Im Handelsblatt stand ein interessanter Gastkommentar des früheren amerikanischen Außenmi nisters Henry Kissinger. Er ist der Meinung, die Vereinigten Staaten und die Volksrepublik China sollten in weltpolitischen Fragen kooperieren, um eine friedliche Welt zu ermöglichen. Der Vietnamkrieg, der Krieg im Irak und in Afghanistan hätten gezeigt, dass die Vereinigten Staaten allein nicht mehr die Weltpolitik dominieren können. Der Untergang der Sowjetunion habe den weltpolitischen Schwerpunkt vom atlantischen Raum in den pazifischen Raum und den Indischen Ozean verlegt. Dafür spräche der stgnändige Bevölkerungsrückgang in den europäischen Staaten, während die südostasiatischen Staaten an Bevölkerung wie auch Indien zunähmen. Daneben gewönnen Schwellenländer wie Brasilien und die Türkei immer mehr regionalpolitische Bedeutung.
In Südostasien nähme die Bedeutung der Volksrepublik China immer mehr zu. Daneben spiele China bei den Rohstoffen eine immer wichtigere Rolle. Die Wirtschaft Chinas leide an starken inneren Problemen. Aujßerdem seien die Menschenrechte eingeschränkt. Wegen des starken Engagements der Vereinigten Staaten in Südostasien sei es erforderlich, dass die Volksrepublik China und die Vereinigten Staaten miteinander kooperierten, um Südostasien und den indischen Raum friedlich zu entwickeln.
Diese Überlegungen sind überzeugend. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Volksrepublik China und die vereinigten Staaten aufeinander zu bewegen. Diese Entwicklung ist wichtig, weil der südostasiatische Raum wegen seiner Bevölkerungsentwicklung und seiner wirtschaftlichen Bedeutung stark ins Gewicht fällt.
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