Bis auf wenige Ausnahmen gingen am Freitag, dem 01.03.13, die Kurse an den Aktienbörsen zurück. Die Stimmung am Markt war gedrückt. In den Vereinigten Staaten befürchten die Anleger bei einem Scheitern der Haushaltsverhandlungen Budgetkürzungen. Am Donnerstagabend, dem 28.02.13, hatte der amerikanische Senat zwei Gesetzesvorhaben der beiden grossen Parteien abgelehnt und damit Präsident Obama unter Zugzwang gesetzt. Dagegen hellte sich das von der Universität Michigan ermiitelte Konsumklima in Februar 2013 überraschend auf. Zur gleichen Zeit stieg der für die US - Industrie errechnete Einkaufsmanagerindex stärker als erwartet. Nachrichten aus Europa belasteten den Markt. Der Einkaufsmananger - Index für Spanien fiel besser als erwartet aus. Die wieder aufgekommenen Sorgen um die politische Entwicklung in Italien wirkten sich negativ aus. Die Arbeitslosigkeit im Euroraum befindet sich auf Rekordniveau. Die jüngsten Daten zur europäischen Inflation lassen Spielraum für eine künftige Zinssenkung. Aus China kamen schwache Konjunkturdaten. Im Februar erlitt die chinesische Industrie einen Dämpfer, was sich im Einkaufsmanagerindex CFLP und in einer von HSBC erhobenen Kennzahl ausdrückte.
Der DAX in Frankfurt verminderte sich 0, 4 % auf 7708 Punkte. Lufthansa stieg leicht. Auch RWE legte zu. Nach einem Hinweis von Goldman Sachs auf die verschärften amerikanischen Kapitalvorschriften mit einer gleichzeitigen Herabstufung und einem zusätzlichen Kapitalbedarf mit einer möglichen Kapitalerhöhung fiel der Kurs von Deutsche Bank deutlich. Zusätzlich drohte die italienische Bank Monte dei Paschi eine Klage gegen die Deutsche Bank an. Nach einer Untersuchung der Geschäftsräume von ThyssenKrupp Steel Europe durch das Bundeskartellamt wegen des Verdachts illegaler Preisabsprachen bei Stahl für die Autobranche ging der Kurs von ThyssenKrupp nach unten. Merck zog an.
Der MDAX verringerte sich 0, 3 % auf 13262 Punkte. Eine geringere Dividende liess den Kurs von Metro einbrechen. Vossloh sank, nachdem Überlegungen bekannt wurden, dass der Konzern nach dem Ergebnis der bevorstehenden Überprüfung der Zusammensetzung des Index voraussichtlich seinen Platz räumen muss und durch Norma aus dem S - DAX ersetzt werden soll.
Die übrigen europäischen Börsen gaben überwiegend nach:
- SMI in Zürich 0, 15 % auf 7583 Punkte - Holcim, SGS und Swatch legten zu. Geplante Auflagen der Fed für ausländische Banken liessen die Kurse der Finanzwerte Credit Suisse, Julius Bär und UBS sinken. Auch Transocean gab nach.
- ATX in Wien + 0, 06 % auf 2468 Punkte
- CAC 40 in Paris - 0, 59 % auf 3701 Punkte
- FTSE 100 in London + 0, 22 % auf 6375 Punkte.
- Dow Jones in New York - 0, 01 % auf 14053 Punkte
- S & P 500 in New York - 0, 06 % auf 1514 Punkte
- Nasdaq Composite - 0, 21 % auf 3154 Punkte
- Nikkei 225 in Tokio + 0, 41 % auf 11606 Punkte
- Hang Seng in Hongkong - 0, 61 % auf 22880 Punkte.
Gewinner / Verlierer
- Adidas + 1, 1 %
- SAP + 0, 8 %
- Roche GS + - 0 %
- Swatch + - 0 %
- FMC - 0, 1 %
- Nestlé - 0, 38 %
- Allianz SE - 0, 6 %
- Commerzbank - 0, 6 %
- LEONI NA - 1, 1 %
- ThyssenKrupp - 3, 0 %
- Deutsche Bank - 4, 3 %.
Am Freitag kostete ein Euro:
- 1 Euro = 1, 3017 Dollar
- Referenzkurs der EZB: 1, 3000 Dollar
- 1 Euro = 120, 530 jap. Yen
- 1 Euro = 1, 2245 Franken
Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen betrugen:
- Deutschland 1, 41 %
- Frankreich 2, 13 %
- Grossbritannien 1, 88 %
- Japan 0, 65 %
- Schweiz 0, 68 %
- USA 1, 87 %.
Der Bund Future stand bei 145, 54 Prozent.
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