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Montag, 7. März 2011

Nachtgedanken

Ich bereite mich darauf vor, ins Bett zu gehen. Vorher kommen wieder meine Nachtgedanken. Was ist Nacht? Die Nacht ist im allgemeinen Spracjgebrauch der Teil des Tages zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang, im astronomischen Sinn die Zeit völliger Dunkelheit.
In der Psychologie stehen Dunkelheit und Nacht in einem Zusammenhang mit Erlebnis, Angst oder Neugier, in Literaturwissenschaft und Musik  bedeutet die Nacht ein Motiv, insbesondere in der Romantik.
Bekannt ist Mozarts Kleine Nachtmusik. Hier ist ein Gedicht von Eduard Mörike

Um Mitternacht

Gelassen stieg die
Nacht ans Land.
Lehnt träumend an der
Berge Wand.
Ihr Auge sieht die
goldne Waage nun
Der Zeit in gleichen
Schalen stille ruhn;
Und kecker rauschen
die Quellen hervor,
Sie singen der Mutter,
der Nacht, ins Ohr
Vom Tage.
Vom heute gewesenen
Tage.
Das uralt alte
Schlummerlied.
Sie achtets nicht, sie ist
es müd,
Ihr klingt des Himmels
Bläue süßer nach,
Der flüchtgen Stunden
gleichgeschwungenes
Joch.
Doch immer behalten
die Quellen das Wort,
Es singen die Wasser
im Schlafe noch fort
Vom Tage,
Vom heute gewesenen
Tage.
Das Erleben der Nacht spielte bei der Lagerfeuerromatik eine Rolle. Das habe ich als Heranwachsender im Westerwald erlebt, wenn am knisternden Feuer aus der Munsorgel gesungen wurde. Alles zu seiner Zeit- Heute ist das ferne Vergangenheit.
Jetzt kommen in der Nacht die Gedanken und das Gedenken an Verstorbene.

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