Hiermit setze ich meine Darstellung über den Zweiten Weltkrieg mit dem Kapitel Der Krieg gegen die Sowjetunion bis Stalingrad, Juni 1941 bis Februar 1943 fort.
Als Vorbemerkung möchte ich feststellen, dass dieser Teil des Krieges viele unentschuldbare Kriegsverbrechen enthält. Für diese möchte ich mich bei der russischen Bevölkerung entschuldigen, weil ich sie zutiefstv verabscheue.
Zum Kriegsverlauf ist festzustellen: Durch den Balkanfeldzug hatte sich der Angriffszeitpunkt für den Überfall auf die Sowjetunion um vier Wochen verschoben. Die Wehrmacht griff erst am 22.06.1941 an. Diese Verschiebung und ein ungewöhnlich früh einsetzender Winter verzögerten Ablauf des Vormarsches und verhinderten das Erreichen der Linie Archangelsk - Astrachan als operatives Ziel. Trotz Berechnungen der Wehrmacht, dass ihre Versorgung nur bis zu einer Linie Pskow, Kiew und der Krim durchführbar war, bestand Hitler darauf, Moskau in einem einzigen, ununterbrochenen Feldzug zu erobern. Es gab für den Überfall die Heeresgruppen Nord, Mitte und Süd. Der Auftrag der Heeresgruppe Nord (von Leeb) lautete, die baltischen Staaten zu erobern und nach Leningrad vorzustoßen. Die Heeresgruppe Mitte (von Bock) sollte nach Moskau vorrücken und war entsprechend gerüstet. Die Heeresgruppe Süd (von Rundstedt) hatte den Befehl, die Ukraine zu erobern. Neben der Wehrmacht waren Verbände aus befreundeten und eroberten Ländern der Achsenmächte beteiligt.Die Wehrmacht griff auch vom besetzten Norwegen aus die Sowjetunion an, insbesondere Murmansk und die dortige Eisenbahnverbindung, die "Murmanbahn", sowie den Hafen.
Am 22.06.1941 um 4 Uhr 15 drangen 153 Divisionen der Wehrmacht, darunter 19 Panzer- und 12 motorisierte Divisionen, auf einer Frontlänge von 1.600 Kilometern zwischen der Ostsee und den Karpaten in die Sowjetunion ein. Zwei weitere Divisionen der Wehrmacht operierten von Fin nland aus. Die Befehlshaber der Roten Armee waren nicht auf diese bisher größte militärische Offensive mit 3, 2 Millionen Landsern eingestellt. Außer den Landsern waren 600.000 Soldaten aus den verbündeten Staaten Ungarn, Rumänien, Finnland, Slowakei und Italien beteiligt. Die Rote Armee hatte im Juni 1941 5 Millionen Soldaten, wobei die Rotarmisten nicht alle an der Westgrenze stationiert waren. Viele Rotarmisten an der Grenze kapitulierten ohne Widerstand, wobei die motorisierte Wehrmacht zügig vorankam. Obwohl nach neuen Erkenntnissen zweifelhaft ist, dass die Rote Armee einen Angriff oder Krieg gegen das Deutsche Reich führen konnte, erweckte der erste Wehrmachtsbericht am Morgen des 22.06.1941 den Eindruck, dass die Rote Armee nach Ostpreußen eingedrungen sei. Dieser Bericht schien, die Präventivkriegslegende der nationalsozialistischen Propaganda zu bestätigen, wonach der Angriff der Wehrmacht auf die Sowjetunion einen Verteidigungskrieg darstellte. Tatsächlich handeltge es sich bei dem Überfall um einen ideologisch verbrämten Eroberungs- und Vernichtungskrieg mit dem von Hitler bereits Jahre zuvor formulierten Ziel der Gewinnung von "Lebensraum im Osten", einem "blockadefreien Großimperium" bis zum Ural und über den Kaukasus hinaus.
Am 29.06.1941 rief die sowjetische Führung den "Großen Vaterländischen Krieg". Kurz zuvor in der Kesselschlacht von Bialystok und Minsk schloß die Wehrmacht Minsk ein und besetzte die Stadt wenig später. Am 26.09.1941 endete die Schlacht von Kiew. Schon im Oktober 1941 fiel Schnee und es regnete, so dass die Offensive der Wehrmacht im Schlamm feststeckte und nur noch wenig Gelände gewonnen werden konnte. Die sich v ersteifende Gegenwehr der Roten Armee stoppte den Vormarsch der Wehrmacht auf Moskau. Am 05.12.1941 begann eine Gegenoffensive der Roten Armme unter General Schukow mit frischen Einheiten, so dass eine Einnahme von Moskau unmöglich war.
Finnland eroberte im Fortsetzungskrieg mit Unterstützung der Wehrmacht im Sommer 1941 die im Winterkrieg an die Sowjetunion verlorenen Gebiete in Karelien zurück und fuhr bis Dezember 1941 fort, umstrittene, aber nie zuvor finnisch gewesene karelische Gebiete zu besetzen.
Nach ihrer Neuorganisation verlegte die Rote Armee ihre Rustungsproduktion, unerreichbar für die deutsche Luftwaffe, hinter den Ural. Am 16.12.1941 gab Hitler einen Haltebefehl aus. Bis zum Jahresende drängte die Rote Armee die Wehrmacht weiter zurück.
Am 28.05.1942 eroberte die Wehrmacht in einem Vernichtungssieg Charkow. Vom 02.06. - 05.07.1942 dauerte die Schlacht auf der krim um Sewastopol, dessen Verteidiger sich erbittert wehrten. Am 21.07.1942 überschritt die Wehrmacht den Don, womit sie den Vormarsch auf Stalingrad einleitete. Die Wehrmacht eroberte am 23.07.1942 Rostow. Die Operationen zum Raumgewinn im Kaukasus dauerten wenige Wochen. Am 04.08.1942 nahm die Wehrmacht Stawropol ein, am 09.08.1942 Krasnodar und überschritt den Kuban. Die rumänischen Verbündeten rollten die sowjetische Verteidigung an der Ostküste des Asowschen Meeres von Norden her auf und öffneten die Taman - Halbinsel von "rückwärts" her. Die Wehrmacht nahm das Elburs - Massiv selbst mit dem Hissen der Reichskriegsflagge am 21.08.1942 ein. Die Rote Armee stoppte einen am 26.08.1942 begonnenen Angriff der Wehrmacht auf Tuapse. Dafür eroberte die Wehrmacht nach schweren Kämpfen am 31.08. und am 06.09.1942 die Hafenstädte Anapa und Noworossijsk, wichtigster Stützpunkt der Schwarzmeerflotte.
Im Hochgebirge hatte die Wehrmacht die wichtigsten Passübergänge eingenommen und rückte bis zum abchasischen Gebirgsdorf Pßchu vor, 20 Kilometer vor der Küste des Schwarzen Meeres bei Gudauta. Östlich des Elburs befanden sich deutsche und rumänische Einheiten in den Flussabschniktten des Baksan und des Terek bei Naurskaja. Nördlich davon verlief die Front an der Kuma, in der Nogajer Steppe und in der Kalmükensteppe.
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