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Mittwoch, 17. August 2011

DAX, MDAX und SMI Wochenbericht (15. - 19.08.11)

Nach drei Wochen mit teilweise erdrutschartigen Kursverlusten stiegen am Montag, den 15.08.11, die Kurse an den europäischen Aktienmärketen den zweiten Tag in Folge bei teilweise abschwächender Intensität im Handelsverlauf. Phasenweise verloren die Indizes leicht. Das viel niedrigere Kursniveau und die am Freitag deutlich gestiegenen Kurse erfreuten nicht allein die Anleger, sondern auch ermutigende Wachtunsdaten aus Japan und der positive Start an der Wall Street. Die Übernahme der Mobilfunksparte von Motorola durch Google für 12, 5 Mrd. Dollar sorgte für Hoffnung auf weitere Fusionen. Schwächere Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten beeinflußten die positive Stimmung nicht.
Der DAX in Frankfurt gewann 0, 7 Prozent auf 6033 Punkte. Commerzbank stieg um rund 3 Prozent.
Der SMI in Zürich legte 1, 8 Prozent auf 5348 Punkte zu.
Am Dienstag, den 16.08.11, gaben die Kurse an den europäischen Aktienmärkten nach. Grund waren die schwächer als erwartet ausgefallenen Wachstumraten im Euroraum im Allgemeinen und in Deutschland im Besonderen mit der Folge flächendeckend sinkender Kurse. Nach offiziellen Angaben wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2011 nur um 0, 1 Prozent gegenüber dem Vorquartal anstatt, wie erwartet, um 0, 5 Prozent. Das Wirtschaftswachstum der Eurozone betrug insgesamt 0, 2 Prozent anstatt, wie erwartet, 0, 3 Prozent. 
Der DAX in Frankfurt verlor in der Spitze beinahe beinahe 2, 9 Prozent auf 5850 Punkte und endete am späten Nachmittag mit 0, 7 Prozent im Minus. Zu den schwächsten Werten zählte Thyssen Krupp.
Der SMI in Zürich gewann gegen den Trend 0, 6 Prozent auf 5350 Punkte.
Am Mittwoch, den 17.08.11, stiegen die Kurse an den europäischen Aktienmärkten nach schwachem Start zögerlich. Defensive Branchen wie Pharma und Gesundheit sowie Konsumaktien und Ölwerte sorgten für Erholung. Schwache Finanzwerte und Technologietitel stoppten einen stärkeren Anstieg des Gesamtmarktes. Die Ergebnisse des deutsch französischen Gipfeltreffens blieben hinter den Erwartungen zurück. Die Auswirkungen der von Präsident Sarkozy in Aussicht gestellten Finanztransaktionssteuer auf die Liquidität der Märkte und der Wirtschaft sind unerwünscht.
Der DAX in Frankfurt legte um 0, 4 Prozent auf 6015 Punkte zu.
Der SMI in Zürich gewann 1, 3 Prozent auf 5443 Punkte.
Am Donnerstag, den 18.08.11, sanken die Kurse an den europäischen Aktienmärkten nach fünf Handelstagen mit überwiegenden Kursgewinnen deutlich, ohne die Jahrestiefststände aus der Vorwoche zu unterschreiten. Am Nachmittag verstärkten sich die Kursverluste nach unerwartet schwachen Daten vom Immobilienmarkt aus den Vereinigten Staaten und einem Philadelphia - Fed - Konjunkturindikator mit - 30, 7 Punkten anstatt erwarteter + 2, 0 Punkten.
In Frankfurt lagen am späten Nachmittag alle 30 DAX Werte im Minus. Der DAX sank um bis zu 7 Prozent auf 5535 Punkte, Jahrestief in der Vorwoche 5488 Punkte. Wegen eines plötzlichen Kurssturzes des DAX Futures setzte der Handel am Vormittag zwei Minuten aus. Kurz vor Handelsschluß erholte sich der DAX auf - 5, 2 Prozent und endete bei 5640 Punkten. Geringe Kursverluste verzeichneten defensive Titel. Die Aktie der Commerzbank sank um 9 Prozent auf 1, 92 Euro, nicht mehr weit entfernt vom bislang tiefst gemessenen Kurs von 1, 78 Euro im März 2009.
Der SMI in Zürich gab um 5 Prozent auf 5150 Punkte nach.
Am Freitag, den 19.08.11, setzte sich der Kursverfall an den europäischen Aktienmärkten fort und orientierte sich an den schwachen asiatischen Börsen. Die Verluste betrugen bis zu vier Prozent. Angst beherrschte den Markt. Die berechtigte Sorge um die Konjunktur führte zu einer übertriebenen Marktreaktion. Die Marktteilnehmer sehen die europäische Schuldenkrise als politisches Vakuum und beziehen das vor allem auf die Aktien von Banken. Neben den Finanzwerten waren Rohstoff- und Ölaktien besonders schwach. Die Furcht vor einer Rezession belasteten auch die Autowerte.
Der DAX in Frankfurt sank um rund 4 Prozent auf 5394 Punkte wie im November 2009. Zu den stärksten Kursverlierern gehörte die Aktie der Allianz SE.
Der SMI in Zürich gab um 2, 8 Prozent auf 5050 Punkte nach.

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