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Mittwoch, 19. Oktober 2011

DAX, MDAX und SMI Wochenbericht (17. - 21.10.11)

Am Montag, den 17.10.11, gingen die Kurse an den europäischen Aktienmärkten deutlich zurück. Ursächlich für den Kursrückgang war die Sorge um eine verfrühte Hoffnung auf Lösung der europäischen Schuldenkrise. Für diese Sorge waren zwei politische Kommentare aus Deutschland verantwortlich:
  1. Nach der Erklärung von Bundesfinanzminister Schäuble sei beim europäischen Gipfel vom 23.10.11 nicht mit einer definitiven Lösung der Schuldenkrise zu rechnen.
  2. Nach der Äußerung von Regierungssprecher Seibert sei eine schnelle Lösung der Schuldenkrise auf dem Gipfel nicht zu erwarten. Der Euro Rettungsschirm sei eine mögliche Hilfe zur Rekapitalisierung der Banken, aber erst müssten die Staaten ihre Banken stützen, wenn sie ihr Eigenkapital nicht verstärken können.
Nach einem Anstieg um 1, 9 Prozent im Vormittagshandel wegen optimistischer Konjunkturerwartungen sank der DAX in Frankfurt gegenüber dem Schlußstand vom Freitag, den 14.10.11, um 2 Prozent auf 5834 Punkte. Die Aktie der Commerzbank gab um mehr als 6 Prozent nach.
Der SMI in Zürich sackte um 0, 9 Prozent auf 5708 Punkte.
Am Dienstag, den 18.10.11, gingen die Kurse an den europäischen Aktienmärkten überwiegend zurück. Ursächlich für den Kursrückgang waren zwei Faktoren:
  1. Es herrscht Sorge, dass die Lösung der europäischen Schuldenkrise länger als erwartet dauern könne. Nach einer Erklärung der Ratingagentur Moody`s vom Montagabend stehe die Einstufung der Bonität Frankreichs unter Druck wegen möglicher neuer Verbindlichkeiten aus der europäischen Schuldenkrise.
  2. Konjunkturnachrichten dämpften die Stimmung. Der deutsche ZEW Index über die Zuversicht der Anleger fiel auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahren. In China erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2011 um 9, 1 Prozent  statt erwarteter 9, 3 Prozent. In den Vereinigten Staaten fiel der Verlust von Goldman Sachs deutlicher als erwartet aus.
Gegen den Trend stieg der DAX in Frankfurt um 0, 6 Prozent auf auf 5894 Punkte. ThyssenKrupp verloren 2 Prozent und Allianz SE 1, 8 Prozent.
Der SMI in Zürich sank um 0, 8 Prozent auf 5678 Punkte.
Am Mittwoch, den 19.10.11, stiegen die Kurse an den europäischen Aktienmärkten weiter. Verantwortlich für den Kursanstieg waren Spekulationen über eine deutsch - französische Einigung zum Euro Rettungsschirm. Deutschland und Frankreich sollen sich verständigt haben, die Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) von 440 Mrd. Euro auf 2000 Mrd. Euro aufzustocken. Weiter soll Bundesfinanzminister Schäuble in Aussicht gestellt haben, EFSF auf maximal eine Billion Euro aufzustocken. Nach einem Sprecher des Bundesfinanzministeriums gebe es keine Diskussion über 440 Mrd. Euro hinaus.
Der Markt wartet allerdings auf die Ergebnisse des EU Gipfels vom 23.10.11. Bis dahin bleibt die Stimmung schwankend.
Der DAX in Frankfurt stieg nach einem Tageshoch von 1, 7 Prozent letztlich um 0, 6 Prozent auf 5908 Punkte. Nach einem Verlust von vier Tagen in Folge legte der Kurs der Commerzbank um rund 5 Prozent zu.
Der SMI in Zürich gewann 0, 4 Prozent auf 5706 Punkte.
Am Donnerstag, den 20.10.11, fielen die Kurse an den europäischen Aktienmärkten. Ursache für den Kursrückgang war ein ergebnisloses Treffen von europäischen Spitzenpolitikern und Fachleuten vom Internationalen Währungsfonds am Mittwochabend in Frankfurt zur Überwindung von Differenzen. Die Börsianer warten mit Spannung auf die Ergebnisse des Treffens der EU am 23.10.11. Insbesondere Finanztitel verloren an Wert nach der Herabstufung des Kreditratings spanischer Banken um jeweils eine Stufe durch die Ratingagentur Moody`s am Mittwochabend.
Der DAX in Frankfurt verlor bis zum späten Nachmittag 2, 6 Prozent auf 5759 Punkte. Die Aktie der Deutschen Bank sank um 5 Prozent nach dem klageabweisenden Urteil wegen der Reklassifizierung von Forderungen von Lehman Brothers.
Der SMI in Zürich gab knapp auf 5685 Punkte nach.
Wegen der Hoffnungen auf eine baldige Lösung kletterten am Freitag, den 21.10.11, die Kurse an den europäischen Aktienmärkten wieder. Die Regierungen Deutschlands und Frankreichs einigten sich noch nicht über die Möglichkeiten zur Ausweitung des Euro Rettungsfonds EFSF. Aber die Hoffnungen wachsen, dass Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Sarkozy ihren Streit um die Ausgestaltung des EFSF beenden. Ein mageres Ergebnis des EU Gipfels ist schon eingepreist, so dass es Spielraum für eine positive Überraschung gibt.
Der DAX in Frankfurt gewann bis kurz vor Handelsschluss 3, 1 Prozent auf 5944 Punkte. Finnanzwerte stiegen deutlich: Commerzbank + 6, 1 Prozent, Deutsche Bank + 5 Prozent und Allianz SE + 3, 5 Prozent.
Der SMI in Zürich legte um 1, 3 Prozent auf 5733 Punkte zu.

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