Tagebch, Reisen und mehr

Dienstag, 10. Januar 2012

Brasilien: Regen und Dürre

Schwere Regenfälle halten am Wochenende und am Montag, den 09.01.12, im Südosten Brasiliens an. Im Bundesstaat Minas Gerais wurde in 104 Gemeinden der Notstand ausgerufen. Seit Anfang 2012 starben mindestens zwölf Menschen in den Fluten und bei Erdrutschen. Tausende von Menschen waren gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen. Viele Gemeinden sind von der Außenwelt abgeschnitten. Ebenfalls betroffen sind die Bundestaaten Espirito Santo, Sao Paulo und Rio de Janeiro.  Im Bundesstaat Rio de Janeiro gaben am Donnerstag, den 05.01.12, und am Sonntag, den 08.01.12, zwei Deiche dem Druck der Wassermassen nach. Hunderte von Familien mussten evakuiert werden.
Am Montag traf sich die brasilianische Präsidentin mit mehreren Ministern, um eine Bilanz der bis jetzt getroffenen Maßnahmen zu ziehen und die nächsten Maßnahmen festzulegen. Dabei geht es um den effizienten Einsatz der Mittel für den Hochwasserschutz. Im Mittelpunkt steht der zuständige Minister für Nationale Integration, Fernando Bezerra. Sein Ministerium soll den größten Teil der Mittel für Projekte in seinem Heimat Bundesstaat Pernambuco verwendet haben. Auch die Regierung des Bundesstaates Minas Gerais soll versprochene Schutzmaßnahmen nicht durchgeführt haben.
Der Süden Brasiliens leidet unter Trockenheit, besonders die Bundesstaaten Rio Grande do Sul, Santa Catarina und Paranà. Am Sonntag war in 169 Gemeinden der Region der Notstand ausgerufen. Fast eine Million Menschen sind von der Dürre betroffen. Die Trockenheit wirkt sich auf die Landwirtschaft aus. In Rio Grande do Sul wird die Dürre wahrscheinlich allein in der Sojaproduktion Ernteeinbussen von 25 Prozent hervorrufen. In den betroffenen Bundesstaaten schätzt man den wirtschaftlichen Schaden auf rund 2, 8 Mrd. Reais. Im Süden und Südosten Brasiliens wird sich das Wetter in den nächsten Tagen nicht ändern.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen