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Donnerstag, 2. Juni 2011

Tagebuch vom 02.06.11

An Christi Himmelfahrt, auch Vatertag genannt, habe ich mich mit einem früheren Kollegen in der Altstadt verabredet. Das Wetter war sommerlich, so dass wir gut draußen auf der Bolkerstraße sitzen konnten. Wir haben uns über alte Zeiten unterhalten, wie das Rentner gerne tun. Leider bleibt es nicht aus, sich auch über verstorbene Kollegen zu unterhalten. Wenn man die sechzige Jahres Grenze überschreitet, bekommt der Tod etwas alltägliches, auch wenn viele Leute versuchen, den Tod aus ihrem Leben zu verdrängen. Ich denke, ich bin Gast auf Erden. Dort versuche ich, mich häuslich einzurichten und aus meinem Leben das Beste und Sinnvollste zu machen. Wegen der begrenzten Lebensdauer gehört der Tod zum Leben. Zum Glück sterben Menschnen nicht mehr so jung. Wer schon einmal über einen alten Gottesanger gegangen ist, wird sich sicher an viele Grabsteine mit jung Verstorbenen erinnern. Daran ist ersichtlich, welch gewaltigen Fortschritt die Medizin gemacht hat. Ich bitte, solche Gedanken und Ausführungen nicht als Platitüden abzutun. Diese Gedanken beschäftigen mich heute, weil morgen eigentlich mein 29. Hochzeitstag ist. Leider kann ich ihn nicht mehr gemeinsam mit meiner Frau begehen, weil sie im September 2007 plötzlich verstorben ist. So werde ich wohl morgen alleine italienisch essen gehen und den Hochzeitstag alleine feiern müssen. So ist nun neinmal das Leben.

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