Embraer, Firmensitz in der Nähe von Sao Paulo, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg zu militärischen Zwecken gegründet, entwickelte zwei erfolgreiche Propellerflugzeuge, den "Bandeirante" und die "Brasilia". Beide Flugzeuge waren billig und robust. Mit der Entwicklung der CBA -123 Vector, besser und schneller als die Flugzeuge der Konkurrenz, aber 50 Prozent teurer, erlebte das Unternehmen ein Fiasko, weil sich kein Flugzeug verkaufen ließ.
Erst mit der Privatisierung 1994 begann der wirtschaftliche Erfolg. Embraer entwickelte maßgeblich den Markt für kleine und mittlere Flugzeuge. 1996 baute er ein Flugzeug mit 50 Sitzen, modern und preiswert, gut geeignet für die Regionalfluggesellschaften in Europa und den Vereinigten Staaten. 1999 kamen die E Jets dazu, eine Produktklasse für 70 bis 120 Passagiere. 2007 folgte eine weitere Erweiterung der Produktpallette mit der Einführung des "Phenoms" Business Jets.
Embraer erzielt neunzig Prozent seines Umsatzes im Ausland. Dem Konzern ist es als einzigem brasilianischen Unternehmen gelungen, weltweit seine Marke zu etablieren.
Auf diese Erfolgsgeschichte fällt jetzt ein Schatten, weil in den Vereinigten Staaten gegen Embraer Ermittlungen wegen Korruptionsverdacht laufen.
Hauptkonkurrent wird 2014 ein neues Flugzeug mit bis zu 145 Sitzen entwickeln. Wie Embraer auf diese Neuentwicklung reagieren wird, bleibt abzuwarten.
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