidaten Hollande zum neuen französischen Präsidenten waren die Anleger über den unklaren Ausgang der griechischen Parlamentswahl beunruhigt. Der Index kämpft mit der am Donnerstag, dem 10.05.12, unterschrittenen Marke von 6500 Punkten. Die starke Hausse seit Anfang 2012 mit einem Anstieg von rund 6000 Punkten auf mehr als 7000 Punkten scheint abgebrochen zu sein. Der Bereich zwischen 6200 und 6470 / 6430 Punkten unterzieht sich jetzt einem Härtetest. Steigt der DAX wieder auf 6875 Punkte kann man von einem Boden ausgehen mit einem weiteren Anstieg auf knapp unter 7200 Punkten oder bis an den nächsten Widerstand bei 7400 / 7600 Punkten.
Auch der MDAX sank in der oben genannten Börsenwoche 3, 3 Prozent. Nach einem Anstieg 10977 Punkte setzte eine Korrektur ein. Hält die Linie bei 10330 Punkten, kann ein neuer Anstieg bis auf 11000 Punkte beginnen. Unterschreitet der Index allerdings das April Tief von 10220 Punkten, verläuft bei 9750 / 9550 Punkten eine Unterstützungslinie.
In der Börsenwoche vom 07. - 11.05.12 ging der SMI 2, 09 Prozent zurück. Neben der unüberschaubaren politischen Lage in Griechenland belastete die schwierige Situation des spanischen Bankensektors. An allen fünf Handelstagen verharrte der Index im Minus. Nach einem Umfrageergebnis von Bloomberg gehen 57 % von 1200 Befragten davon aus, dass bis Ende 2012 ein Land die Eurozone verlassen werde. Im Januar 2012 waren es noch 11%. 94 % der Befragten halten einen Zahlungsausfall Griechenlands für wahrscheinlich. Außerdem drückten schlechter als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus China am Freitag, dem 11.05.12, auf die Stimmung. Wegen der Einstellung des Cholesterin - Medikaments Dalcetrapib verloren die Genussscheine von Roche an Wert.
Der Wechselkurs des Euro im Verhältnis zum Dollar gab in der vorbezeichneten Börsenwoche 1, 2 Prozent nach. Fällt der Euro unter 1, 296 Dollar ist ein Rückgang bis 1, 277 Dollar möglich. Bei einer Erholung stößt der Wechselkurs zwischen 1, 31 und 1, 33 Dollar auf starken Widerstand.
In der oben genannten Börsenwoche gaben die Renditen deutscher und US amerikanischer zehnjähriger Staatsanleihen 0, 06 und 0, 02 Prozent nach.
Der Bund Future steigt weiter. Ein Anstieg ist bis 143 Prozent möglich. Diese Marke hat er am Freitag, dem 11.05.12, erreicht. Bei 141, 70 Prozent verläuft ein Aufwärtstrend. Erst wenn der Bund Future diese Marke durchbricht, ist der Beginn einer Konsolidierung anzunehmen.
Gewinner / Verlierer
- Commerzbank + 1, 90 %
- SAP + 1, 70 %
- Nestlè - 0, 54 %
- Deutsche Bank - 0, 61 %
- Adidas - 1, 37 %
- LEONI AG - 2, 20 %
- ThyssenKrupp - 2, 79 %
- Allianz SE - 4, 99 %
- Roche GS - 5, 45 %.
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