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Mittwoch, 25. Mai 2011

Allianz SE: Schuldenversicherung

Der Finanzvorstand der Allianz SE, Paul Achleitner, meint, wegen des ungelösten Problems der Staatsschulden im Euroraum könne eine Staatsanleihenversicherung helfen.
Da Griechenland und andere Euroländer seit der Finanzkrise 2008 keine billigen Kredite mehr erhalten, besteht ein Liquiditätsengpaß. Diesen Engpaß haben die anderen Euroregierungen durch eine Notfallkreditlinie gemildert. Die fehlende Liquidität ist nur ein Symptom. Daneben können die wachsenden Schulden nicht zurückgezahlt werden.
Die Kapitalmärkte erwarten deshalb in absehbarer Zeit einen Schuldenerlass. Dabei gibt es den "Hair Cut", einen radikalen Schritt, oder den "Work Put", den in Schwierigkeiten steckenden Kreditnehmer weiter zu finanzieren, unter strikten Auflagen, sich anzupassen, um eine langfristige Genesung zu ermöglichen.
Die europäischen Regierungen und die Zentralbank bevorzugen den Work Out. Ein erfolgreicher Work Out setzt eine Finanzierung zu Konditionen voraus, die das Schuldenproblem nicht verschärfen. Dazu reicht der Euro - Rettungsschirm als einzige Finanzierungsquelle nicht aus. 
Neben dem Rettungsschirm kann ein Anleiheversicherer zusätzlichen Nutzen schaffen. Beispielsweise könnte Griechenland neue Staatsanleihen zu 90 Prozent bei einem "European Sovereign Insurance Mechanism" (ESIM) versichern. Die Regierungen legen die Prämien fest und entscheiden darüber, ob ein Schadensfall vorliegt. Hohen Zinsaufschlägen wäre die spekulative Basis entzogen. Die Versicherungsprämien bezahlen die Schuldenstaaten. Diese werden jährlich festgelegt und werden der Schuldensituation angepaßt.

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