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Dienstag, 8. März 2011

Zweiter Weltkrieg Krieg in Asien und im Pazifik Fortsetzung

Wie ich gestern geschrieben habe, setze ich das Kapitel Krieg in Asien und im Pazifik fort. Dazu ist weiter auszuführen:
Nach dem Angriff der Kaiserlich japanischen Marine auf Pearl Harbor am 07.12.1941 und der Kriegserklärung der Vereinigten Staaten an das japanische Kaiserreich drang die kaiserlich japanische Armee weiter nach Süden vor und besetzte unter der Parole "Asien den Asiaten" europäische und amerikanische Kolonien wie Hongkong, die Philippinen und Niederländisch - Indien.
Innerhalb von vier Monaten (Dezember 1941 bis März 1942) kontrollierte die kaiserlich japanische Armee weite Teile Südostasiens und einen Großteil des Pazifiks mit etwa 150 Millionen Menschen, die größe Ausdehnung des japanischen Kaiserreichs in seiner Geschichte.
Die wichtigste Eroberung der kaiserlich japanischen Armee ereignete sich am 23.01.1942 mit der Einnahme der kleinen australischen Garnison und der Hafenstadt Rabaul an der Nordostspitze auf New Britain. Damit schuf sie sich eine hervorragende Ausgangsbasis, in den folgenden Jahren zu einer Festung ausgebaut, für ihr weiteres Vordringen in den Ostpazifik und die Südsee.
Mitte 1942 nach der Schlacht im Korallenmeeer und um Midway, nach der die kaiserlich japanische Flotte empfindlich geschwächt war, änderte sich die Situation. Mit der Landung auf Guadalcanal am 07.08.1942 leitete die amerikanische Armee die Operation Watchtower, eine der verlustreichsten und verbissensten Schlachten während des Pazifikkrieges, ein. Sie endete 1943 und bildete einen Wendepunkt zugunsten der amerikanischen Armee. Die amerikanische Armee verhinderte ein weiteres Vordringen der kaiserlich japanischen Armee, vereitelte eine Isolierung Australiens von Amerika und rückte weiter auf japanisch besetztes Gebiet vor. Bei diesen Abnutzungsschlachten erlitt die kaiserlich japanische Flotte nicht zu ersetzende Verluste.
Die härtesten Kämpfe fanden von Ende 1942 bis Mitte 1944 auf Neuguinea, in der Südsee auf den Salomonen, den Gilbertinseln, den Marshallinseln und den Marianen statt. Bei dem so genannten "Island Hopping" umging die amerikanische Armee die starken japanischen Stützpunkte, insbesondere Rabaul, und nahmen Insel für Insel in Richtung Japan ein.
Zu Beginn des Jahres 1943 entschlüsselte die amerikanische Armee die japanischen Funkcodes, insbesondere den Ultra - Code der Kommandantur  des truk - Atolls. Danach konnten amerikanische U - Boote den Seekrieg gegen japanische Fracht- und Nachschubschiffe beginnen, deren steigende Versenkungsraten entscheidend zum Sieg beitrugen. Die kaiserlich japanische Marine konnte während des gesamten Krieges wegen der Unterschätzung der U - Boot - Gefahr und der technologischen Unterlegenheit bei Radar und Unterwasserortung ihre Transportschiffahrt nicht wirksam schützen. Der daraus resultierende Treibstoffmangel schränkte die Ausbildung neuer Piloten ein und erforderte, Flottenverbände weit außerhalb der Hauptkampfgebiete in der Nähe von Treibstoffquellen zu stationieren, was die taktischen strategischen Optionen der kaiserlich japanischen Flotte stark einschränkte.
Die amerikanische Funkaufklärung entschlüsselte Mitte April 1943 einen Funkspruch, nach dem Admiral Yamamoto Isorroku, Oberbefehlshaber der kaiserlich japanischen Marine, den Stützpunkt auf Bougainville besuchen wollte. Am 18.04.1943 schoss die amerikanische Luftwaffe drei der neun japanischen Begleitflugzeuge und zwei Transportmaschinen ab. In einer davon starb Yamamoto. Vom Verlust dieser starken Führungspersönlichkeit erholte sich die kaiserlich japanische Marine nur schwer.
Ab 1944 stieß die Fask Carrier Task Force, abwechselnd unter Bezeichnung Task Force 38 und 58, gegen japanisch besetzte Inselgruppen vor  und bewegte sich trotz des Einsatzes von Kamikaze - Fliegern in Richtung japanischer Inseln.
Nach der ab Mitte Juni 1944 begonnenen blutigen Schlacht um Saipan, verbunden mit der Schlacht in der Philippinensee, bei der die kaiserlich japanische Armee fast alle Flugzeuge samt Besatzungen und durch U - Boote drei Flugzeuge einbüßte. fand Ende Oktober bis Anfang November 1944 die See- und Luftschlacht von Leyte, bei der die kaiserlich japanische Marine fast ihre komplette Flotte verlor, statt.
Nach den Kämpfen auf Iwojima und Okinawa warf die amerikanische Luftwaffe am 06.08.1945 über Hiroshima die erste und am 09.08.1945 über Nagasaki die zweite Atombombe ab. Am 15.08.1945 kapitulierte die kaiserlich japanische Armee nach einer Rundfunkansprache des Tennö. Die Kapitulationsurkunde wurde am 02.09.1945 in der Bucht vor Tokio auf der USS Missouri unterzeichnet.

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