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Samstag, 11. Juni 2011

Tagebuch vom 11.06.11

An Pfingstsamstag stellt sich die Frage, was das kirchliche Fest Pfingsten noch für eine Bedeutung hat. Denke ich an meine Kindheit und meine Schulzeit zurück, war es üblich, jeden Sonntag und anjedem kirchlichen Feiertag in die Kirche zu gehen. Woher kam diese Gewohnheit ? Die Kirche war im täglichen Leben noch gegenwärtig. Pastor und Pfarrer sah man auf der Straße. Sie nahmen noch am täglichen Leben teil, wie es seit Jahrhunderten üblich war. Mit dem Auflösen tradtioneller Strukturen wie zum Beispiel der Familie oder der Veränderungen im Arbeitsprozess, in dem sich lebenslange Arbeitsverhältnisse überlebt haben, zerfiel die herkömmliche Ordnung. Der Eigennutz oder wirtschaftliche Überlegungen wie Preis - Leistungs - Verhältnis nehmen heute eine beherrschende Stellung ein. Rücksichtnahme auf andere Menschen oder Höflichkeit spielen eine untergeordnete Rolle. Ich versuche, meine persönlichen Wahrnehmungen niederzuschreiben, ohne den Anspruch zu erheben, eine tiefschürfende Analyse gesellschaftlicher Veränderungen zu verfassen, weil ich dazu nicht über die geeigneten Kenntnise verfüge. Es sind Überlegungen, die aus mir herausdrängen, damit ich wieder klar denken kann. Wenn ich alleine bin, denke ich über vieles nach. Ein Teil meiner Freunde ist bereits verstorben oder hat sich so verändert, dass sich ein Kontakt nicht mehr lohnt, weil sie auf meine Lebenszeichen nicht mehr reagieren. Morgen werde ich einige anrufen, um zu hören, wie es ihnen geht. Kontakte schwanken wie die Resonanz meines Publikums. Vielleicht sind viele auch schon in Urlaub gefahren.

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