Am Montag, den 03.10.11, gaben die Kurse an den europäischen Aktienmärkten weiter nach. Drei Nachrichten beeinflußten das Kursgeschehen:
- eine schwache Vorgabe von den asiatischen Finanzmärkten. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor mehr als 4 Prozent und stand erstmalig seit Mai 2009 unter 17000 Punkten. Grund für den Kurssturz war die Konjunktursorge um China und die Vereinigten Staaten.
- Diem ngriechische Regierung wird 2011 ihr Sparziel verfehlen. Das Defizit verringert sich nicht auf 7, 6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Es wird wegen des Konjunktureinbruchs 8, 5 Prozent erreichen.
- positive amerikanische Konjunkturdaten.
Der DAX in Frankfurt sank um 1, 9 Prozent auf 5399 Punkte. Die Aktie der Commerzbank verlor 7, 27 Prozent.
Der SMI in Zürich gab um 0, 4 Prozent auf 5412 Punkte.
Am Dienstag, den 04.10.11, fielen die Kurse an den europäischen Aktienmärkten weiter. Die Marktteilnehmer verlieren die Hoffnung, dass die europäische Politik die Staatsschuldenkrise eindämmen kann. Private Gläubiger sollen sich beim zweiten Rettungspaket für Griechenland stärker beteiligen.
Der DAX in Frankfurt gab um 2, 7 Prozent auf 5230 Punkte nach. Der korrigierte Betriebsgewinn vor Steuern für 2011 - keine 10 Mrd. Euro mehr - ließ den Kurs der Deutschen Bank um zeitweise 9 Prozent sinken.
Der SMI in Zürich verlor 1, 8 Prozent und endete bei 5396 Punkte.
Am Mittwoch, den 05.10.11, stiegen die Kurse an den europäischen Aktienmärkten. Ursächlich für den Kursanstieg war die Hoffnung auf politische Maßnahmen zur Stützung des Bankensektors.
Der DAX in Frankfurt gewann 5 Prozent und erreichte 5480 Punkte. Damit glich er seinen Vortagesverlust aus. Finanzwerte führten die Liste der Gewinner nach ihrem Ausverkauf am Vortag an: Allianz + 6 Prozent und Deutsche Bank + 6 Prozent.
Der SMI in Zürich legte um 1, 2 Prozent auf 5510 Punkte zu.
Am Donnerstag, den 06.10.11, stiegen die Kurse an den europäischen Aktienmärkten nach schwankendem Verlauf weiter. Für den Kursanstieg waren drei Nachrichten ursächlich:
- Entgegen der Erwartung mancher Ökonomen senkte die Europäische Zentralbank ihren Leitzins nicht. Notenbannk Chef Trichet wies deutlich auf "intensivierte Abwärtsrisiken" für den Konjunkturausblick hin,kündigte den Kauf besicherter Bankanleihen im Volumen von 40 Mrd. Euro an und teilte mit, den Banken Kredite mit einjähriger Laufzeit anzubieten.
- Die Bank von England veränderte den Leitzins nicht und hob das Ziel für ihre Wertpapierkäufe von 200 Mrd. Pfund auf 275 Mrd. Pfund an.
- Die Europäische Kommission will koordinierte Kapitalspritzen für die Banken, um sie vor den Folgen eines möglichen griechischen Zahlungsausfalls abzusichern. Bundeskanzlerin Merkel hatte zuvor die Möglichkeit angedeutet, Banken durch den Euro Rettungsfonds EFSF zu stützen, wenn einzelne Länder dazu nicht in der Lage sind.
Der DAX in Frankfurt gewann bis kurz vor Handelsschluß 2 Prozent und stand bei 5580 Punkten. Zwischenzeitlich gab es Verkausorders für Bankwerte. Gleichwohl konnten Finanzwerte zulegen: Allianz + rund 5 Prozent und Commerzbank + 1, 5 Prozent. ThyssenKrupp gewannen 7 Prozent.
Der SMI in Zürich stieg um 1, 5 Prozent auf 5590 Punkte.
Am Freitag, den 07.10.11, legten die Kurse an den europäischen Aktienmärkten überwiegend leicht zu. Ursächlich für den Kursanstieg waren drei Nachrichten:
- Überraschend positive Daten vom Arbeitsmarkt aus den Vereinigten Statten: Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg im September 2011 um 103000 statt 60000, wie erwartet. Im August 2011 gab es, korrigiert, keine Stagnation, sondern einen Zuwachs von 57000 Stellen.
- Die Konjunktur in den Vereinigten Staaten verläuft wackelig, aber die Furcht vor einer Rezession flaut ab.
- Nach einer Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin vom Freitag ging die deutsche Industrieproduktion im Juli 2001 im Monatsvergleich um ein Prozent zurück und nicht um zwei Prozent, wie erwartet.
Analysten meinen, nach den Verlusten der vergangenen Monate sei die Talsohle erreicht. Bei größeren Fortschritten zur Lösung der europäischen Schuldenkrise könne eine starke Erholung der Aktienkurse bevorstehen.
Der DAX in Frankfurt gewann 0, 4 Prozent und endete bei 5664 Punkten.
Der SMI in Zürich verringerte sich um 0, 3 Prozent auf 5625 Punkte.
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