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Donnerstag, 6. Oktober 2011

Euro zeitweise unter 1, 32 Dollar

Am Dienstag, den 04.10.11, ließ die wachsende Furcht vor einer Zahlungsunfähigkeit Griechenlands den Kurs des Euro fallen. Der Euro erreichte ein Tagestief von 1, 3150 Dollar, den tiefsten Stand seit Januar 2011, und kostete im späten Geschäft 1, 3270 Dollar.
Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen betrug 1, 7 Prozent.
Von Interesse ist, wann Griechenland die nächste Tranche erhält und wie es um die Solvenz steht. Nach Auskunft des Eurogruppen Chefs soll die Auszahlung erst im November 2011 erfolgen, weil der Bericht der Troika aus EU, EZB und IWF nicht rechtzeitig fertig wird. Der griechische Finanzminister erklärte daraufhin, Griechenland könne mit der Auszahlung bis Mitte November warten.
Die Banken sollen sich am zweiten Rettungspaket stärker beteiligen. Durch die Aufnahme von Fremkapital soll sich das Volumen des EFSF erhöhen. In der Diskussion ist eine Zweckgesellschaft des Rettungsfonds zum Kauf von bei der EZB als Sicherheit zu hinterlegende Staatsanleihen, um Kredite in größerem Umfang begeben zu können. Das Ausfallrisiko liegt dann bei den Mitgliedsländern der EU.
Seit Beginn der zweiten Jahreshälfte 2011 wertete der Dollar gegenüber dem Euro um fast 10 Prozent auf. Diese Kursentwicklung ist nicht ohne weiteres erklärbar, weil die Vereinigten Staaten stärker als der Euroraum verschuldet sind.

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