Bei einer Ölbohrung rund 120 Kilometer vor der brasianischen Küste durch den amerikanischen Ölkonzern Chevron sollen nach Angaben der Nationalen Erdölagentur 3000 Barrel Öl ausgetreten sein, eine im Vergleich zu den 5 Mio. Barrel bei Deepwater Horizon im Golf von Mexiko 2010 geringe Menge.
Das aufgetretene Leck alarmiert die Behörden und auch Umweltschutzorganisationen, weil sich die Förderaktivitäten in den nächsten Jahren verstärken werden. Brasilien verfügt bis jetzt noch über keinen Notfallplan bei Ölkatastrophen. Eine Umweltschutzorganisation hat auf das vorgenannte Leck aufmerksam gemacht. Es herrscht auch keine Einigkeit über die ausgetretene Ölmenge.
Bereits 2003 hat die brasilianische Regierung mit der Ausarbeitung eines Notfallplanes begonnen. Aber erst 2010 nach der Katastrophe im Golf von Mexiko auf Deepwater Horizon setzte die Regierung die Arbeit an dem Plan fort. Zur Zeit arbeitet das Minen- und Energieministerium daran.
Wegen des aktuellen Lecks verhängt die brasilianische Umweltbehörde gegen Chevron eine Strafe von 50 Mio. Real (ungefähr 25 Mio. Euro). Die Behörde begründete die Strafe mit der Verursachung eines Lecks, der Zurückhaltung von Informationen durch Chevron und mangelnder Kooperation. Es drohen weitere Strafen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen