ZEIT GEeschichte, eine Zeitschrift der Wochenzeitung DIE ZEIT mit geschichtlichen Themen, beschäftigt sich mit dem Vernichtungskrieg im Osten. Auch wenn mich das Thema nicht unmittelbar betrifft, weil mein Vater an der Westfront eingesetzt war, ist die Theamatik wegen der furchtbaren Kriegsgräuel sehr bedrückend, weil es an die furchtbare Schuld erinnert, die sich deutsche Soldaten haben zuschulde kommen lassen. Inzwischen haben sich so viele deutsche und internationale Historiker des Themas angeommen, dass niemand mehr behaupten kann, deutsche Soldaten hätten sich in einer Art Befehlsnotstand befunden. Die Erziehung der Kriegsgeneration lief auf eine Überlegenheit der deutschen Rasse hinaus. Meine verstorbene Frau als gebürtige Kroatin, zweisprachig aufgewachsen, mit deutscher Kultur bestens vertraut, musste häufiger von äleteren Menschen erleben, sich sagen zu lassen, ob sie überhautp etwas von deutscher Kultur verstünde. Dass es neben der deutschen auch andere hochstehende Kulturen in Europa gibt, besonders auf dem Balkan, war der Kriegsgeneration nicht bewußt. Diese Einstellung hat sich auch unterschwellig lange nach Ende des Zweiten Weltkrieges gehalten. Bei einer solchen Einstellung lag es nahe, die Schuld von Soldaten der Wehrmacht lange zu leugnen. Es ist deshalb kein Wunder, das in Ländern wie den Niederlanden, Dänemark oder anderen Staaten immer noch ressentiments gegen Deutsche existieren. Es ist deshalb sehr wichtig, nirgendwo überheblich aufzutreten. Höflichkeit und Fairneß sind wirkungsvolle Eigenschaften, um andere Menschen zu überzeugen. Im Anfang meines Weblogs habe ich jeden Morgen meine Leserinnen und Leser begrüßt. Inzwischen habe ich bemerkt, dass diese Begrüßung keine Leserinnen und Leser mehr findet. Da ich inzwischen viele Posts schreiben, erfolgt jetzt nur noch eine Begrüßung, wenn eine Leserin oder ein Leser aus einem neuen Land hinzukommt. Ich sehe mich gezwungen, meine Schaffenskraft sparsam einzusetzen, um neben meinem Weblog auch andere Aufgaben erledigen zu können. Ich bitte deshalb darum, meine geänderte Arbeitsweise nicht als Mißachtung der Gefühle meines Publikums zu verstehen.
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