Hiermit setze ich meine Darstellung des Zweiten Weltkriegs mit dem Kapitel Italien 1943 und 1944 fort. Dazu ist auszuführen:
Nach der alliierten Landung in Sizilien am 10.07.1943 (Operation Husky) warf der Große Faschistische Rat Mussolini Versagen vor, und der italienische König befahl, den Duce zu verhaften.
Am 22.07.1943 besetzten die Alliierten Palermo. Am 01.09.1943 erreichten zwei Divisionen des Vereinigten Königreichs bei nur minimalem Widerstand das italienische Festland. Am 08.09.1943 kam es zwischen der neuen italienischen Regierung und den Alliierten zu einem Waffenstillstand, worauf der Fall Achse eintrat, in dem die Wehrmacht alle italienischen Verbände entwaffnete und am 10.09.1943 Rom besetzte. Am 12.09.1943 befreiten einige deutsche Fallschirmjäger Mussolini aus seiner Gefangenschaft im Hotel Campo Imperatore. Sie brachten Mussolini nach Ostpreußen, um wenig später eine Marionetten - Regierung in Norditalien zu leiten /Republik von Salò) und weiter an der Seite des Deutschen Reichs zu kämpfen. Deutsche Gebirgsjägertruppen erschossen 5.000 zwischen dem 18. und dem 23.09.1943 gefangen genommene italienische Soldaten, die sich auf der griechischen Insel Kefalonia ihrer Entwaffnung widersetzten.
Am 13.10.1943 erfolgte die Kriegserklärung der Badoglio - Regierung an das Deutsche Reich. Mit den offiziellen italienischen Verbänden kämpfte eine kamperprobte Panzerarmee von 256.000 Frauen und Männern, die 1944 zehn Wehrmachtsdivisionen band.
Der Vormarsch der Alliierten ging nur sehr langsam voran, weil die Wehrmacht ihre Stellungen bis zum Äußersten verteidigte, während sie schon im Hinterland die nächsten Verteidigungsstellungen aushob. Bei zu starkem Druck zog sich die Wehrmacht zurück, um sich erneut wieder zu verschanzen.
Die Landung der Alliierten in Sizilien kann den Krieg verlängert haben. Nach einer Meinung hätten die italienischen Verbände gemeinsam mit den Partisanen bei einer Landung bei Rom Süditalien selbst befreien können.
Bei schweren Gefechten bedrängten die Alliierten die Wehrmacht nach ihrer Landung bei Anzio (Operation Shingle am 21.01.1944) so stark, dass sie zusätzliche Divisionen nach Italien verlegen musste. Die Alliierten bildeten in Italien eine zweite Front, ohne die Situation für einen Vorstoß nach Rom zu nutzen.
Am 15.02.1944 erfolgte in der Schlacht um Monte Cassino, das an der strategisch wichtigen Gustav - Linie lag, eine Bombardierung des von der Wehrmacht nicht besetzten Bergklosters. Artilleriebeschuss zerstörte das Kloster am 17.02.1944. Ehemalige Fallschirmjäger von der Landung auf Kreta verschanzten sich in den Ruinen, bis das 2. Polnische Korps unter Führung von General Wladyslaw Anders das Kloster einnahm.
Nach der Einnahme von Monte Cassino marschierten Die Alliierten Richtung Rom. Am 25.05.1944 legten die Alliierten ihre beiden Fronten zusammen und drängten die Wehrmacht auf die "Grüne Linie" zwischen La Spezia und Rimini zusammen.
Generalfeldmarschall Albert Kesselring, Oberbefehlshaber in Italien, befahl seinen Einheiten, Rom am 04.06.1944 zu verlassen. Die Alliierten konnten die Wehrmacht nicht bis in die Alpen zurücktreiben, weil dieses Vorhaben die Apennin - Verteidigungslinie verhinderte, so dass 1944 moch keine Entscheidung in Italien gefallen war..
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