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Freitag, 12. Oktober 2012

DAX, MDAX, SMI, Devisen- und Rentenmarkt vom 11.10.12

Am Donnerstag, dem 11.10.12, verteuerten sich die Aktienkurse an den europäischen Börsen. Die Ratingagentur Standard & Poor's senkte die Bonität Spaniens ein weiteres Mal, so dass sich die Note nur noch eine Stufe über dem Ramschniveau befindet. Die Herabstufung beherrschte die Stimmung des Marktes, so dass neue Hoffnung aufkeimte, Spanien werde bald einen Hilfsantrag stellen. Nach dem Herbstgutachten der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute nehmen die Anzeichen zu, dass sich Deutschland den Auswirkungen der europäischen Staatsschuldenkrise nicht enziehen kann, so dass die Gutachter die Wachstumsprognose 2013 senkten und nur noch ein Wachstum von 1 Prozent erwarten. Die Senkung der Wachstumsprognose fand keine Beachtung, während positive positive Nachrichten aus dem spanischen Bankensektor den Markt bewegten, nach denen sich die Abhängigkeit der Kreditinstitute von der EZB im September 2012 erstmals seit einem Jahr verringert hat. Im September hat sich die Inflation in Deutschland in vermindertem Tempo fortgesetzt. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den Vereinigten Staaten fielen in der vergangenen Woche auf den tiefsten Stand seit Februar 2008. Die Europäische Union könnte die Einführung strengerer Bilanzierungsrichtlinien für die Banken um ein Jahr verschieben. Diese drei Nachrichten beflügelten die Aktioenkurse.
Der DAX in Frankfurt erhöhte sich um 1, 3 Prozent auf 7301 Punkte. Am stärksten legte Deutsche Bank mit 3, 3 Prozent zu. Deutlich gewann auch die Commerzbank an Wert. Adidas, Lanxess, Deutsche Telekom, Lufthansa, ThyssenKrupp und Volkswagen verteuerten sich, während Siemens nachgaben.
Der MDAX stieg 0, 7 Prozent auf 11328 Punkte. Ein positiver Kommentar von Barclays sorgte für einen Anstieg ProSiebenSat.1 um 3,3 Prozent. Ein Umsatzanstieg von Carrefour im dritten Quartal 2012 ließ die Aktie von Metro um 1, 3 Prozent zulegen.
Der SMI in Zürich verteuerte sich 0, 5 Prozent auf 6669 Punkte.
Am Mittwoch, dem 10.10.12, schlossen die amerikanischen Börsen im Minus (Dow Jones - knapp 1 Prozent bei 13344, S & P - 500 - 0, 6 Prozent bei 1432 und Nasdaq - Composite - 0, 4 Prozent bei 3051 Punkten). Am Donnerstag eröffneten die amerikanischen Börsen freundlich (Dow Jones + 0, 4 Prozent auf 13400, S & P - 500 + 0, 6 Prozent auf 1442 und Nasdaq - Composite + 0, 7 Prozent auf 3073 Punkte).
 
Gewinner / Verlierer
 
  1. Deutsche Bank + 3, 6 %
  2. ThyssenKrupp + 2, 8 %
  3. Commerzbank + 2, 7 %
  4. LEONI NA + 1, 5 %
  5. Adidas + 1, 4 %
  6. Allianz SE + 1, 3 %
  7. SAP + 1, 0 %
  8. Roche GS + 0, 38 %
  9. Nestlé - 0, 16 %.
Am Donnerstag kostete ein Euro:
  1. 1 Euro = 1, 2914 Dollar
  2. Referenzkurs der EZB: 1 Euro = 1, 2918 Dollar
  3. 1 Euro = 101, 260 jap. Yen
  4. 1 Euro = 1, 2087 Franken.
Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen betrugen:
  1. Deutschland 1, 47 %
  2. Frankreich 2, 06 %
  3. Großbritannien 1, 76 %
  4. Italien 4, 96 %
  5. Japan 0, 76 %
  6. Österreich 2, 10 %
  7. Schweiz 0, 5 %
  8. USA 1, 73 %.
Der Bund Future stand bei 141, 17 Prozent.

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