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Mittwoch, 2. März 2011

Zweiter Weltkrieg Der Kriegsschauplatz Nordafrika 1940 - 1943

Hiermit setze ich meine Darstellung des Zweiten Weltkriegs mit dem Kapitel Nordafrika 1940 - 1943 fort. Dazu ist auszuführen:
Nach der Vernichtung italienischer Verbände in Libyen  Ende 1940  erhielt General Erwin Rommel im Februar 1941 den Befehl, mit zwei Divisionen des  Deutschen Afrikakorps  die italienischen Verbände zu unterstützen.
Rommel wollte angreifen und begann seinen Vormarsch am 31.03.1941. Bereits am 10.04.1941 stand das Deutsche Afrikakorps mit Panzern vor Tobruk, das die Italiener kurz zuvor ausgebaut und dann beinahe kampflos geräumt hatten. Bis zum 13.04.1941 griff Rommel die Festung ohne Erfolg an und stellte die Eroberung Tobruks zurück. Weitere Vorstöße waren wegen Versorgungsengpässen nicht möglich, so dass es zu einem Stellungskrieg kam.
Im November 1941 kam es zu einem ersten Angriff der Briten und am 26.11.1941 zu einem zweiten Angriff, wobei die Besatzung von Tobruk den Belagerungsring sprengen konnte. Am 07.12.1941 befahl Rommel den Rückzug zur Gazala - Linie. Rommel griff erst wieder 1942 an.
Am 26.05.1942 ging Rommel erneut gegen Tobruk vor (Unternehmen Theseus). Nach schweren Panzergefechten konnten die Achsenmächte Bir Hacheim am 10.06.1942 einnehmen, um erneut auf Tobruk zu marschieren. Rommel besetzte Stadt und Festung am 20.06.1942 und erhielt seine Beförderung zum Generalfeldmarschall. Im Juli 1942 kam es zur Ersten Schlacht von El Alamein.
Das Ziel des Vormarsches war jetzt Ägypten und der Suezkanal. Kurz vor El Alamein hatte die Armee des Vereinigten Königreichs einen 65 Kilometer langen Verteidigungsgürtel aufgebaut, an dem das Deutsche Afrikakorps hängenblieb. Der neue britische Befehlshaber General Bernard Montgomery leitete am 23.10.1942 den Gegenangriff (Zweite Schlacht von El Alamein) ein. Das zahlenmäßig unterlegene Afrikakorps trat seinen Rückzug an.
Die Lage des Deutschen Afrikakorps in Nordafrika war mit der Landung amerikanischer Truppen in Casablanca und Algier am 08.11.1942 aussichtlos, weil amerikanische und britische Truppen die Wehrmacht und die italienischen Verbände von zwei Seiten in die Zange nahmen. Britische Truppen eroberten am 13.11.1942 Tobruk zurück.
Am 23.01.1943 eroberten Truppen des Vereinigten Königreichs Tripolis und kesselten die Truppen der Achsenmächte in Tunesien ein (Schlacht um Tunesien). Nur an der Mareth - Linie leisteten die Achsenmächte erbitterten Widerstand. Nach der Abberufung Rommels aus Nordafrika kapitulierten am 12.05.1943 150.000 Landser und 100.000 italienische Soldaten auf der Halbinsel Kap Bon. Die deutsche Bevölkerung deutete die hohen Verluste als Wende des Krieges ("zweites Stalingrad" oder "Tunisgrad").

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