Nach den Landtagswahlen beginnen CDU und FDP damit, nach den Ursachen des Desasters zu forschen, In Baden Württemberg ist Ministerpräsident Mappus als Landesvorsitzender der CDU zurückgetreten. Auch den Fraktionsvorsitz der CDU will er nicht übernehmen.
In Rheinland Pfalz ist Rainer Brüderle als Landesvorsitzender der FDP zurückgetreten.
In der Bundes CDU nimmt die Kritik an Bundeskanzlerin Merkel zu. Frau Merkel ist im Augenblick nicht zu ersetzen. Jetzt zeigt sich, wie konsequent sie Gegner und Rivalen ausgeschaltet hat. Sie ist eine gelehrige Schülerin von Helmut Kohl.
Wie die neue Regierung in Baden Württemberg aussehen wird, zeichnet sich noch nicht ab. Es steht so viel fest, dass es eine Koalition aus den Grünen und der SPD sein wird. Wie viele Minister sie haben wird und welche Politik sie verfolgen wird, lässt sich noch nicht genau sagen. Sicher ist lediglich, dass sie die in Baden Württemberg befindlichen Atomkraftwerke abschalten wird. Spannend wird sein, wie viele Gemeinsamkeiten es zwischen beiden Parteien geben wird, wie schnell sie einen Koalitionsvertrag schließen werden und welches Personal die Regierung bilden wird. Es ist nicht auszuschließen, dass unterschiedliche politische Vorstellungen auf einander treffen werden. Die Politik wird in Baden Württemberg spannend.
Neben Baden Württemberg ist auch Bayern edine konservative Hochburg. Dort regiert die CSU mit der FDP in einer Koalition. Es wird sich zeigen, ob die FDP in Bayern geschwächt ist. Die Niederlage der CDU in Baden Württemberg und der kurz vorher erfolgte Rücktritt von Karl Theodor von Guttenberg wird der CSU zusetzen. Sie wird in Zukunft wieder mehr eigenes politisches Profil zeigen. Die Zusammenarbeit mit der CDU in Berlin wird schwierig, zumal sich Frau Merkel und Horst Seehofer nicht so gut verstehen. Hinzukommt die Tatsache, dass die Stellung von Horst Seehofer als CSU Vorsitzender nicht unangefochten ist.
Fazit nach den Landtagswahlen ist, dass die politische Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland unklar ist. Die Wähler haben bei der Bundestagswahl im September 2009 eine schwarz gelbe Mehrheit gewählt und gehofft, eine Regierung mit einem klaren Konzept zu bekommen. Diese Hoffnung hat sich bisher nicht erfüllt. Insbesondere die Energie- und Sozialpolitik lassen zu wünschen übrig. Frau von der Leyen und Herr Röttgen machen keine gute Figur. Die Bundeskanzlerin macht von ihrer Richtlinienkompetenz zu wenig Gebrauch. Finanzminister Schäuble schafft keine Steuerreform. Selbst wenn jetzt Bundestagswahl wäre und es zur Bildung einer rot grünen Koalition käme. prallten so unterschiedliche politische Vorstellungen auf einander, dass auch dann keine überzeugende neue Politik geschaffen würde. Deshalb wird es spannend sein, wie sich in Zukunft die Politik entwickelt.
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