Brasilien will mit Steuererleichterungen für Exporteure und Unternehmen arbeitsintensiver Branchen aus der Textil-, Möbel- und Schuhindustrie helfen, die wegen der Aufwertung des Real eingetrübten Exportaussichten zu stärken. In zwölf Monaten wertete der Dollar gegenüber dem Real um rund 13 Prozent ab.
Die Industrieverbände fürchten wegen der stark wachsenden Importe verarbeiteter Güter eine Deindustrialisierung. Die Handelsbilanz weist bei industriellen Gütern ein wachsendes Defizit aus. Die steigenden Rohstoffpreise einerseits und die stark wachsenden ausländischen Direktinvestitionen andererseits gleichen das Defizit aus.
Mit den Steuererleichterungen soll sich der Industrieanteil bis 2014 an der volkswirtschaftlichen Produktion von jetzt 18, 3 Prozent auf 19, 5 Prozent erhöhen und die Investitionsrate von aktuell 18, 4 Prozent auf 23 Prozent im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt steigen.
Nach Angaben des statistischen Amtes IBGE sank die Industrieproduktion Brasiliens im Juni 2011 gegenüber dem Mai 2011 um 1, 6 Prozent, der schwächste Wert seit 2009. Im ersten Halbjahr 2011 stieg die Industrieproduktion um 1, 7 Prozent. Nach den Erwartungen der Investmentbank HSBC soll das Industriewachstum 2011 nur noch 2, 3 Prozent gegenüber 10, 4 Prozent 2010 betragen. Dennoch gehen die Investmentbanken davon aus, dass Brasilien 2011 rund 4 Prozent wachsen wird. Ursächlich für dieses angenommene Wachstum sind der konstante Konsum, die hohen Exporte von Brasiliens Landwirtschaft und der Bergbauindustrie sowie die massiven Investitionen in die Landwirtschaft und die Bergbauindustrie.
Die Industrieverbände halten die Steuererleichterungen für zu wenig. Ohne flankierende Maßnahmen gegen das hohe Zinsniveau und den starken Real bringen die Steuererleichterungen nach Meinung des Verbandes der Maschinenbauer wenig.
Nach Ansicht von Ökonomen fördern die Steuererleichterungen arbeitsintensive Branchen mit einem geringen Beitrag zur brasilianischen Wertschöpfung.
Die brasilianische Regierung kann auf Steuereinnahmen verzichten, weil sie 2011 stärker als erwartet gestiegen sind. Ohne Zinsausgaben weist der brasilianische Haushalt einen Überschuß von 4 Prozent aus und ist solide.
Nach Ansicht von Ökonomen fördern die Steuererleichterungen arbeitsintensive Branchen mit einem geringen Beitrag zur brasilianischen Wertschöpfung.
Die brasilianische Regierung kann auf Steuereinnahmen verzichten, weil sie 2011 stärker als erwartet gestiegen sind. Ohne Zinsausgaben weist der brasilianische Haushalt einen Überschuß von 4 Prozent aus und ist solide.
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