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Freitag, 4. Januar 2013

Ho Chi Minh Stadt / Phu My, Vietnam

Auf der vorletzten Station liegt das Schiff im Mekong bei Ho Chi Minh Stadt. Im Hafeninfo heisst es:
Auf den ersten Blick
Vietnam befindet sich im Zentrum Südostasiens. Es liegt im östlichen Teil der indochinesischen Halbinsel und grenzt im Norden an China, im Westen an Laos und Kambodscha und im Süden und Osten an den Golf von Thailand und das Ostmeer (ein Teil des Südchinesischen Meeres). Von den Tausenden von Inseln im Ostmeer sind die Inselgruppen Hoang Sa und Truong Sa am grössten. Vietnam hat eine Fläche von 330.991 Quadratkilometern, die Landesgrenze beträgt 3.730 Kilometer. Vietnams Küste ist 3.260 Kilometer lang. Die Gesamtausdehnung von Nord nach Süd (Luftlinie) beträgt 1.650 Kilometer. Das Land ist am beitesten im Norden mit 600 Kilometern und am schmalsten in der Provinz Quang Binh an der Zentralküste mit 50 Kilometern. Ho Chi Minh Stadt ist bei weitem die grösste Stadt Vietnams. Offiziell hat sie derzeit 6, 8 Millionen Einwohner. 
Woher kommt der Name Ho Chi Minh Stadt?
Der Namensgeber der Stadt, Ho Chi Minh, wird heute noch achtungsvoll und vertraut zugleich Bac Ho (Onkel Ho) genannt. Geboren wurde er im Jahre 1890 als Nguyen Tat Thanh. Sein Leben widmete er dem Unabhängigkeitskampf Indochinas. 1945 wurde er der Präsident der Demokratischen Republik Vietnam. In den 60er Jahre war er die Symbolfigur des vietnamsesischen Kampfes gegen die militärische Intervention der USA. Der vietnamesische Volksheld starb am 02.09.1969. Vorher war die Stadt als Saigon bekannt. 
Sehenwürdihgekiten
Die einstige Hauptstadt Südvietnams wurde nach dem Vietnamkrieg 1975 neu geordnet und in 12 Stadtbezirke und 6 Landbezirke unterteilt. Als grösste Stadt des wiedervereinigten Vietnams hatte man sie zu Ehren des grossen Führers umbenannt. Stadtbezirk Nr. 1 ist und bleibt Saigon. Der vom Saigon - Fluss bis Cholon von breiten Alleen durchzogene Stadtteil zeigt bis heute deutliche Spuren der einstigen Kolonialherren aus Frankreich. In seinem Herzen erheben sich die Kathedrale, das Rathaus und das Stadttheater, am Rande liegen grosse Parkanlagen und Gewässer. Alle im folgenden erwähnten Sehenswürdigkeiten befinden sich in Bezirk 1. Das berühmte Hotel "Rex" ist hervorragend gelegen und bietet von seiner Dachterrasse einen herrlichen Blick auf das Treiben in den Strassen. 
Wiedervereinigungshalle / Palast der Einheit
Westlich der Kathedrale führen alle Strassen zur Wiedervereinigungshalle. Im Gegensatz zu den herrlichen Kolonialbauten galt der bis 1975 als Präsidentenwohnsitz dienende viertsöckige Palast der Einheit als Zeugnis der modernen europäischen Architektur Saigons. Das Gebäude war 1966 nach dem Entwurf des vietnamesischen Architekten Ngo Viet Thu gebaut worden. Es wurde damals von der Presse als das "Weisse Haus von Südvietnam" bezeichnet. Im Keller liegen unterirdische Fluchttunnel und eine Kommandozentrale. Am Morgen des 30.04.1975 war hier ein nordvietnamesischer Panzer direkt durchs geschlossene Tor gefahren, gefolgt von weiteren Panzern russischer Bauart. Um 11. 30 Uhr wurde dann die Flagge der Sozialistischen Republik von Vietnam auf dem Dach gehisst - der Krieg war beendet. Neben seiner Funktion als Museum dient das Gebäude heute noch internationalen Kongressen und Empfängen und ist auch für Touristen geöffnet. Vieles in dem zur Wiedervereinigungshalle umgetauften Bauwerk befindet sich seit 1975 in unveränderten Zustand. Neben den unterirdischen Bunkern können auch der Konferenzraum und die privaten Gemächer des ehemaligen Präsidenten Nguyen Van Thieu besichtigt werden. 
