Bis auf eine Ausnahme stiegen am Donnerstag, dem 07.03.13, die Kurse langsamer als am Vortag. Richtungweisende Kursanstösse blieben aus. Die guten Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten verpufften wirkungslos. Die amerikanische Produktivität sank im vierten Quartal 2012 weniger stark als befürchtet. Dagegen erhöhte sich das Handelsbilanzdefizit zu Beginn des Jahres 2013 deutlicher als geschätzt. Die Entscheidung der EZB, den Zins bei 0, 75 % zu belassen, wirkte sich nicht aus, weil die Anleger sie erwartet hatten, obwaohl manche mit weiteren Geldspritzen und Massnahmen zur Konjunkturerholung gerechnet hatten. Unter Verweis auf die Konjunkturrisiken hält sich die EZB alle Optionen offen. Das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut geht 2014 ohne Verschärfung der Euro - Krise und des US - Schuldenstreites von einem Konjunkturaufschwung aus. Bei Anleiheauktionen in Frankreich und Spanien boten beide Länder weniger Renditen. Standard & Poor's hob die Bonität Portugals von <negativ< auf <stabil< an. Höhere Dividenden von Adidas, Continental und Merkck beflügelten den Markt etwas.
Der DAX in Frankfurt erhöhte sich 0, 3 % auf 7940 Punkte. Die wichtige Marke von 8000 Punkten gerät in Sichtweite. Adidas nach Dividenerhöhung trotz Gewinnwückgang, Continental nach Rekordergebnis 2012 und Dividendenerhöhung sowie Merck nach Steigerung des operativen Gewinns mit einem positiven Ausblick und Dividendenerhöhung legten deutlich zu. Das starke Wachstum von Audi in den USA liess den Kurs von Volkswagen steigen. Eine Produktionsdrosselung in zwei Werken, hervorgerufen durch eine rückläufige Nachfrage, sorgte für einen Kursrückgang bei Lanxess. Im Gegensatz zu Volkswagen gab der Kurs von Daimler nach.
Der MDAX stieg 0, 3 % auf 13363 Punkte. Eine höhere Dividende sorgte für einen Kursanstieg bei Hannover Rück. Eine Herabstufung durch Exane BNP liess den Kurs von Klöckner zurückgehen.
Die übrigen europäischen Börsen stiegen:
- SMI in Zürich + 0, 16 % auf 7711 Punkte - Eine positive Studie von Credit Suisse beflüpgelte den Kurs von Nestlé, während Roche und Novartis nachgaben. Actelion stieg ebenfalls. Richemont und Swatch konnten zulegen. Credit Suiesse und Julius Bär verteuerten sich. Hannover Rück zog den Kurs von Swiss Re nach oben.
- ATX in Wien + 0, 11 % auf 2509 Punkte
- CAC 40 in Paris + 0, 51 % auf 3793 Punkte
- FTSE + 0, 3 % auf 6447 Punkte.
Die Börsen in den Vereinigten Staaten legten zu:
- Dow Jones in New York 0, 34 % auf 14345 Punkte
- S & P 500 in New York + 0, 16 % auf 1544 Punkte
- Nasdaq Composite + 0, 11 % 3226 Punkte.
Die Börsen in Asien tendierten uneinheitlich:
- Nikkei 225 in Tokio + 0, 3 % auf 11968 Punkte
- Hang Seng in Honglong - 0, 03 % auf 22771 Punkte.
Gewinner / Verlierer
- Adidas + 6, 6 %
- Allianz SE + 1, 3 %
- LEONI NA + 1, 3 %
- Nestlé + 1, 21 %
- ThyssenKrupp + 0, 9 %
- SAP + 0, 6 %
- Swatch + 0, 56 %
- Deutsche Bank - 0, 1 %
- Commerzbank - 1, 0 %
- FMC - 1, 1 %
- Roche GS - 1, 51 %.
Am Donnerstag kostete ein Euro:
- 1 Euro = 1, 3017 Dollar
- Referenzkurs der EZB: 1 Euro = 1, 3010 Dollar
- 1 Euro = 122, 800 jap. Yen
- 1 Euro = 1, 2318 Franken.
Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen betrugen
- Deutschland 1, 48 %
- Frankreich 2, 13 %
- Grossbritannien 2, 02 %
- Japan 0, 67 %
- Schweiz 0, 71 %
- USA 1, 98 %.
Der Bund Future stand bei 142, 80 Prozent.
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