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Dienstag, 29. März 2011

Argentinien Wirtschaft

Nach meiner Südamerikareise interessieren mich die von mir bereisten Staaten. Deshalb folgt jetzt ein Bericht über die argentinische Wirtschaft:
Dazu ist festzustellen: Der argentinische Börsenindex Merval hat seinen Anstieg vom vergangenen Jahr (+ 51, 8 %) in diesem Jahr nicht fortsetzen können. Nach einer abnehmenden Tendenz im Januar erholt er sich seit Mitte März von seinem bisherigen Jahrestiefstand auf 3348 Punkte am 23.03.11 (- 5 % gegenüber dem Schlussstand von 2010).
Der argentinische Peso hat seit Jahresbeginn gegenüber dem amerikanischen Dollar um 1, 25 Prozent abgewertet trotz einer jährlichen hohen Geldentwertung von 25 Prozent nach Angaben von privaten Analytikern. Das Länderrisiko, der Zuschlag für Investoren in argentinische Staatsanleihen im Vergleich zu amerikanischen Staatsanleihen, ist von 4, 85 Prozent auf 5, 63 Prozent gestiegen. 2010 konnte die argentinische Regierung Staatsanleihen von Privatgläubigern  in Höhe von 12 Milliarden Dollar umschulden.
Die Regierung hoffte in der Folge auf eine baldige Lösung der unbedienten Schulden von rund 8 Milliarden Dollar mit dem Pariser Klub, um wieder Geld zu akzeptablen Zinssätzen an den internationalen Finanzmärkten aufnehmen zu können. Die erwartete Lösung scheitert daran, dass  die Regierung Kirchner den Internationalen Währungsfonds bei einer Einigung mit dem Parsier Klub nicht einschalten will. Der Pariser Klub verlangt eine Rückzahlung der  Staatsschulden innerhalb von zwei Jahren, während die argentinische Regierung diese innerhalb von sechs Jahren zurückzahlen will. Außerdem sind Staatsschulden von Privatgläubigern in ähnlicher  Höhe nicht umgeschuldet.
Die argentinische Wirtschaft legt in rasantem Tempo zu. 2010 betrug das Wachstum 9, 2 Prozent nach nur 0, 9 Prozent wegen der Finanzkrise 2009. Die Industrieproduktion stieg im Januar und Februar 2011 um 10, 5 Prozent im Vergleich zu 8, 9 Prozent in der Vorjahresperiode. Spitzenreiter waren die Metallverarbeitung, Textilien und Nahrungsmittel. Die hohen Zuwachsraten werden nicht durch eine Verbesserung und Vergrößerung der Produktionskapazitäten, sondern durch eine maximale Ausnutzung der vorhandenen Anlagen erreicht. Die Maximale Kapazität ist beinahe erreicht und damit die Grenze des Wirtschaftspotenzials.

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