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Sonntag, 30. September 2012

Commerzbank: Wie sehen die Pläne für die Zukunft aus?

In etwa fünf Wochen will der Vorstandvorsitzende Blessing seine Pläne für die Zukunft der Commerzbank vorstellen. Wenn die Details auch nicht bekannt sind, lassen sich jedoch die Umrisse erkennen.
Die Bank hat Problemfelder ujnd eine Ertragsperle. Was sind die Problemfelder?
Es trocknene die Ertragsströme aus. Das niedrige Zinsneveau bietet geringen Möglichkeiten, Kundeneinlagen profitabel anzulegen. Probleme bei Staats-, Schiffs- und Immobilienkrediten sorgen für Verluste. Die Folge ist ein Rückgang des Konzernergebnisses vor Steuern in der ersten Jahreshälfte 2012 auf rund 900 Millionen Euro. Dieser Rückgang wird wahrscheinlich zu einem weiteren Dividendenausfall in 2013 führen.
Anleger und Sparer meiden Wertpapiere und andere Vermögensanlagen. Die Provisionseinnahmen sinken. Im ersten Halbjahr 2012 ging das operative Ergebnis im Geschäft mit den privaten Sparern auf 126 Millionen Euro zurück - im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 35 Prozent.
Lediglich im kostenarmen Direktbanking mit Comdirect erzielt die Commerzbank ein erfolgreiches Ergebnis. Es kann deshalb Überlegungen geben, ein breites Online - Angebot mit einigen Filialen an ausgewählten Standorten anzubieten. Die Bedeutung von Filialen nimmt ab. Es kann eine Verschlankung geben, so dass Berater nur noch bei vereinbarten Gesprächen anwesend sind. Auch flexible Öffnungszeiten können hilfreich sein.
Neben dem Direktbanking spielt das Mittelstandsgeschäft der Bank eine wichtige Rolle. Die Bank geniesst bei vielen Unternehmern einen guten Ruf. Eine drohende Konjunkturflaute könnte sich schädlich durch Kreditausfälle auswirken.

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