Am Mittwoch, dem 10.10.12, gaben die Aktienkurse an den europäischen Börsen überwiegend nach. Der Auftakt der Quartalsnerichtssaison in den Vereinigten Staaten enttäuschte. Bei einem weiterhin zögerlichen Ankämpfen gegen die Schuldenkrise warnte der IWF in seinem Finanzstabilitätsbericht die Euroländer vor einem Kollaps des Finanzsystems. Die Hängepartie um einen Hilfsantrag von Spanien an den Rettungsschirm ESM hält weiter an. Auch die Sorge um die weitere Entwicklung in Griechenland hält an. Die verstärkten Spannungen im Nahen Osten sowie Meldungen, nach denen der Iran bereits genügend Iran für den Bau einer Atombombe besitzen soll, belasteten die Stimmung. Angesichts der negativen Stimmungslage konnten die jüngsten Liquiditätsspritzen Chinas die Stimmung nicht günstig beeinflussen.
Der DAX in Frankfurt verminderte sich 0, 1 Prozent auf 7229 Punkte. Trotz der Kursverluste von Unicredit, BBVA und Santander stiegen die Titel von Deutsche Bank und Commerzbank nach der Entscheidung der britischen Finanzaufsicht, aus Angst vor einer Rezession die Regeln für die Kreditinstitute aufzuweichen. Nach dem Streichen einer früheren Kaufempfehlung durch Barclays und einer Senkung des bisherigen Kurszieles durch Citigroup verbilligte sich SAP deutlich. Lufthansa, ThyssenKrupp und Volkswagen verminderten sich.
Der MDAX erhöhte sich 0, 5 Prozent auf 11255 Punkte. Nach einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank verteuerte sich der Kurs von MAN 3, 4 Prozent.
Der SMI in Zürich verbilligte sich 0, 17 Prozent auf 6638 Punkte.
Am Dienstag, dem 09.10.12, schlossen die amerikanischen Börsen insgesamt im Minus (Dow Jones - 0, 8 Prozent auf 13473, S & P - 500 - 1 Prozent auf 1441 und Nasdaq - Composite - 1, 5 Prozent auf 3065 Punkte). Nachdem Alcoa die Erwartungen der Analysten in seinem Quartalsbericht enttäuscht hatte, fiel der Dow Jones im frühen Handel des Mittwoch 0, 4 Prozent auf 13436 Punkte. Der S & P - 500 eröffnete nahezu unverändert bei 1442 Punkten.
Gewinner / Verlierer
- Deutsche Bank + 1, 5 %
- Nestlé + 0, 66 %
- Commerzbank + 0, 6 %
- Adidas - 0, 1 %
- Allianz SE - 0, 1 %
- LEONI NA - 0, 1 %
- ThyssenKrupp - 0, 2 %
- Roche GS - 1, 09 %
- SAP - 1, 8 %.
Am Mittwoch kostete ein Euro:
- 1 Euro = 1, 2863 Dollar
- Referenzkurs der EZB: 1 Euro = 1, 2889 Dollar
- 1 Euro = 100, 940 jap. Yen
- 1 Euro = 1, 2110 Franken.
Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen betrugen:
- Deutschland 1, 49 %
- Frankreich 2, 08 %
- Großbritannien 1, 77 %
- Italien 4, 93 %
- Japan 0, 78 %
- Österreich 2, 10 %
- Schweiz 0,5 %
- USA 1, 75 %.
Der Bund Future stand bei 141, 22 Prozent.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen