Hiermit setze ich meine Darstellung des Zweiten Weltkriegs mit dem Kapitel Krieg in Asien und im Pazifik fort. Dazu ist auszuführen:
Vor dem Zweiten Weltkrieg beteiligte sich das japanische Kaiserreich an mehreren Kriegen. Unter Tennö Yoshihito war das japanische Kaiserreich auf der Seite der Alliierten im Ersten Weltkrieg und erwarb Qingdao, eine Kolonie des Deutschen Kaiserreichs. Zehn Jahre vorher, 1904 - 1905, brach wegen Streitigkeiten um die Mandschurei der Russisch - Japanische Krieg aus.
Die Regierung des japanischen Kaiserreichs konnte im Rahmen der weltwirtschaftlichen Lage die Wirtschaftskrise ab 1929 nicht eindämmen. Es verstärkten sich Stimmen, die eine territoriale Expansion zur Lösung der Probleme forderten.
Ab den dreißiger Jahren kontrollierten Militärs verstärkt die Regierung des japanischen Kaiserreichs, einschließlich des Amts des Premierministers, verfolgten politische Gegner und zensierten Medien. Der aggressive Einsatz für eine Neuordnung der Pazifikregion verfolgte vorgeblich das Ziel, die Hegemonie der westlichen, europäischen Staaten über die asiatischen Länder und Kolonien zu beenden und durch eine japanische zu ersetzen.
Das Hauptinteresse der Expansion des japanischen Kaiserreichs richtete sich auf das Gebiet der damaligen Republik China. Nach dem Mukden - Zwischenfall vom 18.09.1931, den die kaiserlich japanische Regierung vermutlich selbst erzeugt hatte, brach die Mandschurei - Krise aus. Die Guangdong - Armee drang angeblich ohne Rücksprache mit der kaiserlich japanischen Regierung in die Mandschurei ein. Am 01.03.1932 entstand der Marionettenstaat Mandschukuo, dessen offizieller Präsident der spätere Kaiser Pu Yi war. Nach internationalen Protesten über das Vorgehen in China verließ das japanische Kaiserreich 1933 den Völkerbund. 1936 trat es dem Antikominternpakt bei.
Nach der Landung kaiserlich japanischer Truppen am 07.07.1937 in China kam es zum Zwischenfall an der Marco - Polo - Brücke. Als Folge brach nach einem kurzzeitigen Waffenstillstand am 25.07.1937 der Zweite Japanisch - Chinesische Krieg aus, der bis 1945 dauerte.
Zu diesem Zeitpunkt stritten die Kommunisten unter Mao Zedong und die Nationalisten der Kuomintang unter Chiang Kai - shek um die Vorherrschaft in China. Nach ihrem Rückzug auf dem Langen Marsch in das Landesinnere griffen die Kommunisten beim Kampf gegen die kaiserlich japanische Armee nur vereinzelt ein, wie in der Schlacht von Pingxingguan. Nach der Hundert - regimenter - Offensive von Mitte bis Ende 1940 und einem inneren Zerwürfnis in der Partei beschloss Mao, den Kampf gegen die kaiserlich japanische Armee den Nationalisten zu überlassen und seine eigenen Truppen für den später wieder ausbrechenden Klassenkampf zurückzuhalten.
Um den 08.12.1937 kesselte die kaiserlich japanische Armee Nanjing, die Hauptstadt der Kuomintang, ein. Am gleichen Tag beschoss sie bei der Evakuierung von amerikanischen Bürgern von Kampfflugzeugen aus das auf dem Jangtsekiang voll beladen fahrende Kanonenboot USS Panay und versenkten es. Es gab drei Tote und 48 Verletzte. Nach Berichten über die Grausamkeiten kaiserlich japanischer Soldaten, die an die Öffentlichkeit kamen, änderte sich das Bild vom japanischen Kaiserreich in den Vereinigten Staaten. Die kaiserlich japanische Regierung bedauerte den Zwischenfall. Die kaiserlich japanische Armee eroberte am 13.12.1937 Nanking, ermordete in folgenden drei Wochen im Massaker von Nanking vermutlich 300.000 chinesische Zivilisten und vergewaltigte etwa 20.000 Frauen. Chiang Kai - shek verlegte seine Hauptstadt nach Chongqing.
Im März 1938 erließ die kaiserlich japanische Regierung das im April 1938 in Kraft tretende Mobilisierungsgesetz. Auf diesem Gesetz baute die Bewegung der nationalen geistigen Mobilisierung auf, in der sich alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte auf eine effiziente Kriegsführung konzentrierten. Die Hoffnung auf eine friedliche Lösung des Konfliktes mit China keimte mit der Ernennung von Ugaki Kazushige zum Außenminister, einem ehemaligen General und Gegner weiterer Eskalationen, im Mai 1938 auf. Doch es gab erneute Streitigkeiten mit der Sowjetunion um die Mandschurei und in der Folge einen Japanisch - Sowjetischen Grenzkonflikt.
Der japanische Kaiser gab seine noch am 05.09.1939 verkündete Neutralität auf und betonte seine aggressive Außenpolitik vor allem gegenüber China.
Am 08.10.1939 forderte die amerikanische Regierung alle Zivilisten im Fernen Osten auf, in die Vereinigten Staaten zurückzukehren, weil es zu einer unklaren Lage in diesem Gebiet käme, und verhängte am 23.10.1939 ei n totales Ausfuhrverbot für Eisen- und Stahlschrott in das japanische Kaiserreich, Am gleichen Tag fuhren drei Passagierdampfer von den Vereinigten Staaten los, um alle Amerikaner aus China und Japan zu evakuieren.
Im April 1941 erließ Präsident Roosevelt einen Geheimbefehl, der es Reserveoffizieren erlaubte, das Militär zu verlassen und als Freiwillige nach China zu gehen. Es kam zur Gründung der American Volunteer Group (auch Flying Tigers genannt) durch Captain Claire Lee Chennault in Kunming, die ab 1942 in den aktiven Dienst der US Air Force eingegliedert wurde.
An dieser Stelle unterbreche ich das vorliegende Kapitel, um es morgen weiter fortzusetzen, weil es sonst zu umfangreich wird.
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