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Mittwoch, 2. März 2011

Tagebuch vom 02.03.11

Ich habe heute eine DVD mit dem Titel Mythos Ägypten gesehen. Es handelt sich um eine Sendereihe der BBC über bedeutende Erforscher des antiken Ägyptens wie Howard Carter oder Giovanni Belzoni. Mich interessiert Ägypten, weil ich das Land 1976 / 1977 bereist habe. Es hat mich sehr fasziniert. Diese Faszination hält heute noch an.
Ich setze jetzt  meine Darstellung des Zweiten Weltkriegs mit dem Kapitel Stalingrad und die Wende im Osten 1943 - 1945 fort. In Anbetracht der furchtbaren Geschehnisse in der Sowjetunion und beim Warschauer Aufstand möchte ich mich bei der russischen und polnischen Bevölkerung entschuldigen.
Zu dem Kapitel isz auszuführen:
Trotz der angespannten Kräfte- und Nachschubsituation wollte Hitler gegen den teilweisen Widerstand der Generalität parallel zur südlichen Offensive in Richtung Kaukasus Stalingrad als weiteres Angriffsziel. Am 23.08.1942 warfen tausend Flugzeuge Brandbomben auf die Stadt. Zum ersten Mal drangen Panzer in die Außenbezirke ein. In erbitterten Einzelkämpfen in den Häusern und Straßen der Stadt kam die Wehrmacht nur unter hohen Opfern voran. Schließlich kontrollierte die Wehrmacht 90 Prozent der in Trümmern liegenden Stadt, die vollständige Einnahme scheiterte. Die Rote Armee hielt unter hohen Verlusten einen schmalen Uferstreifen der Wolga am östlichen Stadtrand, an dem immer neue Truppen anlandeten.
Am 19.11.1942 eröffnete die Rote Armee  ihre "Operation Uranus"  gegen die rumänischen und deutschen Linien nordwestlich und südlich von Stalingrad. Wenige Tage später vereinigten sich die Panzerspitzen der Roten Armee bei Kalatsch. Die 6. Armee war eingekesselt.  Luftversorgung der eingekesselten Landser, wie von Göring versprochen, war undurchführbar. Die Wehrmacht war unbeweglich und völlig unterversorgt. Die 4. Panzerarmee brach einen Entsatzangriff ("Operation Wintergewitter"), der bis zu 40 Kilometer an Stalingrad heranführte, erfolglos ab. General Paulus, an den Haltebefehl Hitlers gebunden, befahl weder einen Ausbruch aus dem Kessel noch eine Kapitulation. Am 10.01.1943 starteten sieben sowjetische Armeen einen Angriff auf die Stadt. Bis zum 23.01.1943 eroberte die Rote Armee die Flugplätze Pitomnik und Gumrak zurück. Am 24.01.1943 spaltete sie den Kessel in eine nördliche und eine südliche Hälfte. Am 25.01.1943 startete die letzte Ju 52 vom Behelfsflugplatz Stalingradski. Am 31.01.1943 begab sich der inzwischen zum Generalfeldmarschall beförderte Paulus ohne Gesamtkapitulation der 6. Armee in sowjetische Gefangenschaft. Die Einheiten des Südkessels kapitulierten ungeregelt. Der Nordkessel kämpfte noch bis zum 02.02.1943. Vom 29.01. bis zum 02.02.1943 gingen 91.000 Landser in Gefangenschaft. Etwa 5.000 Soldaten kehrten nach dem Krieg zurück. Generalfeldmarschall Paulus, sein Stabschef und die meisten hohen Offiziere überlebten. Die Schlacht von Stalingrad stellt einen psychologischen Wendepunkt dar. Ab diesem Zeitpunkt war die Mehrheit der Deutschen nicht mehr vom "Endsieg" überzeugt.
Am Morgen des 16.02.1943 gaben die Wehrmacht und die Waffen - SS gegen den Befehl Hitlers Charkow auf, um einer drohenden Einkesselung zu entgehen. Am 21.02.1943 startete eine Gegenoffensive der Wehrmacht. Bis zum 05.03.1943 eroberte sie das Gebiet bis zum mittleren Donezk zurück. Sie erzielte erhebliche Geländegewinne, brachte dem Gegner hohe Verluste bei und stellte wieder eine geschlossene Front her. Ein im Frühjahr 1943 möglicher Zusammenbruch der Ostfront kam nicht zustande. Die Waffen - SS eroberte unter Verlusten am 14.03.1943 Charkow zurück. Die "Operation Zitadelle" sollte im Sommer 1943 den Frontbalkon bei Kursk ausräumen, große Teile der Roten Armee einkesseln und gipfelte in der größten Panzerschlacht der Geschichte. Auf dem Höhepunkt der Schlacht brach der deutsche Vorstoß ab. Die Gegenoffensive der Roten Armee bei Orel mit dem Ziel, die Heeresgruppe Mitte einzukesseln, und die Landung der Alliierten aus Sizilien stoppten die Offensive der Wehrmacht. Nach mehreren Gegenoffensiven der Roten Armee trat die Wehrmacht an der gesamten Front den Rückzug an, wobei die Wehrmacht auch die Krim verlor. Ende 1943 war Kiew wieder sowjetisch.
Die Wehrmacht konnte die mit der "Operation Zitadelle" verlorenen Panzerreserven bis Kriegsende nicht ersetzen. Das bedeutete einen absehbaren Sieg der Spwjetunion. Die Schlacht am Dnepr und die Dnepr - Karpaten - Operation folgten.
Am 14.01.1944 setzte die Leningrad - Nowgorod Operation, der Angriff auf den deutschen Belagerungsring um Leningrad, ein. Nach einer weiteren Frühjahrsoffensive der Roten Armee zog sich die Wehrmacht bis zum Peipussee zurück. Am 12.05.1944 war die Krim wieder sowjetisch. Am 09.06.1944 setzte die Offensive der Roten Armee an der finnischen Front auf der karelischen Landenge ein. Diese Offensive stoppte Ende Juni 1944 auf Höhe der alten Grenze von 1940. Die Rote Armee zerschlug im Juni und JUli 1944 die Heeresgruppe Mitte, wodurch sie bis kurz vor Warschau und Ostpreußen vorstieß. Am 03.07.1944 eroberte sie Minsk zurück  und drang südlich ab dem 13.07.1944 in Galizien bis Lemberg an die Weichsel vor.  Die Wehrmacht konnte nur noch hinhaltenden Widerstand leisten.
Am 01.08.1944 brach der Warschauer Aufstand der Polnischen Heimatarmee aus. Die Rote Armee drang am 20.08.1944 in Rumänien ein,  worauf am 23.08.1944 der rumänische König  Michael zurücktrat  und am 24.06.1944 die rumänische Armee auf Seiten des Deutschen Reiches ausschied. Die Wehrmacht zog sich aus Griechenland zurück; am 13.10.1944 rückten Truppen des Vereinigten Königreichs in Athen ein. Am 05.09.1944 eroberte die Rote Armee Bulgarien und am 09.09.1944 übernahmen die bulgarischen Kommunisten nach einer Änderung der Staatsform das Land.
Am 19.09.1944 kam es zu einem Waffenstillstand zwischen Finnland und der Sowjetunion. Die Rote Armee und jugoslawische Partisanen unter Tito nahmen am 20.10.1944 Belgrad ein. Im Norden verzog sich die Heeresgruppe Nord am 13.1ß.1944 von Riga nach Kurland. In Ostpreußen stoppte die Offensive der Roten Armee im Oktober 1044. Am 11.02.1945 nahm die Rote Armee Budapest ein.
Anfang 1945 schnitt die Rote Armee, von Warschau aus kommend, Ostpreußen vom Rest des Deutschen Reichs ab. Insgesamt flohen über zwei Millionen Menschen über das meer nach Westen.  Am 30.01.1945 versenke der Torpedo eines sowjetische U - Bootes vor Gotenhafen die "Wilhelm Gustloff" mit Tausenden von Flüchtlingen. Ein ähnliches Schicksal erlitt die "Goya".  Königsberg eroberte die Rote Armee am 09-ß4-1945. Am 27.01.1945 erreichte sie das Konzentrationslager Auschwitz - Birkenau  und Küstrin an der Oder.
Ende Januar 1945 befand sich die Rote Armee 80 Kilometer vor Berlin. Vom 16. bis 18.04.1945 siegte die Rote Armee in der Schlacht um die Seelower Höhen. Am 25.04.1945 war der Belagerungsring um Berlin geschlossen. Berlin zu entsetzen, war nicht möglich. Am 30.04.1945 beging Hitler Selbstmord. Die letzten Verteidiger von Berlin kapitulierten am 02.05.1945.
Die Rote Armee  besetzte Ungarn am 04.04.1945 vollständig.  Wien  wurde am 13.04.1945 eingenommen.  Am 08.05.1945 erfolgte die Gesamtkapitulation der Wehrmacht.

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