Museum der Kriegsverbrechen
Vormals Museum der Amerikanischen Kriegsverbrechen genannt (umbenannt, um die zahlreichen US - Veteranen unter den Besuchern nicht zu verprellen), wartet diese Ausstellung mit Zahlen, Fakten, Dokumenten und Fotografien aus dem Vietnamkrieg auf. Trotzdem wird hier nach wie vor an die Grausamkeit des Krieges erinnert, besonders wenn man die Dokumente liest und nicht nur die Fotos betrachtet. 
Xa Loi - Pagode
Die im Jahre 1965 gebaute Xa Loi - Pagode  an der Ba Hguyen Than Quan Strasse ist ein moderner, buddhistischer Bau. Ein Besuch lohnt allemal, das Gebäude ist nur wenige Schritte vom Kriegsreste - Museum zu finden. Im Hauptraum befinden sich eine riesige Buddhafigur und ein Schrein, der an Thich Quang Duc und andere Mönche erinnert, die sich 1959 aus Protest gegen die Politik des damaligen Präsidenten Ngo Dinh Diem öffentlich verbrannt hatten. Die Pagode ist heute auch ein Mahmal an die Zeit, als der Glaube nicht die Freiheiten genoss, die er heute im vornehmlich buddhistischen Vietnam hat. 
Ben - Thanh - Markt
Der Zentralmarkt und die umliegenden Strassen gehören zu den lebendigsten Gegenden der Stadt. Alles , was der Durchschnittsbewohner essen, anziehen oder sonst irgendwie gebrauchen kann, wird hier angeboten. Das bunte Leben und Handeln an den Ständen bietet gute Fotomotive. Wie überall auf der Welt nutzen Taschendiebe jedoch gerne die Ablenkung für ihr Geschäft. Vorsicht ist deshalb angeraten. 
Kathedrale Notre Dame
Die zwischen 1877 und 1880 aus roten Backsteinen und Granit gebaute Kirche befindet sich am Platz Cong Xa Paris im Zentrum des Regierungsviertels. Der interessanteste christliche Sakralbau der Stadt ist neoromanischen Stils und hat zwei knapp 57 Meter hohe quadratische Türme mit eisernen Spitzen. Leider sind im Zweiten Weltkrieg die bunt bemalten Glasfenster zerstört worden. Vor der Kathedrale steht eine Statue der Jungfrau Maria. Ein weiteres architektonisches Meisterwerk ist das monumentale Hauptpostamt, das gleich gegenüber steht. Ganz in der Nähe befindet sich auch das Rathaus der Stadt, zwischen 1901 und 1908 erbaut. Es wird noch oft auf französisch "Hotel de Ville" genannt. Heute tagt darin das Volkskomitee der Stadt, deshalb kann man sich dieses beeindruckende Gebäude nur von aussen anschauen.
Historisches Museum und Botanischer Garten
Das zwischen 1927 und 1929 an der Nguyen Binh Khiem Strasse gebaute Gebäude wurde bis 1956 als Musée Blanchard de la Brosse bezeichnet. Im Jahre 1975 schliesslich wurde es zum Historischen Museum von Ho Chi Minh Stadt umfunktioniert. Die Exponate datieren von der Frühzeit  bis etwa zu den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Ausführliche Informationen zu Südvietnam und dem Mekongdelta dienen dem Besucher zu einem besseren Verständnis der frühen Geschichte dieses interessanten Landes. Der angrenzende Botanische Garten bietet angenehme Entspannung vom Treiben in der Millionenmetropole.  

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