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Montag, 29. August 2011

Deutsche Bank: Frankfurter Umsatzsteuerbetrugsprozeß und mögliche Verwicklung der Deutschen Bank

In Frankfurt findet einer der größten Wirtschaftsstrafprozesse statt. Sechs Männer aus drei Nationen mit dem Beistand von zwölf Strafverteidigern werden beschuldigt, mit einem "Umsatzsteuerkarussel" den Fiskus um 230 Mio. Euro betrogen zu haben. Es geht um den Handel mit Verschmutzungszertifikaten.  Außerdem laufen noch gegen 160 weitere Personen, darunter auch sieben Mitarbeiter der Deutschen Bank, Ermittlungen.
Für die Deutsche Bank geht es um 200 Mio. Euro, die sie gegenüber dem Finanzamt als Vorsteuerabzug geltend gemacht hat.  Bislang ist allerdings noch kein Händler oder Kundenbetreuer des Instituts angeklagt. Die im laufenden Strafverfahren Beschuldigten haben behauptet, Mitarbeiter der Deutschen Bank hätten ihnen die offenbar kriminellen Geschäfte leicht gemacht. Die Deutsche Bank weist jedoch daraufhin, dass sie sich die Bescheinigungen über die Steueranmeldungen der Vorlieferanten habe zeigen lassen, um eine Hinterziehung der Mehrwertsteuer auszuschließen. Es bleibt abzuwarten, ob die Staatsanwaltschaft gegen die sieben Mitarbeiter der Deutschen Bank Anklage erhebt.

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