Bevor ich zu Bett gehe, folgen meine Nachtgedanken. Ich habe Marcel Proust "Auf der Suche nach der verlorenenen Zeit" gehört,ein gigantisches Werk der Weltliteratur. Es ging um die Liebe zu Albertine und die Eifersucht. Für mich sind Werke der Weltliterarur ein Spiegel meiner persönlichen Erfahrungen. Es erinnert mich daran, mit welchem Schnerz ich als Student die Aufmerksamkeit einer jungen, von mir verehrten Frau zu erringen versucht habe. Frauen verfügen über Antennen, die soziale Bedeutung eines Mannes zu erfassen, ohne dass er sich dessen bwußt ist. Sie spielen ihr Wissen aus, ohne auf die Wirkung für den Betroffenen zu achten. Deshalb mag ich heute nach dem Tod meiner Frau keine Frau mehr. Ich will mit ihnen nichts mehr zu tun haben. Söldnerinnen der Frauenarbeit wie Bedienungen oder ähnliche Frauen will ich dabei ausnehmen, aber sie verdienen nur den geschäftsmäßigen Respekt. Ich kann und will es anders nicht ausdrücken. Ich schreibe im vollen Bewußt sein meiner Kräfte, es handelt sich nicht um die Ausgeburt eines Besoffenen. Ich habe als Schüler und Student Abfuhren von beknackten Weibern genug erfahren. Jetzt ist es genug.
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