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Dienstag, 27. März 2012

MS "E.R. COPENHAGEN" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Kurzbericht Frühjahr 2012

Im vorgenannten Kurzbericht heißt es:
Markt der Containerschiffahrt 2011 und Ausblick 2012
Die Weltwirtschaft und der Welthandel sind 2011 weniger stark gewachsen als erwartet. Dies resultierte im Wesentlichen aus der Schuldenkrise in Europa und den USA, den Auswirkungen des Erdbebens in Japan sowie dem deutlich gestiegenen Ölpreis.
Als Folge der weltweiten Konjunkturabkühlung war ab Mitte 2011 eine Rückgang der Containertransportvolumina zu verzeichnen. Die Auslastung der Linienreedereien verschlechterte sich deutlich. Zudem hat insbesondere die hohe Zahl der Neubauablieferungen ab Sommer 2011 zu deutlichen Überkapazitäten und Rücklieferungen von Containerschiffen geführt. Bis Ende Februar 2012 haben sich die beschäftigungslos aufliegenden Containerschiffe  auf 289 mit 840.000 TEU erhöht.
Diese Entwicklung hat sich auf die Charterraten ausgewirkt. Der gewichtete Charterratenindex des Befrachtungsmaklers Harper Petersen HARPEX, der die weltweite Preisentwicklung am Chartermarkt für Schiffe abbildet, hat von Juli 2011 bis Ende Februar 2012 um 54 Prozent nachgegeben.
Aktuelle Vercharterung und Poolsituation
Das MS "E.R. Copenhagen" ist im Rahmen des ERS - MPC 2500 - Pools bis 23.02.2013 an die dänische Reederei A.P. Moeller / Maersk Sealand verchartert. Im Rahmen der Ratenstaffel Chartervertrages beträgt die Bruttorate seit dem 13.02.2012 US$ 10.000 pro Tag.
Der technische Schiffsbetrieb 2011 verlief störungsfrei.
Die dritte Klassedockung ist im Jahr 2015 vorgesehen.
Die Poolprognose musste aufgrund der schwachen Chartermärkte mittlerweile stark korrigiert werden.
Wirtschaftliche Entwicklung 2011
Die wirtschaftlichen Daten 2011 basieren auf hochgerechneten Werten.
Aus der durchschnittlichen Nettopoolrate von US$ 9.727 pro Tag werden unter Berücksichtigung von 365 Erlöstagen, der Bereederungsgebühren sowie eines Kurses von US$ 1, 3924 pro Euro Nettoerlöse von insgesamt TE€ 2.500 hovjgerechnet. Gegenüber 2010 haben sich die Nettoeerlöse der um US$ 3.708 pro Tag Nettopoolrate sowie mehr Einsatztagen um T€ 2.805 erhöht.
Die Schiffsbetriebskosten 2011 belaufen sich voraussichtlich auf insgesamt T€ 1.765 bzw. US$ 6.731 pro Tag (LSK: T€ 1.644; US$ 6.304 pro tag). Der Anstieg gegenüber dem Prognosewert des Liquiditätssicherungskonzeptes (LSK) um US$ 427 pro Tag resultiert aus höheren Personalkosten sowie Kosten für zusätzlich angefallene Wartungs- und Reparaturarbeiten an Boiler und Hilfsdiesel.
Inegesamt wird 2011  ein Cashflow von T€ 440 (LSK T€ - 259) mhochgerechnet und der LSK Prognosewert damit um T€ 699 übertroffen.
Durch die sich abzeichnende Unsicherheit an den Chartermärkten  hat die Geschäftsführung beschlossen, zur Sicherung der Liquidität nur die kreditvertraglich  vorgeschriebenen Tilgungen zu leisten und entgegen der Annahme in der Dokumentation im Jahre 2011 keine vorzeitige Tllgung vorzunehmen. Das Darlehen valutiert damit.  bewertet zu Einstandkursen, weiterhin mit TUS$ 3.259 (TUS$ 2.396 und TY 100.000).
Die stille Beteiligung valutiert Ende 2011 unverändert mit T€ 1.023 und hat noch eine Mindestlaufzeit bis Ende 2012.
Mit dem Liquiditätsvortrag aus 2010 von T€ 1.167 wird Ende 2011 eine Liquidität von T€ 1.607 (LSK: T€ 246) ausgewiesen.
Der Gewinnvorab von 10 % p.a. auf das Erhöhungskapital wurde 2011 gestundet.Eine Auszahlung des Gewinnvorabs  erfolgt plangemäß nach vollständiger Rückzahlung des Schiffshypothekendarlehens sowie der stillen Beteiligung, sofern ein ausreichender handelsrechtlicher Gewinn erzielt wurde und entsprechende Liquidität vorhanden ist.
Ausblick 2012
Durch die deutliche Marktabschwächung seit Mitte des letzten Jahres wird derzeit für die noch nicht abgeschlossenen Charterperioden im Pool nur noch eine Charterrate  von US$ 8.000 pro Tag unterstellt (Annahme aus der Dokumentation 2011: US$ 15.000 pro Tag). die damit für 2012 prognostizierte durchschnittliche Nettopoolrate von US$ 9.100 pro Tag deckt die laufenden Schiffsbetriebs-, Gesellschaftskosten und Zinsen voraussichtlich nicht vollständig. Insgesamt wird ein Cashflow von T€ - 43 (LSK: T€ 575) prognostiziert.
2012 wird die kreditvertraglche Tilgung von TUS$ 1.217 (TUS$ 800 und TY 3.334) geleistet. Dabei wird voraussichtlich ein Währungsergebnis von TUS$ - 129 realisiert.
Die Stundung der Zinsen auf die stille Beteiligung ist bis Ende 2013 vereinbart. Es ist jedoch geplant, die Zinsen bereits 2012 zurückzuzahlen. Da die Liquiditätslage  eine Rückführung der stillen Beteiligung  Ende 2012 voraussichtlich nicht zulässt, wird die Geschäftsführung Gespräche aufnehmen, um die Laufzeit um zunächst ein Jahr zu verlängern.
Mit der aus 2011 vorgetragenen Liquiditätsreserve von T€ 1.607 wird nach Tilgung des Schiffshypothekendarlehens Ende 2012 voraussichtlich eine Liquidität  von etwa T€ 662 ausgewiesen. Unter Berücksichtigung der Kontokorrentkreditlinie beläuft sich die rechnerische Liquidität  auf T€ 1.862.
Der Gewinnvorab wird auch 2012 gestundet. Auszahlungen auf das Kommanditkapital sind daher noch nicht darstellbar.
Nach dem aktuellen Kurzbericht ist die Lage aus Sicht eines Anlegers unerfreulich. Es bleibt abzuwarten, ob überhaupt noch einmal eine Ausschüttung erfolgt.

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